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Mark Webber fuhr in Barcelona in beiden Trainings-Sessions Bestzeit © getty

Der Australier nimmt Vettel beim Training des Spanien-GP fast vier Zehntel ab. Hamilton durchbricht die Phalanx der "Bullen".

Barcelona - Meilensammer Sebastian Vettel muss im Kampf um die wichtigste Pole Position des Jahres vor allem Teamkollege Mark Webber fürchten.

In beiden freien Trainingseinheiten vor dem Großen Preis von Spanien (Qualifying, Sa., ab 13.45 Uhr im LIVE-TICKER und im TV auf SPORT1 am Wochenende fuhr der Vorjahressieger aus Australien die Bestzeit. (DATENCENTER: Das Training)

Vettel begnügte sich mit den Plätzen zwei und drei - im 2. Freien Training schob sich McLaren-Pilot Lewis Hamilton zwischen die beiden Red Bull.

Dafür spulte Vettel mit 37 Runden aber mehr als 170 Testkilometer ab.

In den vergangenen zehn Jahren hat in Barcelona ausnahmslos immer der Fahrer gewonnen, der von der Pole gestartet ist.

Vettel: Das Rennen zählt

"Ich war heute Nachmittag deutlich zufriedener als morgens", kommentierte der Champion sein Ergebnis: "Aber was im Endeffekt zählt ist das Rennen. Es war wichtig, die Chance zu nutzen, die neuen harten Reifen kennenzulernen. Am Samstag werden wir dann wirklich sehen, wie eng es zugehen wird."

Auch die Bestzeit seines Teamkollegen brachte den WM-Führenden nicht aus der Fassung.

"Ich weiß nicht, ob Mark die Strecke besser liegt als die anderen", sagte der 23-Jährige und fügte mit einem Schmunzeln hinzu: "Ich weiß nicht, ob er hier die Luft gerne hat oder irgendetwas einschmeißt."

Webber sichtlich zufrieden

Webber zumindest war mit seiner Leistung sichtlich zufrieden. "Das war schon mal nicht schlecht", sagte der 34-Jährige.

In der WM-Wertung führt Vettel mit 93 Punkten vor dem auch am Freitag zweitschnellsten Hamilton (59) und Webber (55).

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Das Rennen auf dem Circuit de Catalunya, auf dem die Piloten im Winter bereits sechs Testtage absolvierten, gilt als wichtiger Gradmesser für die weitere Saison.

Alonso zerknirscht

Vize-Weltmeister Fernando Alonso, der seinen Vertrag bei Ferrari am Donnerstag bis 2016 verlängerte und am Freitag Fünfter wurde, bezeichnete sein Heimrennen als "echte Referenz bezüglich der Hackordnung". (Bericht: "Rentenvertrag" für Alonso)

Nach dem Training war er aber erst einmal etwas zerknirscht.

"Im Qualifying wird Red Bull sicher unschlagbar sein", sagte er: "Aber vielleicht geht im Rennen ja was für McLaren oder uns."

Stuck glaubt nicht an Webber

Webber zeigte mit seinem beherzten Auftritt am Freitag, dass er den internen Kampf gegen Vettel noch nicht aufgegeben hat - auch wenn der frühere Rennfahrer Hans-Joachim Stuck genau das vermutete.

"Vettel muss Webber nicht mehr fürchten", sagte er der "Auto Bild motorsport": "In seinem Gesicht sehe ich Missmut und Selbstzweifel - wie von jemandem, der in diesem Jahrtausend nicht mehr daran glaubt, dass er seinen Teamkollegen noch einmal schlagen kann."

Rosberg vor Schumi

Nico Rosberg als Sechster und Mercedes-Teamkollege Michael Schumacher als Siebter machten Hoffnung auf ein ordentliches Resultat.

Nick Heidfeld war im Renault am Freitag Zehnter, Adrian Sutil im Force India belegte nur Rang 19.

Glock droht die Zuschauerrolle

Timo Glock droht indes wie befürchtet beim Rennen das Zuschauen.

Mit 1:28,062 Minuten lag er im Vergleich mit Webbers Bestzeit (1:22, 470) über der 107-Prozent-Marke und hätte bei gleichem Abstand im Qualifying die Qualifikation für das Rennen verpasst.

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