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Sebastian Vettel stand 2010 bislang achtmal auf der Pole-Position © getty

Sebastian Vettel ist beim Training in Südkorea nach gleich mehreren Problemen der Langsamste unter den fünf Titelkandidaten.

Yeongam - Plattfuß, Crashkurs, zu wenig Power auf der Geraden: Der Weg zum ersten WM-Titel wird für Sebastian Vettel alles andere als eine Spazierfahrt.

Ein kaputter Reifen zu Beginn der zweiten Einheit bremste den deutschen Titelkandidaten am ersten Trainingstag auf dem neuen Kurs in Südkorea (Qualifying, Samstag, 6.45 Uhr im LIVE-TICKER).

Am Ende stand ein ernüchterndes Ergebnis: Als Siebter war der Red-Bull-Pilot der langsamte aller fünf Titelkandidaten, in seiner schnellsten Runde blieb er mehr als 1,2 Sekunden über der Bestzeit seines Teamkollegen, des WM-Spitzenreiters Mark Webber (SERVICE: Das Trainingsergebnis).

"Es lief heute nicht ganz so gut. Das war ein Crashkurs im Rutschen und Driften. Und der Plattfuß am Anfang hat uns schwer getroffen", sagte der 23-Jährige Deutsche, der vor dem drittletzten Saisonrennen 14 Punkte Rückstand auf den Australier hat: "Dadurch waren Mark und ich fast nie zur gleichen Zeit auf den gleichen Reifen unterwegs."

Lange Gerade ein Problem

Ob ein Nagel, wie er ihn bei der Streckenbegehung am Donnerstag aus dem Boden zog, den "Platten" verursachte, vermochte Vettel nicht zu sagen: "Ich bin aber neben der Strecke über irgendetwas drübergefahren."

Die im Vorfeld so umstrittene Strecke 302519(Bilder) sei "nicht immer angenehm" gewesen: "Aber das soll hier ja auch keine Spazierfahrt werden."

Das Problem beider Red Bull ist die lange Gerade am Anfang. "Da haben wir schon seit Saisonbeginn unsere Schwächen. Aber wir müssen eben versuchen, es in den Kurven rauszureißen", meinte Vettel und gab sich weiter optimistisch: "Das Qualifying sollte gut laufen."

Horner schließt Teamorder aus

Webber wollte seine Bestzeit und die insgesamt überzeugende Vorstellung auf dem neuen Kurs in Yeongam nicht überbewerten.

"Wir haben heute einen guten Job gemacht. So weit, so gut", sagte der 34-Jährige: "Aber die wichtigen Tage beginnen am Samstag."

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Teamchef Christian Horner freut sich auf "einen unterhaltsamen Sonntag" und sprach sich erneut energisch gegen eine Teamorder bei Red Bull aus: "Wir geben unser Bestes, beide gleich zu behandeln. Aber wir wären dumm, wenn wir Ferrari und McLaren unterschätzen würden."

Alonso erster Webber-Verfolger

In der Tat waren es die Titelkandidaten, die mit der neuen Strecke am besten zurechtkamen, außer Vettel landeten alle in den Top 5.

Der Spanier Fernando Alonso, derzeit punktgleich mit Vettel Zweiter der WM-Wertung, war im Ferrari auch am Freitag erster Webber-Verfolger.

Keine Probleme mit der Strecke

Die McLaren-Piloten Lewis Hamilton und Jenson Button bewiesen als Dritte und Fünfte, dass sie den Kampf um den erneuten Titel noch nicht aufgegeben haben.

Der erste Trainingstag auf der erst vor zwei Wochen fertiggestellten und im Vorfeld kritisch beäugten Strecke blieb während der gesamten drei Stunden ohne nennenswerten Zwischenfall.

Schumacher zufrieden

Zweitbester der sieben deutschen Fahrer war Nico Rosberg im Mercedes als Neunter. Sauber-Pilot Nick Heidfeld belegte Rang elf, Rosbergs Teamkollege Michael Schumacher wurde Zwölfter und war zufrieden.

"Das war ein guter Tag für uns", sagte der Rekordweltmeister. "Wir waren im Rahmen dessen, was unser technisches Paket derzeit kann, recht gut unterwegs", stellte auch Sportchef Norbert Haug zufrieden fest.

Adrian Sutil im Force-India-Mercedes und Nico Hülkenberg im Williams folgten auf den Plätzen 15 und 16, deutsches Schlusslicht war abermals Timo Glock im Virgin auf Platz 21.

Fünf Fahrer mit Titelchancen

Vor dem 17. von 19 WM-Läufen am Sonntag liegt Webber in der Gesamtwertung mit 220 Punkten vor Alonso und Vettel (beide 206), Hamilton (192) und Button (189) folgen auf den Plätzen vier und fünf.

Rosberg ist Siebter (122), Schumacher (54) und Sutil (47) belegen die Plätze neun und zehn.

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