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Auch das Militär wurde in Yeongam zur Unterstützung herangezogen © getty

Rund um die neue Strecke in Südkorea gibt es weiter kuriose Meldungen. Vor dem Training sorgen sich die Fahrer um ihre Teams.

Yeongam - Eine böse Falle entschärfte Sebastian Vettel am Donnerstag persönlich.

Beim Rundgang über den neuen Formel-1-Kurs in Südkorea (302097Bilder) entdeckte der deutsche Titelkandidat einen Nagel, der direkt am Streckenrand zentimeterhoch aus der Erde ragte.

Vettel buddelte ihn kurzentschlossen aus und entsorgte ihn.

Dabei hatte der deutsche Titelkandidat noch Glück.

Einige hundert Meter weiter wäre ihm eine offenbar giftige Schlange begegnet, die über die Strecke kroch.

Unterbringung ein echtes Problem

Die kuriosen Meldungen rund um das umstrittene Korea-Rennen (2. Training, Freitag, 7 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER) reißen nicht ab. Doch während die vom Aachener Spezialisten Hermann Tilke entwickelte Fahrerstrecke die Piloten bei den ersten Inspektionen fast durchweg überzeugte, wundern sich die Stars über die Unterbringung ihrer Crew.

Denn während die meisten Fahrer eine ordentliche Unterkunft bekamen, leben die Mechaniker und weiteren Teammitglieder häufig in schäbigen Stundenhotels.

Fahrer gut aufgehoben

Vettel meldete sich auf der offiziellen Pressekonferenz der fünf WM-Aspiranten extra zu Wort. "Das Einzige, was man verbessern müsste, ist die Hotel-Situation", sagte er: "Für uns Fahrer ist es ganz okay, aber nicht für die Teammitglieder."

Auch Adrian Sutil war seine gute Unterkunft fast schon unangenehm. "Beim Hotel hatte ich Glück", sagte der Force-India-Pilot: "Ich habe gehört, bei manchen sieht es anders aus." Nicht so bei Michael Schumacher.

"Mit der Unterkunft bin ich zufrieden", versicherte der Rekord-Weltmeister: "Mein Zimmer hat Meerblick, wir waren schon an Plätzen, die nicht so angenehm waren."

Lob für die Strecke

Einigkeit herrscht bei den deutschen Piloten vor dem richtungweisenden ersten Training, mit dem der neue Kurs am Freitag eingeweiht wird, über die Qualität der Strecke.

"Ich bin sehr positiv überrascht", meinte Schumacher: "Die Jungs sind sehr gut vorbereitet, die Strecke macht einen sehr guten Eindruck, eine gute Mischung aus verschiedenen Elementen."

Auch nach Vettels Ansicht waren die Zweifel im Vorfeld zumindest in dieser Hinsicht unbegründet: "Im Endeffekt wurde hier ein guter Job gemacht, fast alles ist fertig."

Fragezeichen hinter Asphalt

Die Bedenken, ob der erst vor zwei Wochen fertiggestellte Asphalt die 700-PS-Autos mit vermutlich rund 320 km/h in der Spitze überhaupt aushält, sind nach einer entsprechenden Versicherung des Architekten Tilke zumindest geringer geworden.

"Die Sorge ist schon noch da", meinte Sauber-Pilot Nick Heidfeld, der die Bedenken vieler im Vorfeld laut ausgesprochen hatte: "Aber Herr Tilke hat gesagt, dass alles halten wird. Er hat in der Hinsicht mehr Erfahrung als ich, deshalb glaube ich ihm."

Hülkenberg: "Dürfen uns nicht verrückt machen"

Ansonsten zeigt sich auch Heidfeld "positiv überrascht. Es sieht aus, als würde es Spaß machen, hier zu fahren."

Fast wortgleich fiel das Statement von Mercedes-Pilot Nico Rosberg nach einer Erkundungstour mit dem Roller aus.

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Williams-Fahrer Nico Hülkenberg stufte die Strecke als "besser als erwartet" ein: "Wenn der Asphalt hält, sollte alles gut gehen. Wir dürfen uns nicht verrückt machen. " Und Sutil bemerkte: "Es ist überall noch etwas dreckig, aber auf den ersten Blick gefällt mir die Strecke."

Verschiedene Problemzonen

Doch auch der so gelobte Kurs scheint nicht frei von Mängeln. Heidfeld monierte zum Beispiel die letzte Kurve: "Da sind rechts und links direkt Mauern. Das verstehe ich nicht ganz, vor allem, wenn man bedenkt, dass es ein neuer Kurs ist."

Rosberg sieht an dieser Stelle "weniger Probleme". Dafür bei Kurve 16, die seiner Meinung nach zu wenig Auslauf bietet: "Da müssen wir nochmal drüber diskutieren."

Ernstfall am Freitag

Alle Theorie hat am Freitag ein Ende. Endlich. "Allein vom Rumlaufen kann man nicht bewerten, wie viel Grip die Strecke hat", erklärte Heidfeld.

Sutil testete den Kurs nicht nur im Simulator, sondern auch auf der Playstation virtuell, "aber in echt ist alles dann ja doch wieder anders".

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