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Sebastian Vettel holt schon beim Saisonstart in Melbourne die Pole-Position © getty

Der Weltmeister geht vom ersten Startplatz aus in den Malaysia-GP. Lewis Hamilton im McLaren macht ihm das Leben sehr schwer.

Kuala Lumpur - Es war deutlich knapper als in Melbourne, doch Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel hat sich auch im zweiten Saisonrennen (So. ab 9.45 Uhr im LIVE-TICKER) die Pole Position gesichert. (DATENCENTER: Startaufstellung)

Nach einer Punktlandung auf den letzten Drücker hatte der Red-Bull-Pilot am Samstag in Kuala Lumpur eine Zehntelsekunde Vorsprung vor McLaren-Pilot Lewis Hamilton. "Es war eng, aber es hat gereicht", sagte Vettel, der nach seiner Bestzeit in 1:34,870 Minuten liebevoll die Nase seiner "Kinky Kylie" streichelte. (376893Die Bilder)

Eng war es für Vettel auch auf dem Weg in seine entscheidende Runde, erst vier Sekunden vor Ablauf der Zeit fuhr er über die Ziellinie.

"Dann hatte ich ja noch drei Sekunden Luft", flachste Vettel nach der 17. Pole Position seiner Karriere und saisonübergreifend der dritten in Folge: "Ich wusste, dass ich das letzte Auto bin und es knapp würde, ich hatte aber vielleicht mit zehn Sekunden gerechnet."

Vettel: Strecke sehr anspruchsvoll

Anders als noch Down Under musste Vettel "zittern bis zur Qualifikation".

Er sei zwar vorher schon glücklich mit dem Auto gewesen, "hatte aber nie den richtigen Rhythmus gefunden. Manchmal hatte ich Verkehr oder ich habe kleine Fehler gemacht. Die Strecke hier ist sehr anspruchsvoll, da dauert es immer eine Weile, bis man sie versteht".

Dennoch habe er sein Zutrauen nicht verloren, erklärte der Red-Bull-Pilot: "Ich wusste immer, dass wir es drin haben, und habe immer daran geglaubt." Unmittelbar nach Ende seiner Pole-Runde hatte er im Boxenfunk einen lauten Juchzer ausgestoßen und seinem Team zugerufen: "Davon habe ich gesprochen."

Unterschied KERS

Einen besonderen Dank richtete Vettel an die Teammitglieder, die das in Melbourne im Rennen noch nicht genutzte Energie-Rückgewinnungssystem KERS einsatzfähig gemacht hatten. "KERS hat heute den Unterschied gemacht", sagte der 23-Jährige.

Hamilton ärgerte sich nicht lange über die verpasste Pole. "Wir können nicht wirklich enttäuscht sein. Wir haben nach dem letzten Rennen einen fantastischen Job gemacht, dass wir hier auf Höhe der Red Bull sind", sagte der Brite.

In Melbourne hatte in der Qualifikation noch acht Zehntelsekunden hinter Vettel gelegen und war im Rennen als Zweitplatzierter ohne echte Chance gewesen. Auch die zweite Startreihe teilen sich Red Bull und McLaren. Vettels australischer Teamkollege Mark Webber wurde Dritter vor Hamiltons britischem Landsmann Jenson Button.

Heidfeld stark, Schumi mit Problemen

Zweitbester Deutscher war Nick Heidfeld im Renault, der auf Startplatz sechs fuhr und sich damit für den schwachen Auftakt rehabilitierte.

Mercedes-Pilot Nico Rosberg landete auf Position neun. Rekord-Weltmeister Michael Schumacher verpasste dagegen im zweiten Mercedes wie in Melbourne knapp die letzte Qualifikationsrunde und startet von Position elf ins Rennen. Pikanterweise hatte ihn in letzter Sekunde ausgerechnet Rosberg aus den Top 10 gekickt.

"Es ist offensichtlich, dass etwas schief gelaufen ist. Ich war in den bisherigen Sessions hier immer vor meinem Teamkollegen. Leider ist der Heckflügel in der entscheidenden Runde nicht mehr in seine Ausgangsposition zurückgekehrt", meinte Schumacher. Aber auch Rosberg war nicht glücklich. "Ich glaube, es wäre heute noch mehr gegangen", sagte er.

"Podium eine Option"

Heidfeld dagegen war "sehr zufrieden mit dem sechsten Platz, speziell, wenn man die Probleme von gestern berücksichtigt". Da hatte er nach einem Aufhängungsbruch viel wertvolle Trainingszeit verpasst. Jetzt schielt er sogar nach oben. "Das Podium ist sicher eine Option. Es wäre natürlich super, wenn es klappt", sagte "Quick Nick".

Adrian Sutil platzierte sich im Force-India-Mercedes auf Position 17 und haderte mit "großen technischen Problemen".

Deutsches Schlusslicht war Timo Glock im Virgin-Cosworth auf Position 21, der sich in Galgenhumor flüchtete. "Ich glaube nicht, dass es morgen wesentlich besser laufen wird. Im Regen sind wir leider genauso langsam", sagte er: "Unsere einzige Chance ist, dass im KERS der anderen Autos der Blitz einschlägt."

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