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Michael Schumacher ist mit sieben Titeln Rekord-Weltmeister © getty

Die Piloten erwarten wegen des enormen Verschleißes ein turbulentes Rennen. Schumi hat eine Spezial-Strategie. Die Stimmen.

München - Sebastian Vettel hat sich mit einem Last-Minute-Streich die Pole-Position in Südkorea gesichert.

Wie viel sie aber wirklich wert ist, ist fraglich, denn das Rennen am Sonntag (So., 7.45 Uhr im LIVE-TICKER) dürfte turbulent zugehen.

Und das nicht nur, falls es regnen sollte: Gleich mehrere Piloten und Beobachter äußerten nach dem Qualifying die Erwartung, dass der außerordentliche Reifenverschleiß auf dem frischen Asphalt 302926(DIASHOW: Bilder des Qualifyings) für ein lebhaftes Rennen sorgen wird.

"Der Asphalt an sich ist ziemlich gut", hält Bridgestone-Reifenentwickler Hirohide Hamashima fest: "Aber es liegt viel Staub auf der Strecke - und das ist wohl das Problem."

Michael Schumacher hat sich deshalb eine Spezial-Strategie für den Sonntag zurechtgelegt (DATENCENTER: Die Startaufstellung).

SPORT1 hat die Stimmen zum Qualifying zusammengefasst.

Sebastian Vettel (Red Bull), 1

"Es war wieder sehr knapp. Ich war schon im ersten Run happy mit dem Auto, aber da bekam ich es nicht ganz hin. Im zweiten Versuch begann ich die Runde gut, aber es ist hier leicht, einen Fehler zu machen. Daher habe ich etwas zu viel Raum gelassen und im zweiten Sektor Zeit verloren, aber im dritten Sektor habe ich richtig Gas gegeben. Diese Pole ist ein großer Erfolg für uns, denn gestern lief es nicht rund. Wir haben etwas ausprobiert, was nicht funktioniert hat."

Mark Webber (Red Bull), 2

"Es wäre nett gewesen die Pole zu holen, aber auch von Platz zwei aus lässt sich einiges ausrichten. Heute lief alles nach Plan, wir wussten, dass es ein enger Kampf wird. Dass ich mit neuem Motor unterwegs bin, ist keine große Sache. Es ist nur ein Motor und macht keinen riesigen Unterschied."

Fernando Alonso (Ferrari), 3

"Wir müssen morgen vor allem das Rennen beenden. Womöglich beenden alle fünf Titelkandidaten es, da können wir nicht die einzigen sein, die ausfallen. Das Auto war sehr, sehr schnell, das Qualifying lief gut und glatt. Das Gute daran ist, dass Qualifyings nicht unsere größte Stärke sind: Wir können also zuversichtlich auf das Rennen blicken."

Lewis Hamilton (McLaren), 4

"Ich glaube, ich habe mehr herausgeholt, als in dem Auto eigentlich drin gewesen wäre, ich kann mich also nicht beschweren. Ich weiß nicht, wo die anderen die halbe Sekunde Vorsprung gefunden haben. Ich glaube aber, dass wir konkurrenzfähig sind und morgen ein gutes Rennen fahren werden."

Nico Rosberg (Mercedes), 5

"Rang fünf war heute auf jeden Fall das Maximum. Deswegen bin ich da ganz zufrieden mit, ich habe sogar einen Ferrari hinter mir gelassen und auch Kubica. Mit den Reifen könnte das Rennen morgen sehr spannend werden, weil sie extrem abbauen und die Oberfläche dabei kaputt machen. Wenn das passiert, dann verliert man Sekunden pro Runde. Wenn einer das dann mehr hat als der andere, kann es zu guten Überholmanövern führen. Mein Ziel im Rennen? Podest! Da muss ein bisschen Glück dabei sein, aber von der Startposition ist das möglich."

Jenson Button (McLaren), 7

"Das Auto lief am Freitag und am Samstagmorgen sehr gut und wir waren sehr glücklich damit. Am Nachmittag konnte ich die Reifen aber nicht auf Temperatur bringen und hatte wirklich Probleme mit dem geringen Grip. Ich bin sehr enttäuscht, so weit hinten zu stehen. Am Start heißt es morgen 'Make or break', hoffentlich können wir in der ersten Runde ein paar Positionen gutmachen."

Michael Schumacher (Mercedes), 9

"Es ist auf jeden Fall die richtige Seite der Startaufstellung, denn die andere Seite ist sehr schmutzig. Die armen Kerle, die links starten müssen, werden damit ihre Mühe haben. Beide Autos stehen auf der guten Seite, weshalb ich mich auf das Rennen freue. Unser Auto haben wir speziell für das Rennen abgestimmt, weil wir glauben, dass es kein typisches Rennen sein wird. Hoffentlich haben wir richtig gepokert."

Nico Hülkenberg (Williams), 11

"Dass ich das Q3 verpasst habe, war sehr ärgerlich. Von Rang elf können wir hier morgen aber noch viel machen, gerade auch mit der Strategie bei den Reifen. Da ist es vielleicht nicht schlechter, als Elfter zu starten, weil man dann wählen kann, mit welchen Reifen man startet."

Nick Heidfeld (Sauber), 13

"Mit meiner Runde bin ich ganz zufrieden. Wir hatten am Vormittag noch ein paar Probleme mit der Abstimmung, aber wir haben das für das Qualifying gut verbessert. Wir haben es aber immer noch nicht geschafft, die Reifen auf den Punkt vorzubereiten. Ich hoffe, dass ich gleich beim Start ein paar Gegner überholen kann. Ich stehe auf der sauberen Linie, also denke ich, man kann mit einem guten Start einige Plätze gutmachen. Von Position 13 hoffe ich auf Punkte."

Adrian Sutil (Force India), 14

"Leider geht es im Moment nicht besser. Das Auto ist in Ordnung, es ist nur einfach nicht genug Grip da. Letztlich gibt es nicht genug Abtrieb, deswegen liegen wir etwas zurück. Für das morgige Rennen habe ich ein gutes Gefühl. Mit den verschiedenen Strategien, die es wohl geben wird, wird es bestimmt interessant. Die Reifen lösen sich alle recht schnell auf und niemand weiß, wie es hier über die Distanz aussehen wird."

Timo Glock (Virgin), 19

"Im Qualifying war ich mit dem Auto sehr zufrieden und habe es ausgequetscht wie eine Zitrone bis zum Schluss. Die Runde war sehr gut, aber leider hat es für Jarno (Trulli, d. Red.) nicht ganz gereicht: Das sind wieder die üblichen zwei Zehntel, die Lotus vor uns ist. Aber was ich aus dem Auto herausgeholt habe, sieht man beim Abstand zu meinem Teamkollegen. Es war ein gutes Qualifying, ich habe alles richtig gemacht und hatte eine sehr gute Runde."

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