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Sebastian Vettel holte in seinem 59. Formel-1-Rennen den achten Sieg © getty

Die internationalen Medien ziehen den Hut vor dem Deutschen - und sehen Hamiltons Chancen zerschlagen. Die Pressestimmen.

München - Sebastian Vettel hat für eine pannenreiche Saison viel Prügel in den Medien bezogen.

Da dürfte er wohlwollend registrieren, dass die internationale Presse nach seinem Sieg in Suzuka kollektiv den Hut zieht: "Überwältigend" und "tadellos" lauten die Befunde.

Voll Bitternis sind dagegen die Befunde über Lewis Hamilton, dessen Titelchancen die meisten Medien ? speziell in der englischen Heimat ? zerschlagen sehen (DATENCENTER: WM-Stand Fahrer).

Britanniens Gazetten sehen einen Dreikampf zwischen Vettel, Mark Webber und Fernando Alonso ? der dafür gelobt wird, dass er auf Platz drei Schadensbegrenzung betrieb 297593(DIASHOW: Bilder des Rennens).

SPORT1 hat die internationalen Pressestimmen zusammengestellt.

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: "Red Bull ist überwältigend, doch Alonso bleibt im Rennen. Vettel ist unbesiegbar auf einer der schwierigsten Strecken überhaupt. Sein Talent verbindet sich mit den exzellenten Leistungen von Red Bull. Vettel wollte wieder ins Titelrennen zurückkehren, und er hat es auf überwältigende Art und Weise geschafft. Er kann auf ein Team zurückgreifen, das ihn stark unterstützt. Er hätte allerbeste Chancen auf den Titel, wenn vor ihm nicht ein Pilot wäre, der dasselbe Auto fährt."

Corriere dello Sport: "Vettel siegt wieder und kehrt ins Rennen um den WM-Titel zurück. Das ganze Red Bull-Team, angefangen bei Dietrich Mateschitz, ist verrückt nach dem jungen Deutschen, dem geklonten Michael Schumacher. Das Gentleman's Agreement zwischen den Red-Bull-Piloten zeigt positive Auswirkungen. Alonso kämpft weiter um den Titel."

Tuttosport: "Red Bull feiert einen Doppelsieg. Vettel ist wieder im Rennen um den WM-Titel und hat bessere Erfolgschancen als Webber. Red Bull wird die interne Rivalität meistern müssen, was alles andere als einfach sein wird. Alonsos Leistung ist nicht auf dem Niveau von Monza und Singapur, er beweist aber Reife und Weisheit."

Corriere della Sera: "Die Neuigkeit im Hause Red Bull ist, dass die beiden Piloten nicht gegeneinander kämpfen. Vettel beherrscht die Rennbahn der Meister in Japan mit der Natürlichkeit seiner besten Tage."

Repubblica: "In sieben Stunden hat Vettel seine Ausgangsposition geändert. Pole-Position und Sieg am selben Tag, das ist eine Sache für Phänomene. Er zeigt sein ganzes Talent, wie in Japan 2004. Das ist eine Rennbahn, die ihm liegt, wie er bereits im vergangenen Jahr bewiesen hat. Vettel siegt nach drei Monaten voller Pleiten und Pannen. Er ist tadellos vom ersten bis zum letzten Kilometer."

ENGLAND

The Sun: "Hamilton Horror. Die Titelhoffnungen von Lewis Hamilton und Jenson Button liegen nach dem Schock von Japan zerfetzt am Boden. Hamilton gab bereits zu, dass er nach dem schlimmsten Formel-1-Wochenende seiner Karriere jedes der verbliebenen drei Rennen gewinnen und darauf hoffen muss, dass seine Rivalen nicht ins Ziel kommen."

The Times: "Der Schmerz war ähnlich quälend wie das taube Ohr, das ihn das ganze Wochenende über begleitet hatte: Lewis Hamilton wollte einfach nur, dass es vorbei ist. Der Doppelsieg von Red Bull hat die Ansprüche von McLaren auf den Titel quasi beendet. Viele im Lager von McLaren setzten zwar noch ein tapferes Lächeln auf, aber jeder wusste, dass es eigentlich vorbei ist."

Daily Mail: "Am Ende der Straße angekommen? Die Titelhoffnungen von Hamilton und Button werden von Red Bull weggeblasen."

Daily Telegraph: "Lewis Hamilton und Jenson Button verlieren an Boden. Ein erbärmliches Wochenende endete für McLarens "Dream Team" mit dem Ergebnis, dass beide ihre Titelchancen nicht mehr selbst in den Händen haben."

Daily Mirror: "Die Blase ist geplatzt! Lewis Hamilton hat wegen seiner Ohrenschmerzen vielleicht schon vorher geahnt, was für ein Berg an Problemen ihn an jenem höllischen Wochenende erwarten würde."

Guardian: "Man kann mit Sicherheit behaupten, dass nur noch drei Fahrer im Titelrennen sind: Webber, Vettel und Alonso. Red Bull ist das Team der Stunde, aber Webber wird nervös über seine Schulter blicken. Jetzt, da Vettel endlich seine Form gefunden hat."

SPANIEN

Marca: "Fernando Alonso hat erneut bewiesen, warum er gleichermaßen bewundert und gefürchtet wird. Seine Chancen auf den Titel sind intakt."

As: "Alonso kommt unbeschadet davon."

FRANKREICH

Le Parisien: "Vettel hat sein letztes Wort noch nicht gesprochen. Wie schon im Vorjahr hat Vettel eine fehlerlose Leistung hingelegt."

Le Figaro: "Es hieß, Vettel sei zu weich, zu chaotisch, zu unbeständig, aber nun ist er wieder zurück im Spiel, gleichauf mit Ferrari und nur noch 14 Punkte hinter seinem Teamkollegen Mark Webber. Red Bull hat eine ordentliche Show in Japan hingelegt."

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