vergrößernverkleinern
Rubens Barrichello debütierte 1993 für Jordan in der Formel 1 © imago

Der Brasilianer wirft dem Schumacher vor, ihn blockiert zu haben. Schumacher wird ermahnt, Brawn spricht von Wahrheitsverdrehung.

Yeongam - Der Ärger zwischen Michael Schumacher und dem früheren Teamkollegen Rubens Barrichello geht in die nächste Runde.

Der Brasilianer bezichtigte den Rekordweltmeister in Südkorea, ihn in der zweiten Runde des Qualifyings blockiert zu haben 302926(DIASHOW: Bilder des Qualifyings).

Sein Williams-Team legte daraufhin Protest ein, die Rennkommissare sprachen aber nur eine Verwarnung gegen Schumacher aus.

"Michael hat sich entschuldigt und gesagt, dass das Team ihn nicht angefunkt hat. Aber selbst so ein großer Fahrer wie er hat einen Rückspiegel", sagte Barrichello (DATENCENTER: Die Startaufstellung).

Brawn: "Das ist nicht wahr"

Schumacher war sich keiner Schuld bewusst. "Es entspricht meinem Selbstverständnis, dass ich den Weg freimache, wenn jemand auf einer schnellen Runde ist", sagte der siebenmalige Weltmeister: "Er war zu diesem Zeitpunkt aber vier Zehntel langsamer als bei seiner schnellsten Runde."

Barrichello behauptet, er sei zum betreffenden Zeitpunkt "eine Zehntelsekunde unter meiner Bestzeit" gewesen.

"Das ist nicht wahr", entgegnete Mercedes-Teamchef Ross Brawn und ergänzte: "Es ist traurig, wenn er so etwas behauptet." Letztendlich war der Vorfall ohnehin belanglos: Beide Rivalen erreichten nämlich die letzte Qualifikationsrunde, vor der die vorherigen Zeiten gelöscht werden.

Nur Ermahnung

Barrichello monierte dennoch, er sei nur mit Glück weitergekommen: "Ich bin traurig und möchte nicht persönlich werden. Aber wir hatten in der Vergangenheit unsere Probleme und auch jetzt manchmal noch."

Die Rennkommissare stellten zwar fest, dass der Williams-Pilot aufgehalten wurde, beließen es aber bei einer Ermahnung.

"Unabhängig von der Meinung des Teams, dass das Auto nicht auf einer schnellen Runde war, wird festgestellt, dass es die Verantwortung des Fahrers ist, herannahende Autos zu bemerken, indem die Rückspiegel, blauen Flaggen und Lichtsignale beachtet werden", hieß es in der Begründung.

Fast-Unfall in Spa

Vor knapp drei Monaten hatte Schumacher den Brasilianer bei einem Überhol-Versuch in Budapest fast in die Mauer gedrängt.

"Er wollte mich in den Himmel bringen", hatte Barrichello damals geschimpft.

Die Rennkommissare hatten den Mercedes-Piloten mit einem Abzug von zehn Startplätzen für das nächste Rennen in Spa belegt, Schumacher entschuldigte sich per SMS.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel