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Mercedes-Pilot Nico Rosberg konnte in seiner Karriere noch keinen Grand Prix gewinnen © getty

Ein heftiger, aber glimpflich verlaufener Unfall des Mercedes-Piloten sorgt im letzten Freien Training für eine Schrecksekunde.

Monte Carlo - Ein heftiger, aber glimpflich verlaufener Unfall von Mercedes-Pilot Nico Rosberg hat im letzten freien Training zum Formel-1-Rennen von Monaco (Zusammenfassung Qualifying, Sa., ab 17.30 Uhr im TV auf SPORT1) für eine Schrecksekunde gesorgt.

Rosberg, der im Fürstentum aufgewachsen ist und wohnt, prallte beim Anbremsen der Schikane hinter dem Hafentunnel heftig rechts gegen die Leitplanken, weil sein Auto plötzlich beim Anbremsen ausbrach, und rutschte danach noch mehrere hundert Meter über die Strecke.

Dabei hatte der 25-Jährige großes Glück, dass er nicht frontal gegen den Beginn einer Begrenzungsmauer prallte.

Genau an dieser Stelle war 1994 der Österreicher Karl Wendlinger verunglückt und hatte danach mehrere Wochen im Koma gelegen. (Training: Die Zeiten im Überblick)

Glück im Unglück für Rosberg

Nico Rosberg stieg unverletzt aus dem Auto und schaute sich den schwer beschädigten Silberpfeil noch genau an, ehe er mit dem Cabrio zurück ins Fahrerlager gefahren wurde.

Gequält lächelnd ignorierte er dort sämtliche Report-Nachfragen. Das Team teilte Teamkollege Michael Schumacher per Boxenfunk mit, dass möglicherweise ein zu geringer Luftdruck auf dem Hinterreifen der Grund dafür gewesen sei, dass Rosberg das Auto verlor.

Es könnte für das Team schwierig werden, das Auto bis zum Beginn des Qualifyings um 14.00 Uhr zu reparieren.

Fahrfehler von Rosberg?

"Nico hat beim Anbremsen über eine Bodenwelle die Hinterräder verloren", erklärte Mercedes-Motorsport-Chef Norbert Haug.

Der Crash geht demnach ganz offenbar auf Rosbergs Kappe.

"Das kann man so sagen. Aber wir wollen dem Nico keinen Vorwurf machen. So etwas kann passieren", beantwortete Haug die Frage, ob ein Fahrfehler vorgelegen habe.

Auch Liuzzi crasht

Nach einem weiteren spektakulären Crash Vitantonio Liuzzi wurde die Session fünf Minuten vor dem Ende noch einmal unterbrrochen, auch der Italiener blieb unverletzt.

Die Bestzeit hatte bis dahin wie schon am Donnerstag Vize-Weltmeister Fernando Alonso im Ferrari inne.

[kaltura id="0_u5v0h994" class="full_size" title="Eine Runde in Monaco"]

Titelverteidiger Sebastian Vettel musste sich nach Platz fünf zwei Tage zuvor diesmal mit Rang vier begnügen, konnte aber durch Liuzzis Unfall nicht mehr die geplanten Runden auf den schnellen, weichen Reifen absolvieren.

Schumacher belegte hinter Vettel Rang fünf.

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