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Lewis Hamilton belegte beim Grand Prix von Brasilien den vierten Platz © getty

Lewis Hamilton büßt fast alle seine WM-Chancen ein, Red Bull feiert den Konstrukteurs-Titel. Die Stimmen zum Rennen.

Sao Paulo - Der Fünfkampf wird zu einem Vierkampf: Jenson Button hat nach seinem fünften Platz beim Grand Prix von Brasilien nun auch rechnerisch keine Chancen mehr, ins Titelrennen einzugreifen.

Aber auch die Aussichten seines Teamkollegen Lewis Hamilton haben sich mit Rang vier bedeutend verschlechtert (DATENCENTER: Das Rennergebnis).

Bei 24 Punkten Rückstand auf WM-Spitzenreiter Fernando Alonso, 16 auf Mark Webber und neun auf Sebastian Vettel kann er nur noch auf Ausfälle der gesammelten Konkurrenz hoffen - doch der McLaren-Pilot glaubt nach wie vor an seine Chance, auch wenn dafür "ein Wunder" nötig sei 309351(DIASHOW: Die Bilder des Rennens).

Riesenjubel herrschte dagegen bei Red Bull: Die Fahrer feiern ihren Doppel-Erfolg und den damit verbundenen Titel in der Konstrukteurs-WM.

SPORT1 hat die Stimmen zum Rennen zusammengefasst.

Sebastian Vettel (Red Bull), 1:

"Ich glaube, das ist ein ziemlich guter Tag für uns. Das ist vielleicht ein bisschen untertrieben, ein hervorragender Tag und die richtige Antwort auf den Motorplatzer in Korea. Ich bin sehr stolz auf mein Team und auf mich selbst. Alles ist voll aufgegangen. Heute abend wird die ein oder andere Flasche geköpft. Richtig so. Den Konstrukteurstitel ein Rennen vor dem Ende sicher zu haben, ist fantastisch. Jetzt kämpfen wir um den Fahrertitel."

Mark Webber (Red Bull), 2:

"Während des zweiten Teils des Rennens mussten wir mit ein paar Problemen umgehen. Ich hatte aus irgendeinem Grund einen sehr heißen Motor, musste ihn ziemlich stark zurückdrehen und mich einfach darauf konzentrieren, Fernando hinter mir zu halten. Ich kenne viele aus dem Team seit langer Zeit. Sie sind Teil einer wahnsinnigen Leistung, und es ist phänomenal, die Konstrukteursmeisterschaft zu gewinnen. Sie haben Ferrari und McLaren geschlagen. Wir haben sie fair und offen bezwungen."

[kaltura id="0_dnuokcxq" class="full_size" title="Die Strecke in Interlagos"]

Fernando Alonso (Ferrari), 3:

"Alles in allem bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Wir haben nur drei Punkte auf den schärfsten Konkurrenten eingebüßt. Ich denke, dass wir in den ersten Runden des Rennens verloren haben, als wir versuchten, Hamilton und Hülkenberg zu überholen. Diese zehn bis zwölf Sekunden konnten wir nicht mehr aufholen. Wir wussten, dass es keine einfache Angelegenheit werden würde, aber in Bezug auf die Punkte sind wir extrem glücklich. Alles ist offen. Mit seinem heutigen Sieg ist auch Sebastian wieder ein Anwärter."

Lewis Hamilton (McLaren), 4:

"Ich hatte Glück, dass ich noch so gut abgeschnitten habe. Ich habe noch eine Chance auf den Titel, aber ich liege 24 Punkte zurück. Andererseits ist es noch möglich, also werde ich weiterhin kämpfen. Aber realistisch betrachtet muss man schon zugeben, dass es jetzt wohl vorbei ist. Ich kann nur noch hoffen, dass die anderen Probleme haben. Ich brauche ein Wunder - aber Wunder passieren."

