SPORT1-Experte Peter Kohl beglückwünscht das Vettel-Team zum Konstrukteurstitel. Auch Alonso und ein deutscher Rookie ernten Lob.

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TOPS

Red Bull: Gratulation zum Weltmeistertitel für Konstrukteure! Wer ein Auto baut, das 14 Mal in 18 Rennen auf Pole steht, hat das verdient. Außerdem finde ich es im Sinne des Sports in der heutigen Zeit bemerkenswert, wie Teambesitzer Dietrich Mateschitz begründet, warum es bei Red Bull freie Fahrt für beide Piloten gibt und keine Stallorder.

Fernando Alonso: Das Ferrari-Ein-Mann-Team holt raus, was rauszuholen ist - eiskalt wie eine Hundeschnauze verteidigt er die Führung in der WM-Wertung.

Nico Hülkenberg: Megaüberragend sein Qualifying. Im Rennen hat er gefightet wie ein Löwe, eine Galavorstellung des 23-Jährigen aus Emmerich. Wäre ich Frank Williams, würde ich ihn behalten. Rubens Barrichello kostet mehr, ist nicht mehr schneller und am Ende seiner Karriere, während Hülkenberg noch alles vor sich hat.

Nico Rosberg: Total verwachst im Qualifying, aber Nico lässt den Kopf nie hängen. Trotz Radwechsel-Chaos beim Boxenstopp am Ende ein fantastischer sechster Platz. Respekt dafür!

Die Formel 1: Sie rockt! Und zwar gewaltig. Drei Fahrer und unzählige Szenarien für den Ausgang im Kampf um den WM-Titel beim Finale. So verrückt, wie die Saison bisher gelaufen ist, kommt es in Abu Dhabi wohl so: Sieg Vettel, Webber Zweiter, Alonso auf Platz fünf. Alle drei Fahrer damit punktgleich, Vettel wäre Weltmeister, weil Vettel und Alonso jeweils fünf Siege haben, beide je zwei Mal Zweiter und drei Mal Dritter waren, Vettel aber drei Mal Vierter war, Alonso nur zwei Mal.

FLOPS

McLaren-Mercedes: Wo bitte war der viel zitierte Speed? Beide Fahrer eierten wie Eishockeyspieler ohne Schliff an den Kufen übers Parkett. Ohne Grip nix los, ade die letzten WM-Hoffnungen.

Nico Rosbergs Mechaniker-Chaoten: Mal ist eine Radmutter zu locker, so dass ein Rad beim Rausfahren nach dem Stop quer durch die Boxengasse segelt (siehe Ungarn), dann werden die falschen Reifen aufgezogen wie diesmal in Brasilien. Solche Fehler sind nicht damit zu rechtfertigen, dass sich das Team bereits seit Wochen auf 2011 konzentriert.

Felipe Massa: Quo vadis Felipe? Der Abgrund ist nah, lass mich einen Schritt nach vorne gehen, scheint derzeit sein Motto zu sein. Für den Fehler beim Boxenstopp kann er nichts, aber auch ohne den war es eine mickrige Vorstellung vor den eigenen Fans.

Force India: Seit Valencia geht?s nur noch bergab, die Mallya-Truppe hält sich gerade noch so vor den Neuen im Feld. Das ist armselig.

Vitantonio Liuzzi: 23 Piloten haben es geschafft, ihre Autos auf der Straße zu halten - er als einziger nicht.

Safety-Car-Regel: Leute, Leute, was für ein Chaos beim Restart nach dem Liuzzi-Abflug! Schnell abschaffen und was Neues überlegen!

Kamui Kobayashi: Platz zehn ist eigentlich ein ordentliches Ergebnis. Aber sich drei Mal an derselben Stelle Ende der Start-Ziel-Gerade von drei verschiedenen Konkurrenten auf die selbe Art und Weise ausbremsen zu lassen sieht einfach nicht gut aus.

Risiko-Stadt Sao Paulo: Muss man einen Grand Prix an einem Ort durchführen, an dem einem an roten Ampeln Maschinenpistolen an den Kopf gehalten werden? Wo man gepanzerte Limousinen und speziell ausgebildete Bodyguards braucht, um von der Rennstrecke ins Hotel kommen zu können?

Freuen wir uns auf ein grandioses Finale in Abu Dhabi! Let's rock, Let's roll ? möge der Bessere gewinnen.

Bis dahin, gute Fahrtwünscht Ihr Peter Kohl

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