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In Yeongam zieht Michael Schumacher (r.) in der 18. Runde an Robert Kubica (l.) vorbei © getty

Michael Schumachers Auftritt in Südkorea erinnert an seine Glanztage. Auch Nico Rosberg fährt bis zu seinem Ausscheiden stark.

Von Olaf Mehlhose

München/Yeongam - Die Anerkennung kam von höchster Stelle.

Nachdem Michael Schumacher beim Großen Preis von Südkorea vom neunten Startplatz auf Rang vier vorgefahren war, erhielt er vom Mercedes-Teamchef ein Sonderlob (DATENCENTER: WM-Stand Fahrer).

"Michael ist ein fantastisches Rennen gefahren", sagte Brawn: "Er hat all seine Möglichkeiten ausgenutzt und die schwierigen Bedingungen sehr gut gemeistert."

Auch der "Times" blieb der Auftritt des siebenfachen Champions nicht verborgen: "Während die meisten Fahrer im Regen das Gesicht verzogen, setzte Michael Schumacher, der einst den Spitznamen 'Regenmeister' trug, ein Lächeln auf und machte sich an die Arbeit."

Schumi begeistert

In der Tat: Auf der Strecke begeisterte Schumi, als er bei nassesten Bedingungen an Robert Kubica (18. Runde) und Jenson Button (27.) vorbeizog.

Durch einige Ausfälle auf Platz vier nach vorne gespült merkte Schumacher allerdings schnell, dass Felipe Massa an diesem Tag nicht mehr zu erreichen war.

Der siebenmalige Weltmeister verzichtete fortan auf weitere Angriffe und konzentrierte sich darauf, Reifen und Auto zu schonen.

"Ich bin hoch zufrieden mit meinem Rennen. Ich muss mich bei meinem Team bedanken, das mich perfekt durch den Nachmittag geführt hat", sagte Schumacher. Keine leeren Worte: Vor seiner Abreise verabschiedete sich der 41-Jährige per Handschlag von jedem einzelnen Mitarbeiter des Mercedes-Rennteams.

Webber verärgert Rosberg

Einziger Wermutstropfen bei Mercedes war das frühe Ausscheiden von Nico Rosberg.

Schumachers Teamkollege hatte bereits früh im Rennen Lewis Hamilton überholt, doch auf Platz vier liegend wurde der 25-Jährige in Runde 20 von Mark Webber vorzeitig aus dem Rennen befördert.

Der WM-Achte machte seinem Ärger über die Aktion des Australiers später über seinen Twitter-Account Luft.

"Das suckt", ließ Rosberg verlauten: "Ich verstehe immer noch nicht, warum Webber nicht auf die Bremsen gestiegen ist. Es war verrückt, quer auf die Strecke zurückzurollen."

"Tolles Überholmanöver"

Auch Brawn sprach von einer verpassten Chance.

"Es hätte noch besser für uns ausgehen können. Nico war in einer sehr guten Position und natürlich sind wir über seinen Ausfall enttäuscht", erklärte der 55-Jährige: "Nico hat gegen Lewis (Hamilton, d. Redaktion) tolles Überholmanöver gezeigt, bis zu seinem Ausscheiden lief alles hervorragend."

Durch den Auftritt seiner beiden Fahrer darf sich Mercedes Grand Prix allerdings berechtigte Hoffnungen machen, nun endlich ein konkurrenzfähiges Auto zu besitzen.

Und vielleicht regnet es ja in Brasilien.

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