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Die Top drei: Fernando Alonso (M.), Sebastian Vettel (l.) und Lewis Hamilton © getty

Sebastian Vettel hadert mit dem "chaotischen Qualifying". Alonso freut sich über "einhundert Prozent". Die Stimmen zur Quali.

München/Singapur - Es war mehr drin.

Sebastian Vettel ist nach dem Qualifying zum großen Preis von Singapur (So., 13.45 Uhr im LIVE-TICKER) nicht ganz zufrieden.

Genauso wie Red-Bull-Kollege Mark Webber beklagte Vettel, nie seinen Rhytmus gefunden zu haben (DATENCENTER: Die Startaufstellung).

Bei Ferrari dagegen herrschte Riesenfreude über Fernando Alonsos Pole Position. Der Spanier hat "allerdings nicht das vollkommene Vertrauen in das Auto"

Getrübt wurde die Freude bei Ferrari ein wenig durch den Ausfall von Felippe Massa, der das Rennen vom letzten Startplatz beginnen muss.

SPORT1 hat die Reaktionen gesammelt:

Fernando Alonso (Ferrari), Startplatz 1

"Die Strecke hat sich seit dem Freien Training wesentlich verbessert. In der Qualifikation hatte ich allerdings nicht das vollkommene Vertrauen in das Auto, was einige Kurven anbelangt. In Q1 und Q2 konnten wir allerdings etwas Selbstvertrauen aufbauen und in der dritten Teilsession lief es schließlich prima.

Meine beiden Reifensätze waren klasse und ich konnte ähnliche Rundenzeiten damit erreichen. Noch habe ich das Auto zwar nicht ganz dort, wo ich es haben will, aber mit meiner schnellsten Runde war ich doch recht zufrieden.

Ich wusste nicht, ob es ausreichen würde, um die Pole-Position, Startplatz zwei oder Rang vier zu erzielen. Wir konnten jedenfalls einhundert Prozent aus dem Auto herausholen und das war unser Hauptziel für den Samstag."

Sebastian Vettel (Red Bull), 2

"Für uns war es ein etwas chaotisches Qualifying. Ich habe keinen Rhythmus gefunden.

In Q3 habe ich den Abstand zum Auto vor mir falsch eingeschätzt und nach vier, fünf Kurven klebte ich schon am Heck von Michael Schumacher. Deshalb war der erste Versuch verloren. Dann war ich gut unterwegs, habe aber in Sektor zwei am Kurvenausgang leicht die Mauer berührt und viel Zeit verloren. Ich konnte zwar weiterfahren, aber es war nicht genug. Im letzten Sektor konnte ich nicht zuviel riskieren, da ich noch keine vernünftige Runde gefahren bin.

Wir hatten das Auto um die Pole-Position zu erobern. Leider habe ich es nicht hinbekommen. Aber wir haben ein schnelles Auto und sind in einer starken Position. Wenn man sich die übrigen Rennen ansieht, ist Platz zwei nicht schlecht. Alles ist möglich.

Lewis Hamilton (McLaren), 3

"Es war kein schlechtes Qualifying und eine Steigerung im Vergleich zu Monza. Ich glaube, wir hätten noch ein bisschen was im Auto gehabt, aber die Bedingungen waren schwierig und es war nicht einfach, eine freie Runde hinzubekommen.

Ich kann mich aber nicht beschweren, denn ich stehe auf der sauberen Seite der Startaufstellung und ich denke, wir haben für morgen eine gute Ausgangsposition. Ich bin mir sicher, dass es extrem schwierig wird, vor allem wenn es regnet. Heute ist die Strecke ja auch schon sehr langsam abgetrocknet.

Das wird auch morgen dauern, wenn es heute Nacht regnen sollte oder morgen vor dem Rennen. Wenn es den ganzen Tag nicht regnet, ist es kein Problem, aber wenn es nass ist, dann wartet ein hartes Stück Arbeit auf uns."

Jenson Button (McLaren), 4

"Q3 war wirklich hart: Ich habe alles versucht, weil ich zuerst aus der Boxengasse gekommen bin und wir sicherstellen wollten, dass wir zwei Runden hinbekommen. In der ersten Runde habe ich allerdings die Reifen beschädigt, danach war es ein Kampf. Im zweiten Umlauf hatten meine Reifen im ersten Sektor nicht die richtige Temperatur. Aber die vierte Platz ist nicht schlecht. Wir sind näher an Red Bull dran, als wir gedacht haben. Ferrari sieht schnell aus, aber ich bin zufrieden - viel zufriedener als letztes Jahr."

Mark Webber (Red Bull), 5

"Ich wusste, es wird schwer, in die erste Startreihe zu fahren. Dass ich es allerdings nicht in die zweite Reihe geschafft habe, enttäuscht mich. Es hätte schlechter laufen können, aber mit Sicherheit auch besser. Auf der Strecke hatte ich Probleme meinen Rhytmus zu finden; es gibt ein paar Stellen, wo mir in allen Runden die Schnelligkeit gefehlt hat. Ferrari war heute stark - Alonso hat sich die Pole verdient, und Sebastian war schon das ganze Wochenende schnell. Wir werden sehen, was morgen passiert."

Michael Schumacher (Mercedes), 9

"Es war unser Ziel in die dritte Qualifikationsrunde zu kommen. Da wir das erreicht haben, bin ich einigermaßen zufrieden mit unserer Vorstellung. Wir haben verschiedene Setups ausprobiert, was sich an einigen Punkten ausgezahlt hat, an anderen aber auch nicht.

Die Strecke bei Nacht zu fahren, war wirklich ein tolles Erlebnis. Es ist schon ein Unterschied im Scheinwerferlicht zu fahren, aber es beeinträchtigt die Performance nicht. Platz neun bedeutet, dass ich auf der sauberen Seite starte. Es muss also das Ziel sein, am Start einige Positionen gutzumachen."

Nick Heidfeld (Sauber), 15

"Ich bin nicht ganz zufrieden. Ich habe auf mehr gehofft und denke, dass ich nicht alles aus dem Auto herausgeholt habe. Aber das war vielleicht auch nicht realistisch, wenn man bedenkt, dass ich das Auto und die aktuellen Reifen hier gestern zum allerersten Mal gefahren bin.

Es gibt viel zu lernen, und ich denke, davon werden wir schnell profitieren. Für das Rennen bin ich nicht allzu pessimistisch, weil das Auto unter Rennbedingungen im freien Training recht gut war. Wir werden sehen, was wir morgen herausholen können."

Adrian Sutil (Force India), 16

"Für uns war es alles in allem eine sehr frustrierende Einheit. Der erste Abschnitt war in Ordnung, ich war auf den harten Reifen auf der Strecke und war in der Lage, in die Top 10 zu kommen. Aber als wir im zweiten Qualifying-Teil auf die weichen Reifen wechselten, konnten wir keine großartige Verbesserung feststellen."

Timo Glock (Virgin), 18

"Ich bin glücklich über unsere heutige Vorstellung. Es war nicht einfach, das Auto zu fahren, aber ich habe alles rausgeholt, was möglich war. Wir sind die weichen Reifen ein wenig zu hart gefahren, vor allem an der Hinterseite des Wagens, ansonsten hätten wir vielleicht noch ein bis zwei Zehntel schneller sein können. Ich freue mich auf das Rennen. Die Strecke liegt mir, vor allem wenn es trocken ist."

Felipe Massa (Ferrari), 24

"Ich bin sehr enttäuscht, wie Fernando bewiesen hat, hatten wir heute ein sehr gutes Auto. Ich mag die Strecke, aber sie scheint mir kein Glück zu bringen."

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