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So ging es rundenlang: Fernando Alonso attackiert, aber Witali Petrow bleibt vorne © imago

Petrow freut sich über seine beeindruckende Performance, Alonso beklagt Ferraris Strategiefehler. Reaktionen zum Saisonfinale.

Abu Dhabi/München - Witali Petrow kämpft um sein Cockpit, das war ihm im letzten Rennen der Saison deutlich anzusehen.

Eisern verteidigte der Russe, der bei Renault auf der Kippe steht, seinen Platz gegen Fernando Alonso - und machte so am Ende Sebastian Vettel zum umjubelten Weltmeister 312220(Die Bilder des Rennens).

"Ich habe es nicht für ihn getan", relativierte Petrow zwar hinterher: "Ich habe nur meinen Job gemacht."Dennoch dürfte Vettel ihm dankbar sein.

Alonso beklagte seinerseits Ferraris Strategiefehler, ihn zu früh an die Box zu holen, kündigte aber an: "Wir werden nächstes Jahr definitiv noch viel stärker wiederkommen."

SPORT1 hat die Stimmen zum letzten Saisonlauf zusammengestellt.

Sebastian Vettel (Red Bull), 1:

Einfach unglaublich. Die Saison war für mich und für uns alle hart, physisch und mental. Aber ich hatte den Glauben an mich selbst und versuchte, den Druck von mir zu nehmen. Das Auto war heute phänomenal. Es ist ein Traum.

Lewis Hamilton (McLaren), 2:

Wir haben das Jahr auf einem Hoch beendet ? zwei Mann auf dem Podium und der zweite Platz in der Team-WM sind ein tolles Ergebnis für McLaren. In 15 Wochen geht die neue Saison los, ich kann es kaum erwarten. Ich hoffe, unser Auto wird dann noch besser sein, damit wir vom ersten Rennen an ganz vorne mitmischen können.

Jenson Button (McLaren), 3:

Das war ein aufregendes Jahr für die Formel 1 mit Höhen und Tiefen für uns alle. Sebastian verdient den Titel absolut. Über das Jahr hatte ich gute Sonntage und schwierige Samstage, daran will ich im Winter arbeiten. Insgesamt bin ich mit meiner ersten Saison bei McLaren aber zufrieden.

Nico Rosberg ( Mercedes), 4:

Mit dem vierten Platz bin ich sehr zufrieden. Das war das bestmögliche Resultat von meinem neunten Startplatz. Das ist ein ordentlicher Abschluss unserer Saison. Wir haben nicht die angestrebten Ergebnisse erzielt, aber ich bin sicher, dass wir uns im nächsten Jahr deutlich steigern und dann auch mehr Spaß haben werden.

Witali Petrow (Renault), 6:

Ich bin hierher gekommen, um zu kämpfen und habe gezeigt, dass ich das kann. Sebastian muss mir nicht dankbar sein. Ich habe das ja nicht für ihn gemacht. Ich wollte Fernando auch nicht das Rennen zerstören. Ich habe nur meinen Job erledigt. Das Auto war gut, deshalb konnte ich die Situation kontrollieren.

Fernando Alonso (Ferrari), 7:

Es ist traurig, aber da kann man nichts machen. Das Rennen ist nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt hatten. Petrows Stopp kam unerwartet, auch Webber stoppte früh. Wir entschieden dann, uns an Webber zu halten. Das war vielleicht nicht das Richtige, aber hinterher ist es immer einfach, die Strategie zu beurteilen. Andere haben einen besseren Job gemacht als wir und haben mehr Punkte, deshalb Gratulation an sie. Mein erstes Jahr bei Ferrari war dennoch ein gutes Jahr. Und wir werden nächstes Jahr definitiv noch viel stärker wiederkommen.

Mark Webber (Red Bull), 8:

Ein großer Tag, wir hatten die Chance etwas Einzigartiges zu schaffen. Aber am Ende hat es nicht gereicht. Ich musste es früh im Rennen über die Strategie probieren, aber am Ende war es nicht genug. Vor Sebastian muss man den Hut ziehen, er hat einen tollen Job gemacht. Gratulation! Zwei Weltmeisterschaften für das Team sind nicht schlecht, und ich werde nächstes Jahr wieder kämpfen.

Nick Heidfeld (Sauber), 11:

Mein Start war in Ordnung, ich konnte Robert Kubica überholen. Aber als ich dem Unfall von Michael Schumacher und Vitantonio Liuzzi außen herum ausweichen musste, habe ich diesen Platz wieder eingebüsst. Anschließend steckte ich im Verkehr fest. Wir hatten vor dem Rennen besprochen, dass ich in diesem Fall früher die Reifen wechseln würde. Das war eine sehr gute Entscheidung, sie hat mich um drei Positionen nach vorn gebracht, das war noch mehr als ich erwartet hatte.

Adrian Sutil (Force India), 13:

Es war kein sehr aufregendes Rennen für mich, weil ich die meiste Zeit alleine unterwegs war. Position sieben in der Team-WM ist unser bester Platz ? und mein bester in der WM ? das zeigt, wie weit wir in den letzten drei Jahren gekommen sind.

Nico Hülkenberg (Williams), 16:

Ein schwieriges Rennen. Ich bin auf dem harten Reifen gestartet und fuhr einen langen ersten Stint, danach einen kürzeren auf den weichen. Die Pace war aber nicht gut. Schon am Start habe ich eine Position verloren, aber das hat auch nicht viel ausgemacht.

Timo Glock (Virgin), DNF:

Ich konnte mit Lotus mithalten, aber am Ende wurde das Getriebe zu heiß und versagte. Das ist etwas enttäuschend. Aber die Pace hat gezeigt, wie sehr wir das Auto weiter entwickelt haben. Deshalb Danke ans ganze Team!

Michael Schumacher (Mercedes), DNF:

Erst einmal Glückwunsch an Sebastian! Mir selbst geht es gut, ich wurde in bei dem Unfall nicht getroffen. Das war schon Angst einflößend. Ich kam von der Bahn an, drehte mich wegen des Drecks. Ich dache erst, es hätte einen Kontakt gegeben, aber das war wohl mein Fehler. Schade natürlich, da ich die Saison gerne mit einem besseren Ergebnis beendet hätte. Aber ich freue mich schon aufs nächste Jahr.

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