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Nico Rosberg schaffte beim Monaco-GP nicht den Sprung in die Punkte © imago

Vettel ist nach seinem Premierensieg beim Monaco-GP überglücklich. Bei den Silberpfeilen ist die Stimmung auf dem Tiefpunkt.

Monaco - Nach seinem Premieren-Erfolg (Bericht und 411278Bilder) beim Monaco-GP (Zusammenfassung ab 22.15 Uhr im TV auf SPORT1) ist Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel "extrem glücklich".

Lewis Hamilton fühlt sich dagegen als Opfer: Die Fahrweise von Felipe Massa und Pastor Maldonado bezeichnet der Weltmeister von 2008 als "sowas von lächerlich". (DATENCENTER: WM-Stand Fahrer)

Teamkollege Jenson Button sieht sich durch die Safety-Car-Phase und die Rote Flagge um eine gute Siegchance gebracht, genauso wie Ferrari-Star Fernando Alonso.

Bei Mercedes ist die Stimmung nach einem "Wochenende zum Vergessen" auf dem Tiefpunkt. (DATENCENTER: Das Rennergebnis)

SPORT1 hat die Stimmen zum Qualifying in Monaco zusammengestellt.

Sebastian Vettel (Red Bull), Platz 1: "Ich bin extrem glücklich und sehr, sehr stolz, mich in Siegerliste hier eingetragen zu haben. Das war ein echt verrücktes Hammer-Rennen. Ich wurde zwar reingerufen, aber ich habe gesagt, wir versuchen es und bin draußen geblieben. Ich hatte die Jungs direkt hinter mir, und es wurde immer enger und enger. Aber ich wusste, wenn ich keinen Fehler mache, werde ich es schaffen. Die zweite Safety-Car-Phase und die frischen Reifen haben mir geholfen, aber auch mit dem gebrauchten Satz hätte es knapp gereicht."

Fernando Alonso (Ferrari), Platz 2:

"Er hatte in den letzten zehn Runden mehr Probleme mit den Reifen. Wir haben ab dem Boxenstopp meine Reifen geschont, also war gegen Rennende unsere Zeit, um zu attackieren. Hier ist das schwierig, weil nicht viel Platz ist - wenn du es versuchst, stehen die Chancen 50:50 zwischen einem Überholmanöver und einer Kollision. So ist Monaco. Ich hatte nichts zu verlieren. Ich führe die WM-Wertung nicht an. Ich versuche zu gewinnen. Wenn wir crashen, crashen wir."

[kaltura id="0_u5v0h994" class="full_size" title="Eine Runde in Monaco"]

Jenson Button (McLaren), Platz 3:

Zehn Runde vor dem Ende hätte jeder von uns gewinnen können. Sebastians Reifen haben stark abgebaut, und Fernando hat ihn unter Druck gesetzt. Es hat Spaß gemacht, zuzuschauen. Er hätte versucht, ihn in der Kurve zu attackieren - entweder hätte es einen Zusammenstoß gegeben oder er wäre vorbeigezogen. Dann hätte meine Stunde geschlagen. Durch die Safety-Car-Phase und die Rote Flagge war das Rennen dann aber entschieden."

Lewis Hamilton (McLaren), Platz 6:

"Man kann hier überholen, doch du bekommst nur sehr selten eine Möglichkeit dazu. Ich war wesentlich schneller als Massa. Ich setzte mich auf seine Innenseite, doch er lenkte so früh ein. Er fuhr in mich hinein. Und natürlich bekomme ich die Strafe. So läuft das ja immer. Er hielt mich schon in der Qualifikation auf und ich erhielt die Strafe. Später setzte ich mich innen neben Maldonado. Man kann es auf den Bildschirmen sehen: Er lenkte eine gute Autolänge zu früh ein, um mich daran zu hindern, ihn zu überholen. Er krachte in mich hinein. Das ist einfach nur lächerlich. Diese Fahrer sind so was von lächerlich."

Nico Rosberg (Mercedes), Platz 11:

"Es war ein Wochenende zum Vergessen. So etwas habe ich in meiner Karriere noch nicht erlebt. Ich hatte einen guten Start, aber das war schon das einzig Positive an diesem Rennen. Ich dachte, dass ich angreifen könnte, aber leider bauten die Hinterreifen im ersten Stint schnell ab - das behinderte meine Performance. Wir erlebten ein schwieriges Wochenende, an dem das Auto und ich nicht in Bestform waren - es hat einfach nicht sollen sein."

Michael Schumacher (Mercedes), Ausfall:

"Es gab ein Feuer in der Airbox und das Auto blieb einfach stehen, aber schon der Beginn war nicht zufriedenstellend. Beim Start schaltete sich plötzlich das Anti-Stall-System ein - somit musste ich den gesamten Startprozess wiederholen. Danach hatte ich in der ersten Kurve eine Begegnung mit Lewis, nach der mein Frontflügel nicht mehr richtig funktionierte. Aus diesem Grund mussten wir viel früher an die Box, als wir es geplant hatten. Ich bin froh, dass Witali Petrow okay zu sein scheint."

Felipe Massa (Ferrari), Ausfall

"Hamilton hat versucht, mich auf dem Randstein zu überholen, aber ich glaube nicht, dass das möglich gewesen wäre. Er war zu aggressiv. Was er heute angestellt hat, war unglaublich - nicht nur mit mir, sondern auch mit einigen anderen Fahrern. Er muss dafür bestraft werden, und zwar richtig - sonst lernt er es nie. Er ist derjenige, der am meisten Zeit bei der FIA verbringt. Das wird schon seinen Grund haben."

Pastor Maldonado (Williams), Ausfall:

"Das Resultat ist enttäuschend, aber der Rest des Rennens war gut. Nach dem Neustart hatte ich gute Pace, aber dann hat Hamilton ein sehr ambitioniertes Manöver versucht und mein Rennen beendet."

Witali Petrow (Renault), Ausfall:

"Zuerst möchte ich mich für die Anteilnahme meiner Fans und die Fürsorge meines Teams bedanken. Es war ein starker Aufprall, nach dem Crash habe ich meine Beine nicht mehr gespürt. Ich konnte mich nicht bewegen und war im Cockpit gefangen. Ich bin nicht bewusslos geworden, aber als ich im Auto war, hatte ich starke Schmerzen."

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