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Fernando Alonso (l.) gewann 2008 bereits das erste Rennen in Singapur © getty

Der Ferrari-Pilot hält den Deutschen in Singapur in Schach - und überholt Hamilton, der nach einem Crash mit Webber abfliegt.

Singapur - Sebastian Vettel hat in der Nacht von Singapur das heiße Duell gegen Fernando Alonso knapp verloren, in der WM-Gesamtwertung aber wieder ein bisschen Boden auf seinen führenden Teamkollegen Mark Webber gutgemacht.

Während der Red-Bull-Pilot auf dem engen Stadtkurs keinen Weg vorbei an Alonsos Ferrari fand, boxte sich Lewis Hamilton beim Versuch, Webber zu überholen, selbst von der Strecke ? und war nach der zweiten Nullnummer in Folge restlos bedient war (Das Renn-Ergebnis).

Bei noch vier ausstehenden Rennen ist jetzt Alonso mit 191 Punkten neuer Zweiter hinter Webber (202). Hinter McLaren-Pilot Hamilton (182) ist Vettel mit 181 Punkten Vierter, den Rückstand auf Webber verringerte er um weitere drei auf 21 Punkte.

Vier Zähler hinter Vettel liegt jetzt Titelverteidiger Jenson Button (177), der im zweiten McLaren-Mercedes in Singapur auf Rang vier ins Ziel kam (DATENCENTER: WM-Stand).

Schumacher kollidiert mit Heidfeld

Vettel hatte am Start vergeblich versucht, Alonso auf dem Weg zur ersten Kurve zu überholen. Die Hoffnung, ihn beim Boxenstopp zu passieren, platzte auch, als die beiden Rivalen zeitgleich abgefertigt wurden, ohne dass sich an der Reihenfolge etwas änderte (291932DIASHOW: Die Bilder des Rennens).

Für den zweimaligen Weltmeister Alonso war es der vierte Sieg in dieser Saison und Nummer 25 in seiner Karriere.

Mercedes-Pilot Nico Rosberg landete als bester Nicht-WM-Kandidat auf einem guten fünften Platz, Teamkollege Michael Schumacher dagegen verpasste nach einem Dreher und einer Kollision mit dem Sauber von Rückkehrer Nick Heidfeld mit einer Runde Rückstand als 13. deutlich die Punkteränge.

Im Gegensatz zu Nico Hülkenberg und Adrian Sutil, die auf die Positionen acht und zehn fuhren. Sutil war ursprünglich Achter, kassierte aber eine nachträgliche 20 Sekunden-Strafe, weil er in der ersten Runde eine Schikane ausließ. Sutils Team Force India legte Protest dagegen ein.

Ausgeschieden ist neben Heidfeld, der sein erstes Rennen seit 11 Monaten fuhr, auch Virgin-Pilot Timo Glock.

Webber pokert mit dem Boxen-Stopp

Beim Start schaffte es Vettel, der am Samstag die Pole-Position nach einem kleinen Mauerkontakt um den Wimpernschlag von 67 Tausendstelsekunden verpasst hatte, nicht, an Alonso vorbeizufahren.

Er kam zwar etwas besser weg, doch der Spanier blockte den Red-Bull-Renault geschickt ab und behauptete Platz eins. Hinter Vettel blieben Hamilton, Button und Webber auf den Plätzen drei, vier und fünf.

[kaltura id="0_2avpey0p" class="full_size" title="Eine Runde mit Vettel in Singapur"]

Schon nach drei Runde musste das Safety-Car ausrücken, weil der Force-India-Mercedes von Vitantonio Liuzzi auf der Strecke liegengeblieben war. Webber setzte auf Risiko, fuhr als einziger der Spitzenpiloten zum Reifenwechsel an die Box und reihte sich auf Rang elf wieder ein.

Fehlerloser Stopp

An der Spitze setzten sich Alonso und Vettel mit abwechselnd schnellsten Rennrunden deutlich von den beiden McLaren ab, wobei Vettel zunächst rund drei Sekunden Abstand zum Ferrari ließ. Zur Mitte des Rennens wurde Vettel dann schneller und verkürzte den Rückstand bis auf 1,8 Sekunden.

Aber auch als Alonso dann in Runde 29 zum Reifenwechsel in die Boxengasse abbog, folgte Vettel ihm im Windschatten. Da die Ferrari-Crew keinen Fehler machte - und Vettel etwas Zeit verlor, als er im zweiten Gang startete - blieb Alonso vor dem Red-Bull-Piloten an der Spitze.

Ihren großen Vorsprung büßten die beiden aber ein, als in Runde 32 erneut das Safety-Car ausrücken musste, nachdem Kobayashi gegen eine Leitplanke und dann Bruno Senna in dessen Auto geprallt war.

Dadurch hatte Vettel bei der Freigabe des Rennens Webber mit wenigen Sekunden Abstand als Dritten hinter sich, hinter den Hamilton und Button durch ihre Boxenstopps zurückgefallen waren.

Mit brennendem Auto über die Ziellinie

Noch in der ersten wieder freigegebenen Runde versuchte Hamilton im Zuge einer Überrundung, Webber zu überholen und berührte dabei Webbers rechtes Vorderrad mit seinem Heck.

Während der Australier weiterfahren konnte, rollte Hamilton aus und warf vor Wut sein Lenkrad weg. Für den Briten war es der zweite Ausfall in Folge nach Monza.

Vettel blieb von den Turbulenzen hinter ihm unbeeindruckt und machte Druck auf Alonso. Der Abstand zwischen den beiden Führenden bewegte sich jetzt nur noch im Bereich von einer Sekunde. Allerdings erlaubte sich der Spanier bis ins Ziel keinen Fehler mehr und brachte den Sieg nach Hause.

Kurz vor Ende des Rennens gab es noch ein Kuriosum, als der überrundete Heikki Kovalainen mit seinem Lotus trotz eines Motorenbrands noch über die Ziellinie trottete, um noch gewertet zu werden - und das Feuer an seinem Wagen dann selbst löschte.

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