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Sebastian Vettel liegt in der WM mit 181 Punkten auf dem dritten Platz © getty

Sebastian Vettel setzt sich im Suzuka-Training gegen Teamkollege Mark Webber durch - der Rest ist weit zurück. Hamilton crasht.

Suzuka - Sebastian Vettel hat auf Anhieb den richtigen Rhythmus in Suzuka gefunden und ist im Freien Training zum Japan-Grand-Prix (Qualifying, Sa., ab 6.45 Uhr im LIVE-TICKER) seinen Rivalen der Rennbahn förmlich davongeflogen (SERVICE: Das Trainingsergebnis).

Um fast vier Zehntelsekunden war Vettel im offenbar wieder überlegenen Red-Bull-Renault schneller als sein in der WM-Wertung führender Teamkollege Mark Webber. Die drei übrigen WM-Aspiranten lagen noch viel deutlicher zurück. (296767Die Bilder des Trainings)

"Ich wusste, dass wir hier stark sein werden", sagte der zufriedene und entspannte Vettel, der bereits im vorigen Jahr den Japan-GP in überlegener Manier gewonnen hatte: "Bei den ganzen Kurven hier ist es wichtig, dass man in den Rhythmus kommt. Das hat heute gepasst."

Perfektes Revier

Vettel hat auch keine Angst vor dem für die Qualifikation vorhergesagten Regen: "In der Regel sind die Autos, die im Trockenen schnell sind, auch im Nassen gut. Man schraubt dann einfach Regenreifen drauf."

Die vielen schnellen Kurven in Suzuka sind das perfekte Revier für Vettels Boliden, der seine aerodynamischen Vorteile perfekt ausspielen kann. Ferrari-Pilot Fernando Alonso, der zuletzt in Monza und Singapur gewann, lag als Vierter fast eine Sekunde, Titelverteidiger Jenson Button im McLaren-Mercedes als Sechster sogar über eine Sekunde hinter Vettel.

Hamiltons Pleitenserie

Für Buttons Teamkollegen Lewis Hamilton setzte sich unterdessen die Pleitenserie fort.

[kaltura id="0_1ms2tzlr" class="full_size" title="Eine Runde in Suzuka"]

Nach zuletzt zwei Ausfällen krachte der Brite am Vormittag nach einem Fahrfehler gegen eine Begrenzungsmauer. Hamilton verlor dadurch mehr als zwei der insgesamt drei Stunden Trainingszeit und kam am Ende nur auf Position 13.

"Ich bin rausgeflogen und habe das Auto beschädigt. Vielleicht habe ich zu früh zu viel Druck gemacht", sagte der Brite: "Andere Leute haben größere Fehler gemacht als ich und sind davongekommen. Aber so ist das Leben."

Die fehlende Trainingszeit - erst acht Minuten vor Ende der Nachmittagssitzung hatte sein Team den McLaren wieder flott bekommen - fehlt Hamilton natürlich. "Auf dieser Strecke braucht man unheimlich viele Runden", sagte er, und Vettel pflichtete ihm bei: "Wenn man steht, dann kommt man aus dem Rhythmus."

Alonso hat Hoffnung

In der Gesamtwertung liegt Vettel vor den letzten vier Rennen des Jahres als Vierter mit 181 Punkten 21 Zähler hinter Webber (202). (28421DIASHOW: Knappste WM-Entscheidungen)

Vor ihm liegen noch Alonso (191) und Hamilton (182), ein bisschen hinter ihm Button (177), der über eine schlechte Balance berichtete und einräumen musste: "Wir sind ein gutes Stück von Red Bull entfernt."

Alonso hat noch Hoffnung. "Theoretisch sehen die Red Bull hier unschlagbar aus, aber das war außer in Monza überall so", sagte der Spanier: "Ich habe keine perfekte Runde zusammenbekommen und daher noch Raum für Verbesserungen." (POWER-RANKING: Gefahr durch Alonsos Mission)

Schumi hat Spaß

Zweitbester der sieben deutschen Fahrer war Rekordweltmeister Michael Schumacher im Mercedes als Achter. Der 41-Jährige fuhr erstmals nach vier Jahren wieder in Suzuka, wo er insgesamt sechs Siege feierte und zwei seiner sieben Titel perfekt machte.

"Es ist ein tolles Gefühl, wieder auf dieser Strecke zu fahren. Es macht wirklich Spaß und ist eine großartige Herausforderung", sagte Schumacher, den Mercedes-Sportchef Norbert Haug erneut gegen alle Kritiker in Schutz nahm. "Er ist so gut wie immer, vielleicht besser", sagte Haug: "Es ist eine positive Abgeklärtheit, dass er sich nicht provozieren lässt. Er steht über den Dingen."

Deutscher Viererpack

Schumacher führte einen deutschen Viererpack an.

Direkt hinter ihm landeten Adrian Sutil im Force-India-Mercedes, Williams-Pilot Nico Hülkenberg und sein Mercedes-Kollege Nico Rosberg auf den Plätzen neun bis elf. Nick Heidfeld im Sauber-Ferrari wurde 15., deutsches Schlusslicht war Timo Glock im Virgin auf Platz 22.

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