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Mark Webber wird in Abu Dhabi seinen 157. Formel-1-Grand-Prix bestreiten © getty

Mark Webber glaubt auch nach schwacher Quali zum Abu-Dhabi-GP an seine Titelchance. Fernando Alonso bleibt gelassen. Die Stimmen.

München - Dass Mark Webber einen Rückschlag erlitten hatte, war ihm deutlich anzusehen (311771DIASHOW: Die Bilder des Qualifyings).

Mit bedrückter Miene stellte sich der Australier vom Red-Bull-Team nach dem Qualifying in Abu Dhabi den Fragen der Journalisten.

Der WM-Dritte hatte zu erklären, warum er nur vom fünften Rang ins entscheidende Rennen der Saison (So., 13.45 Uhr im LIVE-TICKER) startet, während sein Teamkollege Sebastian Vettel einige Meter weiter dezent seine zehnte Pole-Position des Jahres bejubelte.

"Ich bin nicht auf die Pace der anderen gekommen und stehe leider weit hinten", sagte Webber, fügte aber kampfeslustig an: "Ich bin immer noch im Rennen, und das ist die Hauptsache."

Zufriedenheit herrschte dagegen bei Vettel und dem drittplatzierten WM-Leader Fernando Alonso vor (DATENCENTER: Das Quali-Ergebnis).

SPORT1 hat die Stimmen zum 19. und letzten Qualifying des Jahres zusammengestellt:

Sebastian Vettel (Red Bull), Startplatz 1:

"Wir starten von der Pole, besser könnte es nicht sein. Die Taktik ist klar: Ich will keinen Platz abgeben. Es liegt aber nicht in unserer Hand, wir müssen auf Glück hoffen. Aber der Glaube ist da, wie schon das ganze Jahr. Wir werden einfach unser Maximum geben und dann schauen, was passiert. Was immer jetzt auch kommt, ist ein Bonus."

Lewis Hamilton (McLaren), 2:

"Ich kann mich nicht beschweren. Wir haben nichts zu verlieren und alles zu gewinnen. Jenson hat auch einen tollen Job gemacht. Das war heute ein wichtiger Schritt, morgen hoffentlich mehr Punkte als Ferrari zu holen. 2007 und 2008 hatte ich einen unglaublichen Druck, das ist dieses Mal ganz anders. Ich habe einfach Spaß und freue mich auf das Rennen."

Fernando Alonso (Ferrari), 3:

"Ich denke, wir sind mehr oder weniger in der gleichen Situation wie vor zwei Tagen. Wir kennen die vier Titel-Anwärter. Alles hängt am Rennen morgen, da kann alles passieren. Wir haben in den letzten Events gesehen, wie sich die Dinge verändern können - in Korea war Red Bull sehr stark und verlor dann das Rennen aufgrund mechanischer Probleme. In Brasilien haben wir Probleme bei den Stopps gesehen. Wir müssen 55 Runden ohne Probleme absolvieren. Es wird ein hartes, langes Rennen, aber wir sind in einer sehr starken Position."

Jenson Button (McLaren), 4:

"Das war schon viel besser als gestern - da war ich im Nirgendwo. Es wird schwer für Lewis, die WM zu holen, ohne dass die anderen drei nicht ins Ziel kommen. Also geht es darum, so viele Punkte wie möglich zu holen, darauf freue ich mich. Der zweite Platz in der Konstrukteurswertung ist sehr wichtig für das Team. Das ist das Ziel."

Mark Webber (Red Bull), 5:

"Es war keine sehr gute Quali. Ich bin nicht auf die Pace der anderen gekommen und stehe leider weit hinten. Das ist natürlich enttäuschend, aber es liegt noch ein langer Weg vor uns morgen. Die WM ist heute nicht entschieden worden, auch wenn es schön gewesen wäre, weiter vorne zu sein. Ich bin immer noch im Rennen, und das ist die Hauptsache."

Michael Schumacher (Mercedes), 8:

"Ich hatte in Q3 leider nicht die beste Runde, weil ich die Sektoren einfach nicht zusammen gebracht habe. Das ist schade, ich hätte eine oder zwei Positionen weiter vorne stehen können. So habe ich noch Luft nach oben, mein Ziel für das Rennen ist es, mich zu verbessern. Auf dieser fantastischen Strecke zu fahren macht richtig Spaß. Die Atmosphäre ist toll, und in die Nacht hinein zu fahren ist etwas ganz Besonderes. "

[kaltura id="0_3mw5zbnf" class="full_size" title="Eine Runde in Abu Dhabi"]

Nico Rosberg (Mercedes), 9:

"Der Speed war da, aber leider nur auf den harten Reifen. Deshalb ist der neunte Startplatz enttäuschend. Für unsere Renn-Taktik musste ich den weichen Reifen in Q3 nehmen, und mit ihnen hatte ich das ganze Qualifying Probleme."

Adrian Sutil (Force India), 13:

"Ich bin zufrieden. In den letzten Rennen war es nicht einfach, aber heute hatte ich eine freie Runde. Wir sind nahe den Top Ten, das bringt uns in eine starke Position für das Rennen. Das Ziel sind nun die Punkteränge. Ich bin überzeugt, dass wir das schaffen können - wir brauchen einen guten Start und eine gute Strategie."

Nick Heidfeld (Sauber), 14:

"Wir haben das Auto seit Freitag deutlich verbessert. Das Qualifying war nicht schlecht, aber ich bin auch nicht ganz zufrieden. Es braucht ein paar Runden, um die Reifen richtig aufzuwärmen. In Q1 habe ich einen Satz Prime-Reifen und einen Satz Option-Reifen benutzt. Wie schon im vergangenen Jahr ist der Unterschied hier nicht so wahnsinnig groß. Obwohl es hier heiß ist, ist der Belag sehr glatt und bietet nicht besonders viel Grip. Es ist nicht einfach, die Fahrzeugbalance richtig hinzubekommen."

Nico Hülkenberg (Williams), 15:

"Zu Beginn lagen Rubens (Barrichello, Anm. d. Red.) und ich ziemlich gleichauf. Aber ich kam am Ende auf Position 15, während es Rubens in die Top Ten schaffte. In Q1 war alles in Ordnung. Der härtere Reifen funktionierte gut. Wir wählten dann für den zweiten Qualifying-Durchgang den weicheren aus, das änderte alles. Mein Auto verhielt sich plötzlich sehr unerwartet, ich verlor Balance und Haftung. Das Auto rutschte einfach überall. Das war sehr seltsam, das müssen wir uns heute Abend anschauen."

Timo Glock (Virgin), 21:

"Ein ordentliches Qualifying. Wir haben das Beste aus dem Auto herausgeholt, deshalb bin ich mit meiner Performance zufrieden. Aber es ist enttäuschend, dass wir nicht in der Lage waren, Lotus zu schlagen. Es fällt schwer zu glauben, aber das ist nun schon das letzte Rennen unserer Debüt-Saison. Hoffentlich können wir noch etwas reißen."

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