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Lewis Hamilton holte 2008 im McLaren den Fahrer-Weltmeistertitel © getty

Der Mercedes-Mann ist glücklich über Platz zwei - ist aber perplex über die Lücke zu Vettel. Schumi klagt über diverse Probleme.

Melbourne/München - Lewis Hamilton ist hin- und hergerissen.

Der britische McLaren-Pilot hatte vor der Saison teils Schlimmstes befürchten müssen - und öffentlich Alarm geschlagen, dass er kein konkurrenzfähiges Auto habe.

Dafür lief das erste Qualifying der Saison in Melbourne mit Platz zwei doch sehr gut (DATENCENTER: Das Qualifying-Ergebnis).

Der Ex-Weltmeister ist darüber glücklich - zugleich aber regelrecht perplex über den gewaltigen Abstand zu Pole-Setter Sebastian Vettel370658(DIASHOW: Bilder des Qualifyings).

SPORT1 hat die Stimmen zum Qualifying des Australien-Grand-Prix (So. ab 7.45 Uhr im LIVE-TICKER).

Sebastian Vettel (Red Bull), Platz 1

"Es ist ein guter Schritt, die Saison auf diese Art und Weise zu beginnen. Wir haben hart gearbeitet, um den RB7 zu dem zu machen, was er jetzt ist. Das war heute das reinste Vergnügen. Ich war ziemlich schnell und bin über das Ergebnis glücklich. Morgen wird das ein hartes Rennen, ein Rennen in das Unbekannte. Wir können erahnen, wie sich die Reifen verhalten könnten, aber wir werden erst sehen müssen, wie es wirklich ist. Heute haben wir die Basis gelegt, es hätte nicht besser laufen können." (Zusammenfassung des Qualifying ab 15.40 Uhr im TV auf SPORT1)

Nico Rosberg (Mercedes), Platz 7

"Ich war noch am Freitag total optimistisch - seltsam. Ich dachte: 'Da geht was.' Da ging aber nichts. Das Wochenende war ein großes Durcheinander, denn am Auto haben viele Sachen nicht funktioniert. Dabei kommt man nicht wirklich in einen Rhythmus. Wenn KERS einmal funktioniert, dann wieder nicht, ist es halt schwierig. In der Qualifikation funktionierte das meiste, aber viel mehr war halt nicht drin. Das ist ein bisschen erschreckend. Es ist nicht klar, weshalb wir so langsam sind."

Michael Schumacher (Mercedes), Platz 11

"Die Zehntel, die mir gefehlt haben, sind im Durcheinander verloren gegangen. Wir hatten in der zweiten Teilsession kein KERS für den ersten Versuch. Beim zweiten Anlauf stand uns das System wieder zur Verfügung, aber die Abstimmung passte nicht zu hundert Prozent. Andere Kleinigkeiten liefen ebenfalls nicht optimal. Fakt ist: Es hätte sicherlich für die Top 10 gereicht. Unser Anspruch war aber sicher ein etwas anderer. Wir hatten im Verlauf des Wochenendes unterschiedliche Probleme, die wir zum Teil lösen konnten, zum Teil aber auch nicht. Man muss ganz klar sagen: Wir sind jetzt nicht auf dem Stand, auf dem wir im Normalfall sein sollten."

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Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes), Platz 2

"Ich bin absolut begeistert, so weit oben zu stehen. Die Jungs in der Fabrik haben einen unglaublichen Job gemacht und uns in die richtige Spur gebracht. Die Lücke zu Red Bull ist aber groß: Wenn sie tatsächlich kein KERS benutzt haben, sind es 1,3 Sekunden ? das ist nicht normal."

Mark Webber (Red Bull), Platz 3

"Ich bin enttäuscht von meiner Vorstellung. Die große Lücke zwischen mir und Sebastian gibt mir Rätsel auf. Die Jungs haben einen guten Job gemacht, ich nicht den besten. Ich war kein ernsthafter Konkurrent um die Pole, und damit muss ich mich beschäftigen."

Fernando Alonso (Ferrari), Platz 5

"Wir waren schon im Training nicht super-konkurrenzfähig. Im Qualifying haben wir einen konservativen Ansatz gewählt. Wir hätten sonst vielleicht Vierter werden können ? dafür hat es sich nicht gelohnt, mehr Risiken einzugehen. Mit dem Platz sind wir zufrieden, mit dem Rückstand zur Spitze nicht so sehr."

Witali Petrow (Renault), Platz 6

"Nach all der harten Arbeit in einem harten Winter für das ganze Team, fühlt es sich toll an, hier in der dritten Reihe zu stehen. Das Auto hat sich vom Beginn des Trainings an gut angefühlt und wir haben es mit jeder Session verbessert.

Adrian Sutil (Force India), Platz 16

"Vom Tempo her bin ich schon ganz zufrieden. Es ist besser, als wir gedacht hatten. Hätte ich meine Runde noch 300 Meter länger fahren können, hätten wir es gepackt und ich wäre auf Platz zwölf gewesen. Das hätten wir nicht erwartet, denn nach den Tests in Barcelona sah es definitiv schlechter aus. Es ist aber schade, dass es nur Platz 16 war."

Nick Heidfeld (Renault), Platz 18

"Ich habe keine freie Runde hinbekommen. Zum Schluss hatte ich dann auch noch ein Problem mit KERS. Es funktionierte nicht. Ich musste einige Einstellungen verändern und probierte es noch einmal - lief dabei aber auf einige langsame Autos auf. Dadurch hat es leider nicht gereicht. Ich habe schlecht begonnen. Ab jetzt kann es hoffentlich nur noch besser werden."

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