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Lewis Hamilton liegt in der aktuellen WM-Wertung mit 210 Punkten auf Platz drei © getty

Lewis Hamilton wahrt seine WM-Chancen und glaubt weiter an den Titel. Für Jenson Button dagegen ist es "ein schrecklicher Tag".

Von Olaf Mehlhose

Yeongam - Unterschiedlicher hätte der Südkorea-GP für die McLaren-Piloten nicht verlaufen können

Lewis Hamilton und Jenson Button lieferten beim Großen Preis von Südkorea zwei vollkommen unterschiedliche Rennen ab (DATENCENTER: WM-Stand Fahrer).

Hamilton wahrte mit seinem zweiten Platz in Yeongam seine WM-Chancen. Mit 21 Punkten Rückstand auf den Führenden Fernando Alonso (231) hat der Weltmeister von 2008 (210 Punkte) noch alle Chancen auf den Titel.

Hamilton: "Wir haben noch zwei Rennen und wir erwarten neue Teile von den Jungs, die einen fantastischen Job machen. Die Weltmeisterschaft ist definitiv nicht außer Reichweite - wir können es noch packen!"

Button dagegen darf die Titelverteidigung nach seinem enttäuschenden zwölften Platz wohl endgültig abschreiben. Der 30-Jährige (189 Punkte) besitzt mit 42 Punkten Rückstand auf Alonso nur noch theoretische Chancen auf den Titel.

"Ein schrecklicher Tag"

Auf der Strecke lief für den den WM-Fünften nichts zusammen.

"Es war ein schrecklicher Tag", sagte Button: "Ich hatte heute einfach nicht genug Grip. Immer wenn ich die Bremsen getreten habe, haben meine Vorderräder blockiert. Immer wenn ich in einer Kurve gebremst habe, bin ich geradeaus weitergefahren, weil ich das Auto nicht halten konnte."

Auch von der Konkurrenz wurde der Vorjahres-Champion nicht gerade zimperlich behandelt.

[kaltura id="0_mqwfhjq2" class="full_size" title="Eine Runde in Yeongam"]

"Ich habe drei oder vier Plätze verloren, als sich Adrian (Sutil, d. Redaktion) entschieden hat, mich von der Strecke zu fahren - keine Ahnung, was er sich dabei gedacht hat", beschwerte sich der McLaren-Pilot.

Button verpokert sich

Allerdings muss Button das schlechte Resultat auch zu großen Teilen auf die eigene Kappe nehmen.

Er verpokerte sich, als er bereits in Runde 28 in die Box kam, um als erster der Titelkandidaten auf Intermediates zu wechseln.

Der Boxenstopp warf den amtierenden Weltmeister weit zurück, und auch mit den neuen Reifen verlor er kontinuierlich Zeit auf die Spitze.

Ganz abschreiben wollte Button seine WM-Chancen aber noch nicht: "Rechnerisch habe ich noch eine Chance!"

Hamilton kaum zu bremsen

Teamkollege Hamilton dagegen dufte sich über die Rückkehr ins Titelrennen freuen.

Der 25-Jährige sprühte von Beginn an vor Motivation: In der Safety-Car-Phase forderte Hamilton mehrfach über den Boxenfunk, das Rennen nun endlich freizugeben.

"Ich wollte einfach, dass es losgeht. Ich liebe den Rennsport - 17 Runden hinter dem Safety Car herzugondeln, ist nicht gut für die Zuschauer, und den Fahrern macht das auch keinen Spaß", sagte der McLaren-Pilot: "Außerdem hatte ich das Gefühl, dass die Strecke genügend abgetrocknet war."

Viel Arbeit bis Brasilien

In der WM ist für Hamilton nun wieder alles drin. Allerdings weiß der Weltmeister von 2008, dass bis zum Großen Preis von Brasilien noch viel Arbeit auf sein Team wartet.

"Unser Auto ist noch nicht das schnellste: Besonders im letzten Streckenabschnitt habe ich viel Zeit auf Fernando (Alonso, d. Redaktion) verloren, das müssen wir noch ändern, bis es nach Brasilien geht", erklärte Hamilton.

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