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In Singapur fand 2008 das erste Nachtrennen der Formel-1-Geschichte statt © getty

Beim Nachtrennen in Singapur beginnt der Endspurt der Formel-1-Saison. Für Robert Kubica ist der GP eines der "härtesten Rennen".

Von Julian Meißner

München - Auftakt zu den Asien-Festspielen: Der Endspurt der Formel-1-Saison beginnt unter Flutlicht.

Bevor Japan und der Neuling Südkorea auf dem Programm stehen, steigt in den Straßenschluchten von Singapur am Wochenende das fünftletzte Rennen des Jahres (Training, Freitag 12 Uhr im LIVE-TICKER und LIVE im TV auf SPORT1).

Der Nacht-Grand-Prix stellt die Piloten um die verbliebenen fünf Titel-Kandidaten vor eine echte Herausforderung.

"Der Straßenkurs in Singapur zählt aus meiner Sicht zu den härtesten und anstrengendsten Rennen der ganzen Saison", sagt Renault-Pilot Robert Kubica.

Kaum Zeit zum Durchatmen

Er beschreibt die Tücken des Marina Bay Street Circuit: "Der Straßenbelag ist sehr wellig und uneben, du musst die ganze Zeit mit dem Auto kämpfen, um es auf Kurs zu halten. Eine Kurve reiht sich an die nächste. Nur auf der Start-Ziel-Geraden bleiben uns ein paar wenige Sekunden, um einmal kurz durchzuatmen."

Der Pole gilt als ausgemachter Straßenkurs-Spezialist und trumpfte mit seinem gelben Renner schon im Mai in Monaco auf, als er auf Platz drei fuhr.

"Ich denke, wir sollten mit Prognosen vorsichtig sein, denn uns wird nichts geschenkt", dämpft Kubica die Erwartungen: "Klar kommt Singapur dem Grand-Prix-Kurs von Monte Carlo sehr nahe - aber seitdem sind vier Monate vergangen."

Ungewohnter Rhythmus

In Singapur werden Kubica und seine Rivalen nicht nur mit ihren Boliden, sondern auch mit dem tropischen Klima zu kämpfen haben. Hohe Temparaturen und Luftfeuchtigkeit lassen die Fahrer extrem viel Flüssigkeit verlieren, zudem müssen sie aufgrund der späten Startzeit nach einem ganz anderen Rhythmus leben.

"Wir arbeiten bis spät in die Nacht und schlafen bis nachmittags", erklärt Kubica.

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Sein Teamkollege Witali Petrow freut sich auf seine Singapur-Premiere: "Ich mag Strecken, die höchste Konzentration verlangen und keine Fehler verzeihen. Außerdem kommen Stadtkurse dem R30 entgegen", so der Russe, der nach wie vor um sein Cockpit für 2011 kämpft.

Neuland für den Altmeister

Als Neuling tritt auch Altmeister Michael Schumacher im südostasiatischen Stadtstaat an.

"Ich habe mich schon immer sehr auf neue Strecken gefreut, und Singapur wird in dieser Hinsicht sicher besonders spannend werden", sagt der Mercedes-Pilot: "Es ist ein neues Rennen für mich, ein Stadtrennen und ein Nachtrennen - es gibt also gleich drei Gründe, darauf gespannt zu sein."

Nachbesserungen an der Strecke

Vor der dritten Ausrichtung des Rennens haben die Veranstalter noch einmal an der Strecke nachgebessert.

Nach Beschwerden der Fahrer in den letzten Jahren über die vielen Bodenwellen wurde der Belag geglättet, zudem hat man die Schikane "Singapore Sling" in Kurve zehn entschärft.

Favorisiert sind auf engen Kurs die Red-Bull-Renner der WM-Rivalen Sebastian Vettel und Mark Webber.

Doch auch die Konkurrenz von McLaren mit Jenson Button und Lewis Hamilton sowie Fernando Alonso im Ferrari werden alles daran setzen, ihre Chancen auf den Titelgewinn am Leben zu erhalten.

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