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Fernando Alonso hat seinen Vertrag bei Ferrari bis 2016 verlängert © getty

Alonso legt einen "unglaublichen" Start hin - ist von dem schlechten Endergebnis aber nicht überrascht. Bei Rosberg klappt nichts.

Barcelona - Fernando Alonsos Start war "unglaublich", das musste sich sogar Pole-Setter Mark Webber eingestehen.

Von Rang vier gestartet, flog der Spanier beim Grand Prix in Barcelona (Rennbericht) vor dem eigenen Publikum förmlich an Webber, Sebastian Vettel und Lewis Hamilton vorbei und ging als Erster in Kurve eins des Circuit de Catalunya. (DATENCENTER: WM-Stand Fahrer)

"Großartig", wie Alonso kurz und bündig beschrieb. Der zweimalige Weltmeister wusste jedoch auch, dass Rang eins nicht zu verteidigen war: "Wir waren einfach nicht schnell genug - sie haben uns links und rechts überholt. Platz fünf war realistisch."

Oben stand am Ende mal wieder Weltmeister Sebastian Vettel im Red Bull. "Sie sind viel weiter als der Rest", gab Alonso zu. (DATENCENTER: Das Rennergebnis)

SPORT1 hat die Stimmen zum Rennen von Barcelona zusammengestellt.

Sebastian Vettel (Red Bull), Platz 1:

"Das Ergebnis ist perfekt, besser hätte es nicht laufen können. Aber es war heute richtig hart - kein einfaches Rennen. McLaren und insbesondere Lewis waren sehr stark und haben uns mächtig unter Druck gesetzt. Ich habe mit den Knöpfen und der Bremskraft-Verteilung förmlich herumgespielt. Ich war schon sehr erleichtert, als ich zum letzten Mal auf die Gerade einbog und die Zielflagge vor Augen hatte. Im Endeffekt kam es doch anders, als viele vermutet haben: Es war kein Rennen zwischen mir und Mark."

Lewis Hamilton (McLaren), Platz 2:

"Wir dürfen nicht enttäuscht sein. Das Team hat fantastische Arbeit geleitet - und das bei allen Boxenstopps. Wir konnten gerade so mit Red Bull und speziell mit Mark mithalten. Sie sind einfach unheimlich schnell und haben so viel mehr Abtrieb als alle anderen. Es war trotzdem gut, wieder so viele Punkte geholt zu haben. Wir können jetzt mit positivem Schwung nach Monaco reisen. Ich denke, dort entscheidet wieder das fahrerische Können."

Jenson Button (McLaren), Platz 3:

"Ich hatte einen total schlechten Start. Meine erste Runde war eine Katastrophe. Nur dank einer wirklich fantastischen Strategie hatte ich noch die Chance, auf das Podest zu fahren. Es machte sehr viel Spaß, wenn man nach vorne Druck ausüben kann. Nach diesem Kampf ist es schön, einige Punkte gesammelt zu haben."

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Mark Webber (Red Bull), Platz 4:

"Mein Start war eigentlich gar nicht so schlecht. Fernando Alonsos war allerdings unglaublich. Es war dann eine Sache der Strategie, da ich und Sebastian hinter Alonso hingen. Nachdem Sebastian sich absetzen konnte, war es ein Schachspiel mit den Boxenstopps. Es hatte wenig mit Rennsport zu tun, sondern es ging nur um die Reifenabnutzung im Windschatten eines anderen Fahrers."

Fernando Alonso (Ferrari), Platz 5:

"Der Start heute war toll. Und vor den Fans das Rennen anzuführen, war schon großartig. Aber das Hauptproblem war, dass wir einfach nicht schnell genug waren. Wir haben Runde um Runde an Boden verloren und waren einfach nicht konkurrenzfähig. Auf den weichen Reifen waren wir schon langsam, aber auf den harten wirklich sehr, sehr langsam. Ich hatte daher auch keine Hoffnungen auf den Sieg. Natürlich ist es bitter, wenn man wieder Plätze verliert, aber wir müssen zugeben, dass Platz eins einfach nicht drin gewesen wäre. Rang fünf war realistisch realistisch. Red Bull und McLaren haben bis Platz fünf alle überrundet. Sie sind viel weiter als der Rest."

Michael Schumacher (Mercedes), Platz 6:

"Es hat heute definitv Spaß gemacht und es war ja auch mein bestes Resultat in dieser Saison. Die Balance und das Tempo waren aber eher dürftig. Das Auto war nicht besonders gut zu fahren, weil es ständig übersteuert hat, und bei unseren Rundenzeiten war es dann kein Wunder, wenn man irgendwann überrundet wird. Das habe ich mir aber nicht allzu sehr zu Herzen genommen."

Nico Rosberg (Mercedes), Platz 7:

"Es war ein schwieriges Rennen. Heute hat nichts funktioniert. Mein Funk hat nicht funktioniert, was die Strategie sehr schwierig gemacht hat. Mein Heckflügel nicht funktioniert - er ließ sich auf der Geraden nicht flachstellen. Und zu allem Überfluss hat die Trinkflasche auch nicht funktioniert. Wir wollten eigentlich an diesem Wochenende einen Fortschritt machen. Nun haben wir aber eher einen Rückschritt gemacht."

Nick Heidfeld (Renault), Platz 8:

"Wir hatten uns erhofft, in die Punkte zu fahren. Ein, zwei Runden mehr, dann wäre es wohl Platz noch sechs geworden. Aber auch so hat es enorm viel Spaß gemacht. Wenn man von ganz hinten startet und als Achter ins Ziel kommt, kann man schon sehr zufrieden sein.

Adrian Sutil (Force India), Platz 13:

"Das Endergebnis ist, was wir erwartet haben. Wenn ein Konkurrent vor einem mit den Reifen zu kämpfen hat, kommt man aufgrund des Geschwindigkeitsunterschieds schon sehr leicht vorbei."

Timo Glock (Virgin Racing), Platz 19:

"Wir haben das Beste aus dem Auto herausgeholt, und wir hatten eine gute Strategie, um dichten Verkehr zu vermeiden. Ich bin mit dem Tag ziemlich zufrieden."

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