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Fernando Alonso führt die WM-Fahrerwertung vor Webber und Vettel an © getty

Erstmals seit 2004 fällt die Titelentscheidung nicht in Interlagos - zumindest in der Fahrer-WM. Alle Fakten zum Brasilien-GP.

München - Der Doppelsieg von Red Bull in Interlagos hat die WM-Entscheidung auf das letzte Rennen der Saison verschoben.

Damit gab es erstmals seit 2004 keine Titelvergabe in Sao Paulo - zumindest nicht in der Fahrerwertung.

Denn durch den Sieg von Sebastian Vettel vor Mark Webber auf dem Autodromo Jose Carlos Pace sicherte sich der österreichische Rennstall immerhin schon die Konstrukteurs-WM. Red Bull hat vor dem letzten Grand Prix 48 Punkte Vorsprung auf McLaren-Mercedes.

Mit seinem dritten Platz hinter den "Bullen" behielt Ferrari-Pilot Fernando Alonso aber die WM-Führung. Ein zweiter Platz auf dem Yas Marina Circuit von Abu Dhabi würde ihm den Titel bescheren.

Alonso ohne Risiko aufs Podium

Auf der Strecke "zwischen den Seen" (so die Übersetzung für Interlagos) ging der Spanier kein Risiko ein, wählte eine defensive Taktik und brachte den Podiumsplatz sicher ins Ziel.

Nur zweimal musste Alonso angreifen, doch Nico Hülkenberg und Lewis Hamilton konnten den zweimaligen Weltmeister nicht aufhalten.

"Die WM ist wieder völlig offen, in der Formel 1 kann immer alles passieren. Aber Platz zwei würde reichen, das ist eine gute Situation", sagte Alonso nach dem Rennen völlig relaxed.

SPORT1 nennt die Fakten zum vorletzten Grand Prix des Jahres:

Ergebnis 2010:

1. Sebastian Vettel (Deutschland), Red-Bull-Renault in 1:33:11,803 Stunden (196,944 km/h)

2. Mark Webber (Australien), Red-Bull-Renault, 0:04,243 Minuten zurück

3. Fernando Alonso (Spanien), Ferrari, 0:06,807

Schnellste Rennrunde 2010:

Lewis Hamilton, 1:13,851 Minuten (66. Runde)

Pole-Position 2010:

Nico Hülkenberg (Deutschland), Williams in 1:14,470 Minuten

[kaltura id="0_dnuokcxq" class="full_size" title="Die Strecke in Interlagos"]

Ergebnis 2009:

1. Mark Webber (Australien), Red-Bull-Renault in 1:32:23,081 Stunden (198,675 km/h)

2. Robert Kubica (Polen), BMW-Sauber, 0:07,626 zurück

3. Lewis Hamilton (Großbritannien), McLaren-Mercedes, 0:18,944

Schnellste Rennrunde absolut:

Juan-Pablo Montoya (Kolumbien) Williams, 2004: 1:11.473

Anzahl Grands Prix:

27

Distanz:

305,9 Kilometer

Streckenlänge:

4,309 Kilometer

Anzahl der Runden:

71

Vollgasanteil:

65 Prozent

Längster Vollgasanteil:

1220 Meter

Top-Speed:

314 km/h

Fahrtrichtung des Kurses:

Gegen den Uhrzeigersinn

Kurven:

15 (5 Rechts-, 10 Linkskurven)

Meiste Siege (Fahrer):

Michael Schumacher (4)Ayrton Senna (2) Emerson Fittipaldi (2)Felipe Massa (2)

Meiste Siege (Teams):

Ferrari (8)McLaren-Mercedes (7)Williams (4)

Erster Sieger:

Emerson Fittipaldi (Ferrari), 1973

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