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Sebastian Vettel liegt in der WM mit 163 Punkten auf Platz fünf © getty

Starker Start ins Renn-Wochenende in Singapur: Red-Bull-Star Sebastian Vettel lässt die Konkurrenz im Training weit hinter sich.

Singapur - Sebastian Vettel ist im glitzernden Lichtermeer von Singapur ein glänzender Start gelungen.

Der Red-Bull-Pilot dominierte das Freie Training zum Großen Preis von Singapur (Qualifying, Sa. ab 15.45 Uhr im LIVE-TICKER) ungewohnt deutlich und verwies seinen in der WM-Gesamtwertung führenden Teamkollegen Mark Webber mit mehr als sechs Zehntelsekunden Vorsprung auf den zweiten Platz. (SERVICE: Das Trainingsergebnis)

"Das Auto liegt ganz gut, ich fühle mich wohl, die Strecke macht Spaß. Bis jetzt ist alles okay, ich bin guter Dinge", meinte Vettel in seinem positiven Fazit des ersten Tages.

"Der letzte der Jäger"

Noch größer als zu Webber war der Abstand zu den übrigen Titelkandidaten.

Jenson Button, Fernando Alonso und Lewis Hamilton hatten auf den Plätzen drei, vier und fünf schon mehr als eine Sekunden Rückstand auf Vettel, der sich vor dem 15. von 19 WM-Läufen angesichts seines fünften Platzes in der Gesamtwertung etwas kokettierend als Außenseiter im Titelrennen bezeichnet hatte.

"Ich bin der letzte der Jäger, daher bin ich der Außenseiter", sagte Vettel, der mit 163 Punkten 24 Zähler Rückstand auf Webber (187) hat. Die beiden McLaren-Piloten Hamilton (182) und Button (165) sowie der drittplatzierte Alonso (166) liegen noch zwischen den beiden.

[kaltura id="0_2avpey0p" class="full_size" title="Eine Runde in Singapur mit Vettel"]

Wetter als wichtiger Faktor

Dass er gegenüber den Konkurrenten aufholen muss, ändert für Vettel nach eigener Aussage "nichts an meiner Herangehensweise". Er versuche, sich auf sich selbst zu konzentrieren und in jedem Rennen das Optimum herauszuholen, erklärte der 23-Jährige.

So wie zuletzt mit Platz vier in Monza. "Wenn das Auto gut genug ist für Platz vier, dann muss man halt Vierter werden. Wenn es gut genug ist für einen Sieg, dann will man gewinnen", sagte Vettel, der sich seinen Druck komplett selbst macht: "Ich weiß, wofür ich hier bin. Ich will Rennen gewinnen und Weltmeister werden. Ich muss mein Zeug erledigen."

Als wichtigen Faktor beurteilte der Red-Bull-Pilot mögliche Wetter-Tücken. "Es dauert unheimlich lange, bis die Strecke abtrocknet", sagte er: "Das Wetter kann eine riesen Rolle spielen."

Schumi: Es macht Spaß

Zweitbester der erstmals in der Formel-1-Geschichte sieben deutschen Fahrer war am Freitag Mercedes-Pilot Nico Rosberg auf Rang acht.

Teamkollege Michael Schumacher, der erstmals in seiner langen Karriere in Singapur und vor allem unter Flutlicht fuhr, landete auf Position zehn und war mit insgesamt 55 gefahrenen Runden auf dem ihm zuvor unbekannten Stadtkurs der fleißigste Fahrer. "Es war interessant", sagte Schumacher nach seinem ersten Nachteinsatz: "Ich hatte es mir fast schlimmer vorgestellt, aber die Strecke ist so gut beleuchtet, dass man sich sehr wohl fühlt. Es macht Spaß."

Schlusslicht Glock

Williams-Pilot Nico Hülkenberg fuhr auf Platz elf, Nick Heidfeld schloss bei seinem Comeback bei Sauber seinen ersten Trainingstag als 13. ab und war in dem ihm zuvor unbekannten Auto nur um den Wimpernschlag von 12 Hundertstelsekunden langsamer als sein Teamkollege Kamui Kobayashi.

Für Adrian Sutil reichte es im Force-India-Mercedes nach einem Aufhängungsbruch durch einen Fahrfehler lediglich zu Platz 16. Deutsches Schlusslicht war Timo Glock im Virgin auf Platz 20.

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