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Der Große Preis von Bahrain 2011 wird wohl nicht nachgeholt © getty

Die Absage des Saisonauftakts in Bahrain reißt ein Loch in den Geldbeutel der Formel 1. Ferrari verliert am meisten.

Von Tobias Hlusiak

München - Die Absage des Saisonauftaktes in Bahrain kommt die Formel 1 teuer zu stehen..

Nach neuesten Rechnungen entgehen der Rennserie durch das entfallene Rennen insgesamt Einkünfte in Höhe von rund 100 Millionen Dollar.

Die zwölf Teams bekommen den finanziellen Ausfall am deutlichsten zu spüren.

Daten des Formel-1-Branchenmonitors "Formula Money" stellen heraus, dass den Rennställen insgesamt geschätzte 40 Millionen Dollar durch die Lappen gehen.

Ferrari ist mit 11 Millionen Dollar Spitzenreiter.

Strafklauseln greifen

Die "Scuderia" bezieht mehr Geld aus dem Sponsoringpool als seine Rivalen, dadurch ist auch der Verlust am größten.

Zusätzlich wird davon ausgegangen, dass die Sponsorenverträge der Teams Strafklauseln beinhalten, die in Kraft treten, wenn ein Rennen ausgelassen wird.

Einnahmen aus Streckenwerbung fehlen

Die nationale Fluglinie "Gulf Air" ist Hauptsponsor des Grand Prix von Bahrain.

Für die Namensrechte blättert das Unternehmen jährlich sechs Millionen Euro hin.

Dabei handelt es sich um die Hälfte der gesamten Einkünfte aus der Rennstrecken-Werbung.

Durch das Wegfallen dieser Einnahmen entsteht ein Loch in der Tasche der Private-Equity-Firma CVC, die Mehrheitsbesitzer des Formel-1-Rechteinhabers Formula One Adminstration (FOA) ist.

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Ecclestone erlässt Veranstaltungsgebühren

Neben der Rennstreckenwerbung fallen auch die Veranstaltungsgebühren weg, die ebenfalls von der FOA verwaltet werden.

Bahrains königliche Familie zahlt jährlich geschätzte 34 Millionen Dollar.

FOA-Chef Bernie Ecclestone erlässt diese Zahlung auf Grund der Absage.

Vergangenes Jahr hatten 44.000 Zuschauer 14 Millionen Dollar an Eintrittsgeldern gezahlt, um dem Rennen auf dem Bahrain International Circuit beizuwohnen.

Material wird umgeleitet

Durch die Kurzfristigkeit der Absage fallen weitere Kosten an.

DIe Teams hatten ihr Material bereits auf den Weg in den Wüstenstaat gebracht.

Die tonnenschwere Formel-1-Karawane muss nun nach Australien umgeleitet werden, wo am 27.März der Saisonstart ausgetragen wird (DATENCENTER: Rennkalender 2011).

Spätere Austragung unwahrscheinlich

Der Große Preis von Bahrain, der eigentlich am 13. März hätte ausgetragen werden sollen, war am vergangenen Montag vom Kronprinz des Wüstenstaates abgesagt worden.

Grund sind Unruhen, die in den vorangegangenen zehn Tagen die Straßen von Manama geprägt hatten.

Die Grand-Prix-Strecke liegt nur unweit der Metropole am persischen Golf.

Auch wenn sich das politische Klima verbessern sollte, gilt es als unwahrscheinlich, dass das Rennen in Bahrain später in diesem Jahr nachgeholt wird.

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