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Red-Bull-Star Sebastian Vettel hat in dieser Saison drei von vier Rennen gewonnen © getty

Die internationalen Medien verneigen sich vor dem "Dominator Vettel". Italien bejubelt Alonsos Neubeginn. Schumi erntet Mitleid.

München - Nach seinem Triumph beim Türkei-GP (Bericht) wird Sebastian Vettel von den internationalen Medien in den Himmel gehoben - Mark Webber kommt weniger gut weg.

Die spanische Presse sieht "eine beleidigende Dominanz von Red Bull und seinem jungen König." (DATENCENTER: Ergebnis)

Die "Times" spricht bereits vom "Dominator Vettel", der seinen "Konkurrenten nur einen tiefen Schluck aus dem Pokal des Bedauerns" übriglässt.

Die italienischen Gazetten bejubeln, dass Alonso "die Weichen für einen Neubeginn gestellt" hat und haben Mitleid mit Schumi.

SPORT1 hat die internationalen Pressestimmen zum Großen Preis der Türkei.

ENGLAND

The Times: "Dominator Vettel lässt den Konkurrenten nur einen tiefen Schluck aus dem Pokal des Bedauerns übrig. Seine Rivalen werden den direkten Weg zur Hausbar eingeschlagen haben, um sich einen starken Drink zu mixen."

The Sun: "Ich hab's verbockt! Lewis Hamilton entschuldigt sich bei seinem Team, nachdem ihm Sebastian Vettel eine Tracht Prügel verpasst hat. Hamilton kam als Vierter durchs Ziel - unglaubliche 40 Sekunden hinter Red Bulls aufbrausendem Deutschen. Das Team aus Woking muss sich jetzt schnell etwas einfallen lassen, damit es wieder mit Red Bull konkurrieren kann. Ansonsten bleibt nur die Aussicht, dass Vettel sich wieder den Titel schnappt."

Guardian: "Es ist nicht nur die Geschwindigkeit der Red Bull, die der Konkurrenz um McLaren, Ferrari und Mercedes Sorgen bereitet. Es ist auch die Tatsache, dass sich der Weltmeister auf ein höheres Level gebracht hat. Es sieht so aus, als habe er den Podiumsplatz schon vor dem Rennstart sicher. Sein Triumph bei diesem Rennen war so unvermeidbar, seine Dominanz vom Start bis zur Zielflagge so groß, dass dies kein Rennklassiker wurde. In der letzten Saison trennte Vettel und seinen Teamkollegen Mark Webber nicht viel. Aber der Deutsche fuhr in Istanbul fast neun Sekunden vor dem Australier durchs Ziel, dem nun klar wird, dass seine einzige Chance, einmal Weltmeister zu werden, in den Schlussrunden der letzten Saison verflogen ist."

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The Daily Telegraph: "McLaren hat im vergangenen Monat in China gewonnen weil es eine bessere Strategie als Red Bull hatte. Aber das sind seltene Momente. Wenn man ehrlich ist, sind sie gegenüber Red Bull schon seit zwei Jahren in der Verfolgerrolle."

Daily Mail: "Glänzender Vettel ist einmal mehr zu gut für die Konkurrenz und holt sich den Großen Preis der Türkei. Wenn Sebastian Vettel in dieser Art weitermacht, dann dauert es nicht mehr lange, bis er auf seinen zweiten WM-Titel in Folge anstoßen kann. Der Champagner hätte wohl eher an seine Mechaniker gehen sollen, die seinen Wagen 14 Stunden lang reparierten, nachdem er sich am Freitag im Regen einen Dreher geleistet hatte."

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: "Vettel siegt dort, wo er vor fünf Jahren seine Karriere begonnen hatte. Wenn er so weitermacht, wird man sich nicht mehr fragen müssen, ob er die WM gewinnt, sondern wann er seinen zweiten Titel erobern wird."

Corriere dello Sport: "Ferrari, endlich der Neubeginn. Das Licht am Ende des Tunnels ist für Ferrari ein roter Blitz geworden. Red Bull bestätigt sich als das zuverlässigste Team. Vettel bringt einen phantastischen Start hinter sich, danach bleibt er in aller Ruhe an der Spitze des Rennens. Es tut weh, Schumacher in diesem Zustand zu sehen. Ein siebenmaliger Weltmeister dürfte sich nicht so blamieren."

Tuttosport: "Red Bull und Sebastian Vettel bleiben an der Spitze und schauen auf alle anderen herab, Ferrari erobert nach sechs Monaten wieder einen Platz auf dem Podium. Die Kluft zu Red Bull ist noch groß, aber nicht mehr enorm. Alonso hat in der Türkei die Weichen für einen Neubeginn gestellt. Vettel ist in eine höhere Dimension aufgerückt. Auch wenn er etwas falsch macht, verliert er nicht die Ruhe. Schumacher ist dagegen nur noch der Schatten seiner selbst."

Corriere della Sera: "Vettel ist immer mehr der Alleinherrscher der Formel 1, doch Ferrari ist endlich aufgewacht. Red Bull dominiert auch in der Türkei das Rennen, Alonso macht endlich Fortschritte."

Repubblica: "Die ganze Macht in Vettels Händen, doch Ferrari gibt endlich ein Lebenszeichen von sich. Red Bull hat einen anderen Planeten erreicht. Das Team ist unangreifbar. Vettel ist der König der Formel 1. Webber duldet ihn mit dem Verhalten eines Großvaters. Schumacher ruiniert der Hälfte der Piloten das Rennen. Die Gegner überholen ihn von allen Seiten."

SPANIEN

Marca: "Wieder ein Vettel-Sieg. Ein weiterer Spaziergang für Vettel. Es gab kaum Widerstand von den Rivalen."

As: "Alonso kommt auf das Podium, was Hoffnung macht. Er wurde Dritter hinter den beiden Red Bull mit dem unbezähmbaren Vettel und Webber."

Sport: "Eine beleidigende Dominzanz von Red Bull und seinem jungen König."

El Mundo Deportivo: "Vettel gewinnt weiter in aller Bequemlichkeit. Dem König ist es vollkommen egal, was hinter seinem Rücken passiert."

Superdeporte: "Wieder ein Sieg für Vettel. Er zerstört die Samstage, die Rivalen kämpfen nicht mehr gegen ihn um die Pole Position, sondern gegeneinander um Platz zwei."

El Pais: "Vettel ganz locker. Er ist der Goldjunge des Automobilsports. Er kann es sich sogar erlauben, am Freitag einen Übungstag in den Müll zu werfen."

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