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Für Fernando Alonso ist Ferrari der fünfte Rennstall seit 2001 © getty

Nach dem Triumph von Monza schlägt dem Ferrari-Piloten eine Euphoriewelle entgegen. Doch Alonso dämpft den Überschwang.

München - Mit dem Heimsieg in Monza in seinem ersten Ferrari-Jahr hat sich Fernando Alonso einen Traum erfüllt und in ganz Italien eine rote Euphoriewelle ausgelöst. (DATENCENTER: Das Rennergebnis)

Nicht nur die Heerscharen von Tifosi im Königlichen Park feierten am Sonntag ihren neuen spanischen Liebling.

Auch die italienischen Gazetten überschlugen sich mit Lobeshymnen für ein Meisterwerk von Alonso und des gesamten Ferrari-Teams.

"Ferrari feiert einen wahren Teamerfolg, eine rote Welle, die Alonso jetzt beste Chancen auf den Titel verleiht. Dank eines Meisterwerks der Mechaniker beim Boxenstopp hat Alonso das perfekte Rennen bestritten", schrieb die "Gazzetta dello Sport". (Pressestimmen)

Ferrari ist heute "menschlicher"

Die Zeitung stellte Alonsos Erfolg sogar noch über die zahlreichen Triumphe seines Vorgängers Michael Schumacher: "Eine Show in der Show, noch schöner als in den unvergesslichen Zeiten, als Schumacher einen Ferrari fuhr, der wesentlich stärker als alle anderen Rivalen war. Ferrari ist heute vielleicht weniger stark und weniger perfekt, aber menschlicher."

Alonso war sichtlich gerührt bei der Siegerehrung, die in Monza auf einer Art Kanzel hoch über der von den Fans überfluteten Zielgeraden zelebriert wird.

"Das ist etwas, das man lediglich mit meinem Sieg beim Großen Preis von Spanien 2006 vergleichen kann", gab der zweimalige Weltmeister später zu Protokoll.

Di Montezemolo freut sich doppelt

Und weiter: "Ich hatte mir nie vorgestellt, dass es so gut sein würde. Ein Meer von Menschen und so viele Fahnen. Dieser Sieg ist sehr, sehr speziell, es ist ein wirklich emotionaler Sieg." (286257DIASHOW: Die Bilder des Rennens)

Genauso wie für Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo.

"Für mich hat dieser Sieg eine ganz besondere Bedeutung. Ich empfinde eine riesige Freude für diesen wunderschönen Erfolg, den ich all unseren Fans widme. Das Team hat eine unglaubliche Arbeit geleistet", sagte Montezemolo.

[kaltura id="0_jwnb3gsk" class="full_size" title="Eine Runde in Monza"]

Titel rückt in greifbarer Nähe

Der 63-Jährige durfte sich ein zweites Mal freuen, nachdem Ferrari vier Tage zuvor für die Teamorder von Hockenheim nicht zusätzlich bestraft worden war.

"Ferrari hat das perfekte Wochenende erlebt. Nach dem Erfolg der defensiven Strategie vor der FIA in Paris feiert Maranello in Monza einen neuen unvergesslichen Sieg", titelte "Tuttosport".

Und für La Repubblica ist der WM-Titel "plötzlich wieder in greifbare Nähe gerückt". (DATENCENTER: Der WM-Stand)

Dieser Euphorie wollte sich Alonso trotz aller Emotionen aber nicht uneingeschränkt anschließen.

"Ziemlich stressiger" Beginn

"Ich denke, dass wir etwas Konstanz finden müssen. Es war ein gutes Wochenende, aber Spa war ein schlechtes Wochenende. Wir dürfen uns solche schlechten Wochenenden nicht erlauben", sagte der 29-Jährige.

Und weiter: "In der Position, in der wir uns nun befinden, gibt es keinen Raum mehr für Fehler oder für einen Ausfall", warnte der Spanier, für den "die ersten zehn Sekunden des Rennens ziemlich stressig" waren.

Falls er in den noch ausstehenden Rennen ein Problem bekommen sollte wie McLaren-Pilot Lewis Hamilton mit seinem Ausfall in der ersten Runde, "dann sagen wir vielleicht zur Meisterschaft auf Wiedersehen".

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