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Fernando Alonso feiert beim Großen Preis von Südkora Sieg Nummer 26 © getty

Der Ferrari-Pilot freut sich über die WM-Führung, bei Red Bull ist die Enttäuschung groß. Die Stimmen zum Rennen in Yeongam.

München/Yeongam - Für Ferrari war es ein perfektes Wochenende.

Fernando Alonso und Felipe Massa belegten beim Großen Preis von Südkorea die Plätze eins und drei - neben seinem 26. Grand-Prix-Erfolg durfte sich der Spanier aufgrund der Ausfälle von Sebastian Vettel und Mark Webber auch noch über die WM-Führung freuen.

Für den Sieger war es "eines der besten Rennen des Jahres" - von einer Vorentscheidung im Titelrennen wollte der zweimalige Weltmeister allerdings noch nicht sprechen.

Auch Teamkollege Massa war mit seinem dritten Platz "unter sehr schwierigen Bedingungen" hochzufrieden. (DATENCENTER: WM-Stand).

Katzenjammer herschte dagegen bei Red Bull: Webber nahm das Ausscheiden voll auf die eigene Kappe, Vettel war "natürlich enttäuscht".

SPORT1 hat die Stimmen zum Rennen.

Fernando Alonso (Ferrari), Platz 1

"Das war eines der besten Rennen des Jahres für uns. Wir sind das ganze Wochenende konkurrenzfähig gewesen - schon im Qualifying hatten wir ein gutes Auto. Im Kampf um die Weltmeisterschaft hat sich nicht großartig etwas geändert. Mit dem neuen Punktesystem kann sich in einem Rennen alles ändern. Das war natürlich schon großes Pech für Mark Webber und Sebastian Vettel. Ich glaube, der Schlüssel zum Erfolg ist, aufs Podium und konstant zu fahren. Wir werden die letzten beiden Rennen genauso konzentriert angehen wie die letzten sechs: Wir müssen aufs Podium und mindestens noch einen Sieg einfahren."

Lewis Hamilton (McLaren), 2

"Ich bin absolut zufrieden, das ist ein tolles Ergebnis. Natürlich sind ein paar kleinere Fehler passiert, aber die Bedingungen waren auch nicht einfach. Fernando ist toll gefahren. Ferrari hatte heute etwas mehr Grip, meine Hinterreifen waren zum Ende des Rennens absolut glatt - da habe ich einfach versucht, das Rennen nach Hause zu fahren und Punkte zu holen. Ich hoffe, dass wir in den nächsten beiden Rennen noch bessere Ergebnisse einfahren werden."

Felipe Massa (Ferrari), 3

"Es war ein gutes Rennen für das Team unter sehr schwierigen Bedingungen. Zum Schluss war es wirklich sehr dunkel. Trotz der Beleuchtung am Lenkrad war es schwer, etwas zu sehen. Am Anfang des Rennens hat man praktisch nichts gesehen, das war eine Katastrophe. Ich bin absolut zufrieden mit meiner Platzierung, Fernando hat einen Super-Job gemacht."

[kaltura id="0_1ms2tzlr" class="full_size" title="Eine Runde in Yeongam"]

Michael Schumacher (Mercedes), 4

"Ich bin sehr zufrieden mit dem heutigen Rennen. Ich muss mich bei meinem Team bedanken, dass mich perfekt geleitet hat. Die Zuschauer hatten beim ersten Rennen in Südkorea sicherlich viel Spaß. Es war die richtige Entscheidung, das Rennen hinter dem Safety Car starten zu lassen. Schade das Nico ausgefallen ist, sonst wäre es ein sehr gutes Wochenende für das Team gewesen."

Robert Kubica (Renault), 5

"Der fünfte Platz bedeutet Punkte für das Team und ist eine Belohnung für unsere Anstrengungen. Es war ein langes und schwieriges Rennen - und ein Rennen mit zwei Hälften. Am Anfang war es schwierig, weil ich Probleme hatte, meine Reifen auf Temperatur zu bringen. Die zweite Hälfte lief dann viel besser."

Nick Heidfeld (Sauber), 9

"Ich bin froh, dass ich gepunktet habe. Es war die richtige Entscheidung, den Start zu verschieben - zu diesem Zeitpunkt war nichts zu sehen."

Nico Hülkenberg (Williams), 10

"Wir haben heute alles richtig gemacht, aber wir hatten einfach kein Glück. Ich bin genau vor der Safety-Car-Phase reingekommen. Das hat mich ein besseres Ergebnis gekostet."

Jenson Button (McLaren), 12

"Ich hatte heute einfach nicht genug Grip. Immer wenn ich die Bremsen getreten habe, hatte ich Probleme mit blockierenden Vorderrädern. Immer wenn ich in einer Kurve gebremst habe, bin ich geradeaus weitergefahren, weil ich das Auto nicht halten konnte."

Sebastian Vettel (Red Bull), Ausfall

"Mit den Bedingungen war es eines der schwierigsten Rennen des Jahres. Im Moment bin ich natürlich enttäuscht, aber ich habe mir diesmal nichts vorzuwerfen. Da kann man nichts machen. Am Ausgang von Kurve 17 habe ich eine Zylinderreihe komplett verloren. Ich bin dann noch zwei Kurven mit vier Zylindern gefahren, aber die Power war schon weg, und es war nur eine Frage der Zeit, wann ich anhalten musste. Ich denke, ich hatte den Rest des Feldes zu jeder Zeit im Griff. Es ist natürlich bitter, weil die Punkte sehr wichtig gewesen wären. Irgendwie ist das die Story des Jahres. An unserem Plan für den beiden verbleibenden Rennen wird sich dennoch nichts ändern."

Mark Webber (Red Bull), Ausfall

"Ich bin durch die Kurven elf und zwölf gefahren und dann außen auf den Randstein gekommen. Dort habe ich das Auto verloren. Das war komplett mein Fehler. Dann habe ich Nico getroffen. Ich dachte, ich könnte das Auto noch abfangen. Das ist mein zweiter Ausfall in diesem Jahr, aber es sind ja noch zwei Rennen zu fahren. Ich denke bereits an Brasilien."

Nico Rosberg (Mercedes), Ausfall

"Ich dachte er (Webber, Anm. d. Red.) bremst und bleibt in der Mauer hängen. Dann rollte er aber immer weiter und ich habe mir die falsche Seite ausgesucht. Der Start lief sehr gut. Endlich funktioniert auch unser F-Schacht. Wir müssen uns auf der Geraden nicht verstecken. Deswegen konnte ich zum Überholen ansetzen. Es hat alles gut gepasst, das Auto fühlte sich gut an. Ich konnte den Speed der Vorderleute mitgehen. Es wäre sicher ein gutes Rennen geworden, das Podium war auf jeden Fall möglich. Es ist eine Katastrophe."

Adrian Sutil (Force India), Ausfall

"Ich hatte durchgehend Probleme mit den Bremsen. Als ich Kobayashi in die Seite gefahren bin, war es nasser als ich gedacht habe. Für mich persönlich ist es nicht so gut gelaufen, aber ich freue mich für das Team."

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