vergrößernverkleinern
Lewis Hamilton muss am Sonntag auf Pech seiner WM-Rivalen hoffen © imago

McLaren setzt die Bestzeit im Training zum Finale in Abu Dhabi. Vettel folgt direkt dahinter. Ferrari unterläuft eine Peinlichkeit.

Abu Dhabi - Sebastian Vettel hinter Lewis Hamilton, im Windschatten Fernando Alonso und Mark Webber: Die Fantastischen Vier treiben den WM-Showdown in Abu Dhabi (Qualifying, Samstag, 13.45 Uhr im LIVE-TICKER) auf die Spitze.

Im Freien Training zum letzten Rennen der Formel-1-Saison fuhren die vier Titelkandidaten wieder einmal der Konkurrenz davon, und ausgerechnet der in der Gesamtwertung am schlechtesten platzierte Hamilton war dabei der Schnellste.

Eine Viertelsekunde lag der Brite, der im vergangenen Jahr in Abu Dhabi auf der Pole Position gestanden hatte, in seinem McLaren-Mercedes vor dem zuletzt überragenden Red-Bull-Piloten Vettel und zeigte damit, dass er um seine kleine Chance kämpfen will.

Vettel hatte seinerseits ein Polster von knappen zwei Zehntelsekunden auf Spitzenreiter Alonso im Ferrari und den Gesamtzweiten Webber im zweiten Red-Bull-Renault, die auf den Positionen drei und vier lediglich eine Tausendstelsekunde trennte (SERVICE: Das Trainingsergebnis).

"Ich erwarte, dass es sehr eng wird", sagte Red-Bull-Teamchef Christian Horner. Für seinen McLaren-Kollegen Martin Whitmarsh war es "ein schönes Gefühl, am Freitag die Schnellsten zu sein".

Alonso reicht Platz zwei

Vor dem letzten WM-Lauf am Sonntag führt Alonso die WM-Wertung mit 246 Punkten an und könnte mit einem ersten oder zweiten Platz im Rennen aus eigener Kraft den Titel holen.

Webber (238) bräuchte bei einem eigenen Sieg noch Schützenhilfe von einem anderen Piloten, der Alonso auf Rang drei verdrängt. Bei einem Sieg von Vettel (231) dürfte der Spanier maximal Fünfter werden, damit Vettel Weltmeister wird.

Stuck hat Bedenken

Ex-Rennstar Hans-Joachim Stuck glaubt jedenfalls nicht, dass Vettel freiwillig für seinen Teamkollegen Platz machen wird.

[kaltura id="0_3mw5zbnf" class="full_size" title="Eine Runde in Abu Dhabi"]

"Sollte Vettel in die Gelegenheit kommen, Webber zum WM-Titel verhelfen zu können, dann wird's für Sebastian ganz schwierig", so Stuck bei SPORT1: "Steckt er sein Ego zurück und sagt: Toll, mein Teamkollege wird Weltmeister, ich lass' ihn vor? Oder bin ich einfach der Vettel, der Egomane, der Rennfahrer und lasse ihn nicht vor und versaue damit meinem Team vielleicht den Titel?"

Dies sei eine "verdammt schwierige Entscheidung", so Stuck.

Hamilton muss auf Patzer hoffen

Hamilton (222) muss dagegen auf Patzer aller drei Konkurrenten hoffen.

"Für ihn ist es einfach. Er muss versuchen, das Rennen zu gewinnen, und dann schauen, was passiert. In den letzten Jahren hat es mehrfach WM-Entscheidungen in den letzten Kurven gegeben", sagte Whitmarsh.

Rosberg vor Schumi

Alle anderen Fahrer standen bei den letzten Sonnenstrahlen des Tages im Schatten der WM-Kandidaten.

Zweitbester Deutscher hinter Vettel war Mercedes-Pilot Nico Rosberg, der als Zehnter ein deutsches Quartett anführte.

26 Tausendstelsekunden hinter Rosberg folgte sein Silberpfeil-Kollege Michael Schumacher vor Williams-Pilot Nico Hülkenberg und Adrian Sutil im Force-India-Mercedes.

Massa ohne Sprit

Nick Heidfeld belegte im Sauber-Ferrari Platz 16, deutsches Schlusslicht war Virgin-Pilot Timo Glock auf Rang 20.

Die Lacher hatte Alonsos Teamkollege Felipe Massa auf seiner Seite: Er rollte gegen Ende des zweiten Durchgangs mit leerem Tank aus.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel