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Fernando Alonso feierte beim Großen Preis von Südkorea seinen 26 Grand-Prix-Sieg © getty

Die internationale Presse singt Lobeshymnen auf den Ferrari-Piloten. Red Bull erlebt einen "Alptraum". Die Pressestimmen.

München - Fernando Alonso ist in aller Munde.

Nach seinem Sieg in Yeongam überhäuft die internationale Presse den Ferrari-Piloten mit Lob: Der Spanier wird als "der rote Hai", "Orkan" und "Phänomen" betitelt.

Auf den Weltmeistertiel werden Alonso von den Gazetten nun die besten Chancen eingeräumt (DATENCENTER: WM-Stand Fahrer).

Red Bull dagegen erlebt in Südkorea einen "Alptraum": Sebastian Vettel wird der "K.o. versetzt" und Mark Webber "von seinen Nerven verraten".

Die "Daily Mail" freut sich, dass Lewis Hamiltons "Titelchancen flackern", "The Times" sieht die Rückkehr des "Regenmeister". 303285(DIASHOW: Bilder des Rennens) .

SPORT1 hat die internationalen Pressestimmen zusammengestellt.

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: "Ferrari an der Spitze der Welt! Fernando Alonso war der rote Hai im Regentanz. Er erobert die WM-Führung, während Red Bull zusammenbricht. Jetzt sind Alonso und Ferrari aber auch gezwungen, den WM-Titel zu erobern. Das Glück macht nicht umsonst Geschenke und erträgt keinen Verrat. Eine okkulte Hand hat zuerst Webber und dann Vettel den K.o. versetzt, was Alonso einen grandiosen Sieg ermöglicht hat. Jetzt muss es der Spanier aber auch zu Ende bringen."

Corriere dello Sport: "Jetzt ist Alonso die Nummer eins. Red Bull bricht zusammen: Vettel wird von seinem Motor, Webber von seinen Nerven verraten. Alonso ist gnadenlos und besiegt alle Rivalen. Ein einziger Pilot bleibt im Chaos von Korea im Rennen, und zwar derjenige, der es am meisten verdient. Alonso ist ein Orkan."

Tuttosport: "Alonso wachsen Flügel und Ferrari feiert. Der WM-Titel ist zwar noch nicht gewonnen, doch Alonso hat in Südkorea eine solide Basis gelegt. Aber Vorsicht: In Brasilien und Abu Dhabi kann noch alles passieren. Vier Fahrer sind in der Lage, den WM-Titel zu erobern."

La Stampa: "Red Bulls Zusammenbruch. Vettel hat sich als Chaot erwiesen, mehr, als es sein jugendliches Alter zulassen sollte. Webber war konsequenter als in der Vergangenheit, doch die beiden einte in ihrem Bruderkampf die Unerfahrenheit und die Angst vor dem Sieg. Red Bull leidet in einer Phase, in der das Team eigentlich den Rivalen den Todesstoß versetzen sollte."

Repubblica: "Ferrari ist einen Schritt vom WM-Titel entfernt. Alonso ist ein Phänomen wie einst Schumacher, er reißt wie der Deutsche alle mit sich mit, ist aber sympathischer und gesprächiger. Genau das Gegenteil von Iceman Räikkönen, der letzte Pilot, der Maranello zum Titel geführt hat. Zwei Rennen vor dem Ende der WM muss man nun hoffen, dass Alonso fehlerfrei bleibt."

ENGLAND

The Sun: "Lewis Hamilton hat doch noch einen Rettungsanker zugeworfen bekommen, eine letzte Chance auf den Titel. Seine Konkurrenten von Red Bull erlebten in Südkorea einen Albtraum. Teamkollege Jenson Button wird Hamiltons Titelambitionen unterstützen - allerdings erst, wenn er selbst rechnerisch nicht mehr Weltmeister werden kann."

The Times: "Während die meisten Fahrer im Regens das Gesicht verzogen, setzte Michael Schumacher, der einst den Spitznamen 'Regenmeister' trug, ein Lächeln auf und machte sich an die Arbeit. Er fuhr an Weltmeister Jenson Button vorbei und schien jeden Moment zu genießen. Der alte 'Regenmeister' war zurück."

Daily Mail: "Hamilton ist weiter am Leben, während sich die Red Bull in Rauch auflösen. Lewis Hamilton ist zurück aus dem Nichts. Das war keine Meisterleistung, aber seine Titelchancen flackern wieder auf. Sie flackern zwar nur, aber immerhin."

Daily Telegraph: "Jenson Button verspricht, bis zum Ende des Titelrennens weiterzukämpfen. Er wird sich in Brasilien nicht aufopfern, damit Lewis Hamilton im Titelrennen bleibt. 42 Punkte hinter Ferrari und Alonso müsste er aber schon die letzten beiden Rennen gewinnen und darauf hoffen, dass die vier vor ihm liegenden Konkurrenten jeweils ausfallen."

Guardian: "Die Formel 1 hat erneut einen Salto gemacht und lässt ihre Fans erschöpft und nervös zurück. Alonso ist jetzt der Mann der Stunde - bis zum Rennen in Brasilien jedenfalls. Im Sommer sah es nicht so aus, als könne er zum dritten Mal Weltmeister werden, aber sein Ferrari war jederzeit groß, rot und gefährlich. Eigentlich war er immer ein Titelkandidat."

SPANIEN

El Pais: "Alonso war der Beste. Er machte keine Fehler. Er behauptete sich ohne volles Risiko zu gehen und versuchte vor allem das Rennen zu beenden. Dafür wurde er gleich doppelt belohnt. Jetzt hält er die Formel-1-Weltmeisterschaft in seinen Händen."

Marca: "Obwohl die Nummern sagen, dass noch fünf Fahrer Weltmeister werden können, gibt es einen klaren Favoriten: Fernando Alonso."

As: "Sieg, schnellste Runde und WM-Führung: Ein perfekter Sonntag für Alonso - der spanische Crack zeigt einer fahrerische Glanzleistung ohne Fehler."

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