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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Sebastian Vettel kann noch immer jüngster Weltmeister aller Zeiten werden © getty

Vor dem Abu-Dhabi-GP lässt Sebastian Vettel den bislang klarsten Hinweis fallen, dass er im Zweifel Mark Webber helfen wird.

Abu Dhabi/München - Sebastian Vettel hat mögliche Schützenhilfe für seinen Teamkollegen Mark Webber im WM-Finale von Abu Dhabi angedeutet, setzt aber zuerst auf seine eigene Chance.

"Wenn es soweit kommt, wissen wir, dass wir für das Team fahren", sagte der Heppenheimer vom Red-Bull-Team am Donnerstag im Vorfeld des Rennens (Training, Fr., 10 Uhr im LIVE-TICKER und im TV auf SPORT1) .

Vorerst will Vettel aber weiter darum kämpfen, Lewis Hamilton den Rekord des jüngsten Weltmeisters der Geschichte auf der Zielgeraden der Saison doch noch zu entreißen.

"Ich nehme aus dem letzten Rennen Kraft mit. Der Glaube ist da. Ich will mich in die Position bringen, sie im Falle des Falles nutzen zu können", sagte Vettel, der sich allerdings als Außenseiter sieht, denn bei einem Sieg wäre er darauf angewiesen, dass Fernando Alonso maximal Fünfter wird.

Alonso mit besten Aussichten

Sollte Alonso auf Rang drei hinter Vettel und dessen Teamkollegen Mark Webber liegen, würde ein freiwilliger Platztausch Vettels mit dem Australier Webber zum Champion machen.

Der Spanier denkt aber gar nicht daran, er will den Titel aus eigener Kraft einfahren, am liebsten mit einem Sieg. Schon gar nicht will er sich darauf verlassen, dass Vettel Kollege Webber im Ernstfall vielleicht doch nicht vorbeilässt.

"Es ist nicht mein Job, an etwas zu glauben oder nicht zu glauben", sagt Alonso, der seine erste Saison bei Ferrari auch ohne den greifbar nahen dritten WM-Titel als Erfolg verbuchen würde: "Ich werde immer großartige Erinnerungen an 2010 haben."

Entscheidung durch Hockenheim-Stallorder?

Überhaupt keine Hemmungen hätte er, sich über den Titel zu freuen, wenn er ihn nur dank der verbotenen Stallorder von Hockenheim gewänne. Seinerzeit hatte ihm Teamkollege Felipe Massa auf Anweisung den Sieg und damit sieben Punkte überlassen.

[kaltura id="0_3mw5zbnf" class="full_size" title="Eine Runde in Abu Dhabi"]

"Ob man am Ende mit sieben, einem oder 25 Punkten gewinnt, ist nicht wichtig", sagte Alonso, der mit 246 Punkten acht Zähler vor Webber und 15 vor Vettel liegt.

Hamilton nur mit theoretischen Chancen

McLaren-Pilot Lewis Hamilton als Vierter im Bunde hat bei 24 Punkten Rückstand wohl nur noch theoretische Chancen.

"Ich habe nichts zu verlieren, die Jungs vor mir dagegen alles", so der Brite: "Wir müssen gewinnen, und genau das ist mein Plan."

Webber: "Ich werde vorne sein"

Auch Webber zog schon mal ein Saisonfazit, er freut sich über ein großartiges Jahr, spezielle Momente und wichtige Siege.

Erst nach dem offiziellen Teil kamen ihm im kleinen Kreis die Worte über die Lippen, die er vorher hatte vermissen lassen: "Sebastian muss mich nicht vorbeilassen, weil ich vorne sein werde."

Vettel hat derweil beim kurzen Heimaturlaub in Heppenheim schon mal vom Finale geträumt, wie er im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung verriet: "Und ich kann so viel sagen: Es war kein Albtraum."

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