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Michael Schumacher konnte in Malaysia bereits drei Mal gewinnen © getty

Mercedes stagniert auch in Malaysia. Vettel ist überrascht von Heidfeld, der von einem "großartigen Schritt" spricht. Die Stimmen.

Kuala Lumpur/München - Auch in Malaysia sind die Silberpfeile einfach nicht in die Gänge gekommen.

Beim Start-Ziel-Sieg von Weltmeister Sebastian Vettel konnte Michael Schumacher für Mercedes mit Rang neun gerade einmal zwei magere Pünktchen ergattern. Nico Rosberg landete nur auf Platz zwölf. (DATENCENTER: Das Renn-Ergebnis)

"Unter Rennbedingungen sind wir noch zu langsam", analysierte Schumacher nach dem Grand Prix. Für Rosberg ist die derzeitige Situation "schwerer als erwartet".

Besser machte es Nick Heidfeld, der mit seinem Renault überraschte und zum ersten Mal aufs Podium fuhr. 377317(DIASHOW: Bilder des Rennens)

(Zusammenfassung des Rennens ab 21.00 Uhr im TV auf SPORT1)

SPORT1 hat die Stimmen zum Malaysia-Grand-Prix:

Sebastian Vettel (Red Bull), Platz 1

"Zunächst einmal können wir heute glücklich sein, den Tag genießen und versuchen, diesen Schwung mitzunehmen. Es war natürlich nicht unser Plan, dass wir KERS mal benutzen konnten und mal nicht. Das ist etwas, an dem wir arbeiten müssen. Wären wir ohne KERS gestartet, würden wir uns sicher in einer anderen Position befinden. Es war teilweise sehr eng mit McLaren. Nach Kurve eins war ich überrascht, als ich etwas Schwarzes im Rückspiegel sah - ich wusste es war ein Lotus."

"Nach dem ersten Abschnitt des Rennens lagen wir die entscheidenden Sekunden vorne, um uns das Ganze in Ruhe anschauen zu können, wann die anderen an die Box fahren, welche Reifen sie aufziehen und so weiter. Die Reifen waren heute der Schlüssel zum Rennen, deswegen war es nicht allzu einfach. Durch den starken Abbau der Pneus wusste man nicht, wie stark man als Fahrer attackieren kann. Wir können stolz auf uns sein. Es hätte gar nicht besser laufen können. Es gibt jedoch noch jede Menge Punkte zu holen, deshalb müssen wir auf dem Boden bleiben."

Jenson Button (McLaren), Platz 2

"In gewisser Weise war es wirklich ein verwirrendes Rennen. Wir haben ständig versucht druch die Boxenstopps der anderen zu verstehen, und ob es sich lohnt, auf die Reifen zu achten oder nicht. Das war eine ziemlich schwierige Angelegenheit. Als wir im letzten Abschnitt den härteren Reifen aufzogen, kam das Auto richtig in die Gänge. Im Kampf um Platz eins sagte mir das Team, dass ich zurückstecken und auf die Reifen achten sollte. Als Rennfahrer möchte man natürlich Druck machen und auf den Führenden aufholen, selbst wenn man weiß, dass man es nicht machen sollte. Aber es ist dennoch großartig, den zweiten Rang und 18 Punkte geholt zu haben."

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Nick Heidfeld (Renault), Platz 3

"Der Start war fantastisch, das hat viel Spaß gemacht. In Australien habe ich am Start viele Positionen gutgemacht, aber ich hatte nicht erwartet, dass mir das heute gleiche von der sechsten Startposition aus gelingen würde. Ich habe gespürt, dass mich Sebastian in seinen Spiegeln beobachtete. Danach habe ich mein Bestes gegeben, um mit Sebastian mitzuhalten, aber er war doch einen Tick schneller. Vor allem auf den härteren Reifen waren wir recht gut unterwegs. Am Ende des Rennens musste ich mich gegen den heranfliegenden Mark Webber verteidigen. Mark attackierte, aber seine Reifen begannen nachzulassen. Mein erstes Podium für Lotus ist ein großartiger Schritt."

Fernando Alonso (Ferrari), Platz 6

"Das ist weitere Motivation für das anstehende Rennen in China. Wir hatten kein Glück: wenn der verstellbare Heckflügel immer funktioniert hätte, wäre ich leicht auf der Geraden an Hamilton vorbeigekommen, aber stattdessen mussten wir hart kämpfen. Diese Dinge passieren, heute lief es schlecht für mich, aber ein anderes Mal haben wir mehr Glück. Das Auto schien hier sehr gut mit den Reifen umzugehen, wodurch ich kämpfen konnte. Mit dem heutigen Paket können wir nicht um den Sieg fahren, aber ich hoffe, das ändert sich bald."

Lewis Hamilton (McLaren), Platz 8

"Ich bin als Zweiter gestartet und habe alles getan, um mitzuhalten. Während des Rennens haben meine Reifen nachgelassen. Die ganze Zeit über sind wir früher als alle anderen an die Box gegangen und am Ende waren meine Reifen einfach am Ende. Es war ein schreckliches Rennen, eine Katastrophe. Ich fuhr von Platz zwei aus los und wurde als Siebter abgewinkt. Die Strategie war nicht so gelungen. Wir müssen das jetzt hinter uns lassen und nach vorne schauen."

Michael Schumacher (Mercedes), Platz 9

"Unter Rennbedingungen sind wir noch zu langsam. Wenn man sich mit solchen Schwierigkeiten auseinandersetzen muss, hat man parallel keine Kapazitäten frei, um sich mit der Entwicklung zu beschäftigen. Bei meinem Abflug ins Kiesbett waren die Reifen schon relativ stark verschlissen. Ich kam ein bisschen von der Linie ab, und dort ist es nun einmal sehr schmutzig und rutschig. Wir konnten an diesem Wochenende feststellen, dass wir einiges an Boden verlieren, sobald mehr Benzin ins Auto kommt. Daran müssen wir arbeiten. Zu stagnieren und den Kopf in den Sand zu stecken hilft niemandem. Insofern: 'Schaffe, schaffe, Häusle baue', wie man im Schwabenland sagt."

Adrian Sutil (Force India), Platz 11

"Die ersten Runden waren nicht gerade brilliant, weil ich meinen Frontflügel bei einem Zusammenprall mit Barrichello verlor. Positiv ist, dass ich die Reifen gut im Griff hatte. Insgesamt hätten wir aber besser abschneiden können, das ist eine Schande. Alles in allem war es ein enttäuschendes Wochenende für mich."

Nico Rosberg (Mercedes), Platz 12

"Ich hatte einen sehr schlechten Start. Das müssen wir erst noch genau analysieren. Dabei geht es unterm Strich um die Einstellung der Kupplung. Direkt beim Losfahren drehten meine Räder durch und ich blieb fast stehen. Uns fehlt es momentan an Geschwindigkeit im Rennen. Es war kein gutes Wochenende für uns. Wir hatten natürlich große Hoffnungen. Wichtig ist, auf das vergangene Jahr aufzubauen und uns zu verbessern. Wir sind auf dem Weg dahin, doch es ist momentan schwieriger als erwartet."

Timo Glock (Virgin), Platz 16

"Ich hatte einen guten Start und das Auto lief gut. Ich bin gut durch den Verkehr gekommen, und es war ein relativ einfaches Rennen. Abgesehen davon, das wir unsere Performance weiter verbessern müssen, hat alles gut geklappt."

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