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Der Dirigent des Formel-1-Ochesters: Melbourne-Sieger Vettel © getty

Die internationalen Medien sind beeindruckt vom Australien-Sieg Sebastian Vettels. Aber nicht jeder gratuliert. Pressestimmen.

München - Die Medien der Welt staunen nach dem dominanten Sieg Sebastian Vettels beim Saisonauftakt in Australien.

"Vettel und Red Bull waren im Rennen unglaublich souverän", schreibt zum Beispiel die italienische Zeitung "Tuttosport". Doch nicht jeder ist vom Weltmeister begeistert. "Repubblica" hält den Deutschen für einen "unfehlbaren Roboter". Vettel sei "eisig, unsympathisch und unangreifbar". (Planet Vettel: Muss Red Bull sogar bremsen?)

Doch die Anerkennung für den Start-Ziel-Sieg überwiegt. Viele Verfolger ernten Kritik. SPORT1 dokumentiert die internationalen Pressestimmen. 371072(DIASHOW: Bilder des Rennens)

Australien

Herald Sun: "Red Hot. Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel sagt nach dem Sieg beim Melbourne-GP: Fangt mich, wenn Ihr könnt. Teamkollege Mark Webber bleibt zurück mit einer weiteren verpassten Chance im Albert Park. Vettel schwirrt davon in einer Meisterklasse. Super Seb lässt dem Rest des Feldes nur seinen Windschatten."

The Age: "Melbourne glänzt, als ein junger Maestro sich selbst übertrifft. Nach drei düsteren grauen Tagen erwacht Melbourne zum Leben, als die Sonne über dem Albert Park durchbricht. Wie aufs Stichwort erleuchtet ein Rennsportwunder namens Sebastian Vettel ein Ereignis, dass trotz aller Kritik eines der wenigen Events ist, das jedes Jahr die Stadt auf die Weltkarte setzt."

Italien

Gazzetta dello Sport: "Wie vor einem Jahr: Vettel greift an, Ferrari verteidigt sich. Nach einer über viermonatigen Pause hat sich nichts geändert. Vettel fährt wie eine Rakete mit einem Auto, das in jeder Situation einen Schritt vor den Rivalen ist. Vettel ist für die Rivalen unangreifbar geworden. Nach dem WM-Titel ist er noch stärker, er hat eine große Reife erreicht."

Corriere dello Sport: "Die F1 beginnt wieder mit einem Sieg von Vettel. Ferrari hat dagegen sein Mindestziel verfehlt, Alonso muss sich mit dem vierten Platz begnügen. Ferrari muss jetzt die Gründe dieses enttäuschenden Saisonstarts erklären."

Tuttosport: "Vettel ist sofort wieder der Herr der Formel 1 - Ferrari startet mit einem Flop. Vettel und Red Bull waren im Rennen unglaublich souverän. Der gereifte Vettel ist schon der Thronnachfolger Schumis, er ist aber kaltblütiger und weniger hochmütig. Mit dem WM-Titel hat er noch mehr an Sicherheit gewonnen. Sein Auto schenkt ihm Flügel. Nur Hamilton und Alonso sind auf seinem Niveau. Schumacher versinkt dagegen im Chaos."

Repubblica: "Red Bull fährt auf einem anderen Planeten. Vom Wunderkind zum unfehlbaren Roboter: Vettel ist eisig, unsympathisch und unangreifbar. Null Spontanität, höchste Konzentration und keine Spur von Sympathie, das ist der neue Sebastian Vettel. Das ehemalige Wunderkind der Formel 1 ist endgültig zum Herrscher im Stil Schumachers avanciert."

England

The Sun: "Lew in Titellaune. Lewis Hamilton posaunte gestern: Der Titelkampf ist eröffnet - und ich kann ihn gewinnen. Er schlug Befürchtungen, sein McLaren sei ein Blindgänger in den Wind und fuhr beim Großen Preis von Australien auf den zweiten Platz. Jetzt ist er sich sicher, dass er Rennsieger Sebastian Vettel stoppen und sich selbst zum zweiten Mal die Krone aufsetzen kann."

The Times: "Lewis Hamiltons Auto war auf den letzten Drücker zusammengeschustert worden. Und als er es nach dem Rennen abstellte, sah es aus, als würde man schon einige Stunden mit Hammer und Schraubenzieher benötigen, um es wieder zusammen zu flicken. McLaren macht keine halben Sachen und die Formel 1 kann aufatmen, dass es wohl wieder einmal bis zum letzten Rennen der Saison 2011 spannend bleiben könnte."

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The Guardian: "Die Ruhe dieses Herbstabends im Park mit Blick auf den See wurde durch die lärmende Brillanz von Sebastian Vettel gestört. Und es waren nicht nur die schwarzen Schwäne, die sich in Sicherheit brachten.

Wenn er unter einer seiner Schirmmützen verschmitzt lächelt, dann sieht der frühreife deutsche Weltmeister ein wenig wie ein Trottel aus - nur eine von vielen seiner amateurhaften Gesten. Dabei ist eines seiner wichtigsten Qualitätsmerkmale, neben seiner unglaublichen Geschwindigkeit, seine Intelligenz. Er benutzte die neue DRS-Hilfe so gut wie gar nicht und KERS überhaupt nicht. Was seine Kontrahenten nachdenklich machen wird, denn das ist eine weitere halbe Sekunde Spielraum für ihn."

Spanien

Marca: "Vorführung von Vettel - Red Bull ist weiter unerreichbar. Das große Rennen von Vettel untermauert seine Favoritenstellung. Alonso wird Vierter, weil er wieder schlecht gestartet ist."

Sport: "Spaziergang für Vettel. Der Weltmeister dominierte das Rennen vom Anfang bis zum Ende. Alonso wird von dem Russen Petrow ausgebremst."

As: "Vettel zeigt es allen. Eine außergewöhnliche Demonstration des deutschen Piloten, der alle dominiert und bequem gewinnt. Alonso ist zufrieden mit seinem vierten Platz."

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