Jenson Button (McLaren), 5:

"Das Rennen war großartig, ich hatte viel Spaß, mich durchs Feld nach vorne zu kämpfen. Der Wagen ist endlich vernünftig gelaufen, im Rennen hatte ich hatte ordentlichen Speed. Mir sind einige gute Überholmannöver gelungen, und das Team hat die richtige Strategie gewählt. Da ich von weit hinten gestartet bin, hätte es nicht besser laufen können. Es fühlt sich gut an, Platz fünf erreicht zu haben."

Nico Rosberg (Mercedes), 6:

"Ich hatte einen guten Start, wegen unserer guten Strategie ist es mir gelungen, einige Plätze gutzumachen. Danach wurde es ein bisschen chaotisch, aber das Team hat richtig entschieden, als es mich in der Safety-Car-Phase reingerufen hat, um die Reifen zu wechseln. Leider hat Jenson das Gleiche gemacht; es gab ziemlich viel Durcheinander mit den überrundeten Autos, deswegen konnte ich keine weiteren Plätze gutmachen. Michael hat mich vorbeigelassen, weil er auf alten Reifen gefahren ist."

Michael Schumacher (Mercedes), 7:

"Ich habe beim Start zwei Plätze gut gemacht, diese aber wegen dem Zweikampf mit Robert Kubica leider direkt wieder verloren. Mein erster Stopp kam ein wenig zu früh, ich habe danach hinter Adrian Sutil festgesteckt. Ich freue mich auf Abu Dhabi, wo ich auf ein weiteres ermutigendes Rennen hoffe."

Nico Hülkenberg (Williams), 8:

"Ich bin zufrieden, weil ich heute alles gegeben habe. Es war wirklich nicht einfach den Wagen zu fahren, aber ich konnte Kubica hinter mir halten. Obwohl wir von der Pole gestartet sind, habe ich erwartet, das Rennen zwischen Platz fünf und zehn zu beenden. Deshalb ist Platz acht in Ordnung, es bedeutet, dass wir jetzt in der Konstrukteurs-WM auf Platz sechs stehen."

Adrian Sutil (Force India), 12:

"Es war ein aufregendes Rennen, ich habe es wirklich genossen. Von Startplatz 22 auf Platz 12 ist sehr positiv. Über das Resultat und die Leistung bin ich sehr glücklich."

Felipe Massa (Ferrari), 15:

"Es ist wirklich schade, dass es mir nicht gelungen ist, ein besseres Resultat zu erreichen - auch nach dem Qualifying war das noch möglich. Als ich eine freie Strecke hatte, bin ich gute Zeiten gefahren. Ich wäre gerne vorne dabei gewesen, aber das war heute nicht möglich: In Abu Dhabi werde ich versuchen, es besser zu machen. Wir haben ein großes Ziel und wir werden alles tun, um das zu erreichen."

Nick Heidfeld (Sauber), 17:

"Das Rennen auf Platz 17 zu beenden ist enttäuschend. Es hat eigentlich sehr gut angefangen, in der ersten Runde habe ich ein paar Wagen überholt. Ich war in einer Gruppe von Autos hinter Adrian Sutil, aber auf der langen Geraden war ich nicht schnell genug, um zu überholen. Als das Safety Car herauskam, lag ich nur knapp hinter den Punkten, deshalb hat das Team entschieden, etwas zu riskieren und mir neue Reifen zu geben. Wie dem auch sei, mit der Durchfahrtsstrafe war das Rennen gelaufen. Die Strafe war absolut gerechtfertigt."

Timo Glock (Virgin), 20:

"Ich hatte einen guten Start, aber leider hat Petrow in Kurve zwei einen Fehler gemacht, und ich musste Tempo rausnehmen, dadurch hatte Kovalainen die Möglichkeit, mich außen zu überholen. Ich habe versucht ihm zu folgen, aber dafür hatten wir einfach nicht genügend Speed."

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