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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Fernando Alonso liegt in der WM mit 166 Punkten auf Platz drei © getty

Sebastian Vettel verfehlt im Singapur-Qualifying haarscharf den ersten Startplatz. Fernando Alonso ist der Nutznießer.

Singapur - Sebastian Vettel hat um die Winzigkeit von 67 Tausendstelsekunden die Pole-Position für den Großen Preis von Singapur verpasst, steht allerdings neben Ferrari-Pilot Fernando Alonso in der ersten Startreihe. (DATENCENTER: Das Quali-Ergebnis)

Damit hat der Red-Bull-Fahrer beim Nachtrennen am Sonntag (So., ab 13.45 Uhr im LIVE-TICKER) aber dennoch gute Chancen auf den Sieg und wichtige Punkte im WM-Rennen. Seine übrigen Titelrivalen, die beiden McLaren-Piloten Lewis Hamilton und Jenson Button sowie sein in der WM-Wertung führender Teamkollege Mark Webber, folgen auf den Plätzen drei, vier und fünf. (291671Die Bilder des Qualifyings)

Ein leichter Mauerkontakt in seiner letzten Qualifikations-Runde kostete Vettel letztlich seine mögliche achte Pole-Position in dieser Saison und eine noch bessere Ausgangsposition.

Vettel optimistisch

"Es ging heute ziemlich rauf und runter. Ich bin nie richtig in den Rhythmus gekommen so wie im Training. Unser Auto war heute mehr als gut für die Pole, leider habe ich es nicht zusammenbekommen", sagte Vettel: "Dennoch haben wir ein schnelles Auto für das Rennen und können gewinnen." (DATENCENTER: WM-Stand)

[kaltura id="0_2avpey0p" class="full_size" title="Eine Runde mit Vettel in Singapur"]

In seiner ersten Runde im entscheidenden Qualifikationsdurchgang hatte der 23-Jährige "den Abstand nach vorne nicht richtig eingeschätzt". Daher war er zu schnell auf Rekordweltmeister Michael Schumacher im Mercedes aufgelaufen, der es erstmals nach sieben Rennen wieder in die letzte Runde geschafft hatte.

"Im letzten Durchgang hatten wir zwei Anläufe", schilderte der Heppenheimer die entscheidende Phase im Kampf um Platz eins: "Der erste ging voll in die Hose. Im zweiten Anlauf hatte ich im zweiten Sektor einen Patzer drin und auch die Wand leicht touchiert. Da habe ich zuviel verloren. Es hat einfach nicht so richtig sein sollen."

Alonso: 100 Prozent herausgeholt

Nutznießer von Vettels Schwierigkeiten war Alonso, der nach Monza zum zweiten Mal in Folge auf die Pole Position fuhr und zum 20. Mal in seiner Karriere auf dem ersten Startplatz steht. Erst zum dritten Mal in diesem Jahr steht damit kein Red Bull auf der Pole Position, außer Alonso hatte das nur Hamilton in Montreal geschafft.

"Wir haben heute 100 Prozent aus dem Auto geholt", sagte der Spanier, der 2008 schon einmal in Singapur gewonnen hatte - nachdem sein Teamkollege Nelson Piquet auf Anweisung des damaligen Teamchefs Flavio Briatore durch einen absichtlichen Unfall eine Safety-Car-Phase provoziert hatte.

"Vor uns liegt ein hartes Rennen" meinte der Pilot aus Oviedo. Wegen des drohenden Regens gehe es "in gewisser Weise darum, dieses Rennen unbeschadet zu überstehen. Das Auto auf die Pole-Position zu stellen, ist daher das Beste, was du tun kannst."

Den Sieg nahm sich der derzeitige WM-Dritte nicht vor: "Unser Hauptziel ist am Sonntag auf das Podium zu fahren. Mark (Webber) und Lewis (Hamilton) führen aktuell in der Gesamtwertung, also wollen wir vor ihnen die Zielflagge sehen."

Webber liegt zurück

Hamilton, der sich über eine deutliche Verbesserung gegenüber Monza und den Platz auf der vermeintliche sauberen Seite der Startaufstellung freute, hatte 2009 das spektakuläre Stadtrennen gewonnen. Nach Problemen im Training war er mit seinem dritten Startplatz zufrieden.

"Es war kein schlechtes Qualifying", sagte Hamilton nach der Zeitenjagd: "Ich kann mich nicht beschweren, wir haben für morgen eine gute Ausgangsposition." Der Engländer rechnet wegen möglichen Regens mit einem strapaziösen Rennen: " Ich bin mir sicher, dass es extrem schwierig wird, vor allem wenn es regnet. Wenn es nass ist, wartet ein hartes Stück Arbeit auf uns."

Gut für Vettel war, dass der ziemlich frustrierte Webber drei Plätze hinter ihm steht. "Ich finde einfach keinen Rhythmus hier und weiß, dass es einige Stellen gibt, wo ich Zeit verliere", klagte der WM-Lader: "Ich war einfach nicht schnell genug, ganz einfach."

Mercedes auf der sauberen Seite

Ein ordentliches Resultat verzeichneten unterdessen die Silberpfeile. Nico Rosberg landete auf dem siebten Rang, Schumacher belegte letztlich Position neun.

"Unsere Autos starten beide auf der sauberen Seite der Startaufstellung, was helfen kann, gleich zu Beginn Plätze gut zu machen", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug. Besser platziert als bei seiner Nacht-Premiere in Singapur war Schumacher in der Startaufstellung zuletzt als Fünfter Ende Mai in der Türkei.

Sutil bestraft

Nick Heidfeld kam bei seinem Comeback bei Sauber auf Startplatz 14 unmittelbar vor Force-India-Pilot Adrian Sutil. Für den war es bereits der zweite Dämpfer in Singapur, nachdem er am Freitag nach dem freien Training eine Geldstrafe von 10.000 Dollar (7450 Euro) erhalten hatte, weil er trotz eines Aufhängungsbruches vergeblich versucht hatte, die Box zu erreichen.

Nico Hülkenberg geht in seinem Williams von Position 17 ins Rennen, nachdem er wegen eines vorzeitigen Getriebewechsels fünf Startplätze zurückgesetzt wurde.

Timo Glock landete in seinem Virgin auf Rang 18 und war damit schnellster Fahrer in einem Auto der drei neuen Teams.

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