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Sebastian Vettel hat in der bisherigen Saison fünf von sechs WM-Läufen gewonnen © getty

Im Training kracht der Weltmeister in die "Wall of Champions", anschließend muss er sich nur Alonso geschlagen geben.

Montreal - Mit dem Mauerkuss an der "Wall of Champions" ist Sebastian Vettel als Weltmeister offiziell auch beim Großen Preis von Kanada (Quali, Sa., ab 18.45 Uhr im LIVE-TICKER) angekommen.

Anschließend fuhr der Red-Bull-Pilot unbeeindruckt auf Platz zwei des freien Trainings (416924Bilder). (DATENCENTER: Ergebnis 2. Training)

"Ich bin auf die Streckenbegrenzung gekommen, von der Strecke gerutscht und gegen die Mauer geprallt. Mir geht es gut", erklärte Vettel den Crash in seiner erst achten Trainingsrunde, bei dem er unverletzt geblieben war.

"Der Aufprall war ziemlich mild. Fehler werden hier in der Regel bestraft, weil die Mauern so nah dran sind. Ich war recht zufrieden, am Nachmittag auf Anhieb wieder den Rhythmus zu finden", sagte Vettel.

Alonso im zweiten Training Schnellster

Der 23-Jährige musste mit seiner wieder zusammengeflickten "Kinky Kylie" nur Ferrari-Pilot Fernando Alonso den Vortritt lassen musste.

Der Spanier war 0,369 Sekunden schneller war als der Red-Bull-Pilot aus Heppenheim, wollte das aber nicht überbewerten: "In Monaco waren wir auch Schnellster, und im Qualifying war Sebastian dann eine Sekunde weg", sagte er.

"Das war ein positiver Tag"

Auf Platz drei der Tageswertung landete mit seiner Bestzeit vom Vormittag Mercedes-Pilot Nico Rosberg.

"Das war ein positiver Tag, wir sehen hier im Rennen sicher viel besser aus als in Monaco", sagte Rosberg.

In bester Gesellschaft

Die Mauer eingangs der Zielgeraden in Montreal - traditionell mit dem Schriftzug "Bienvenue au Quebec" (Willkommen in Quebec) versehen - trägt ihren Namen seit 1999, als nacheinander die Weltmeister Damon Hill, Michael Schumacher und Jacques Villeneuve in sie hinein krachten.

[kaltura id="0_ag4vs6sj" class="full_size" title="Eine Runde mit Vettel in Kanada"]

"Wir hatten gestern Abend beim Essen noch Bilder von all den Fahrern gezeigt, die diese Wand schon getroffen haben. Seb wollte es wohl so schnell wie möglich hinter sich bringen", meinte Red-Bull-Teamchef Christian Horner schmunzelnd.

Er konnte Vettels Ausrutscher mit Humor nehmen, weil das Auto nicht schwer beschädigt wurde und von den Mechanikern rechtzeitig für die zweite Trainingssitzung am Nachmittag wieder fit gemacht wurde. (DATENCENTER: Der Rennkalender 2011)

Perez muss passen

Nicht fit genug war dagegen Sauber-Pilot Sergio Perez, der knapp zwei Wochen nach seinem Qualifying-Unfall von Monaco nach der ersten Trainingssitzung über Übelkeit geklagt hatte.

Teamchef Peter Sauber gönnte dem 21-Jährigen daher eine Erholungspause und ersetzte ihn für den Rest des Rennwochenendes durch den kurzfristig von McLaren ausgeliehenen früheren Sauber-Piloten Pedro de la Rosa (Spanien).

"Nicht außer Reichweite"

Rosbergs Mercedes-Kollege Michael Schumacher, der sich am Nachmittag wie Rosberg sich auf die Rennabstimmung konzentrierte, belegte unmittelbar hinter Renault-Pilot Nick Heidfeld Rang 11.

"Das war ein erkenntnisreicher Auftakt und wir sind am Nachmittag im Renntrimm gut unterwegs gewesen", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug: "Nicos Zeit vom Vormittag zeigt, dass die Zeiten die nachmittags gefahren wurden nicht außer Reichweite sind."

Adrian Sutil kam im Force-India-Mercedes auf Platz 13, bevor ihn ein Crash stoppte, Timo Glock landete im Virgin-Cosworth auf Position 24.

Sauber: Kein Risiko eingehen

Enttäuscht auf den vorzeitigen Heimweg machte sich Perez.

"Natürlich wollte ich fahren, und ich hatte gar keinen Zweifel, dass ich in Ordnung bin. Das ist aber anscheinend leider nicht der Fall", erklärte er. Offenbar brauche er noch mehr Zeit, sich zu erholen.

"Diese Entwicklung kam für uns natürlich überraschend, wir hatten Sergio ja gründlich untersuchen lassen. Zunächst im Spital in Monaco, dann in einer Klinik in Zürich, und letztlich haben auch die Ärzte der FIA am Donnerstag in Montreal grünes Licht gegeben", sagte Teamchef Peter Sauber.

Und weiter: "Niemand konnte vorhersehen, dass ihm im Auto übel werden würde. Vielleicht sind wir übervorsichtig, aber bezüglich der Gesundheit unserer Fahrer gehen wir null Risiko ein."

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