vergrößernverkleinern
Sebastian Vettel (M.) steht erstmals beim Kanada-Grand-Prix auf Pole © getty

Der Weltmeister setzt seinen Red Bull abermals auf die erste Startposition. Doch die Ferrari sitzen Sebastian Vettel im Nacken.

Montreal - Sebastian Vettel scheint auch in Montreal nicht zu stoppen.

Der Weltmeister holte beim Großen Preis von Kanada die sechste Pole-Position im siebten Rennen und hat damit beste Aussichten, am Sonntag (18.45 Uhr im LIVE-TICKER) erstmals auch in Montreal zu gewinnen. Es wäre Vettels sechster Erfolg in diesem Jahr 417230(DIASHOW: Das Qualifying).

"Auch wenn die Strecke nicht unsere Lieblingsstrecke ist, sind wir in der Lage, hier schnell zu fahren", meinte Vettel, der "sehr glücklich" war (DATENCENTER: Die Startaufstellung).

Zwar verwies der WM-Spitzenreiter darauf, dass es bislang am gesamten Wochenende sehr eng zugegangen sei. "Aber wir sind in der besten Position. Es sieht sehr gut aus, das Tempo ist da", meinte er.

Allerdings erwartet Vettel noch ein langes und möglicherweise abwechslungsreiches Rennen. "Es wird wohl Regen kommen, die Frage ist, wann", meinte er, fühlt sich aber bestens gewappnet. "Wir haben Regenreifen dabei, und ich eine Jacke und einen Regenschirm", sagte er schmunzelnd.

Zwei Ferrari auf den Plätzen

Auf trockener Strecke am Samstag verwies er in 1:13,044 Minuten die beiden Ferrari-Piloten Fernando Alonso (Spanien/1:13,199) und Felipe Massa (Brasilien/1:13,217) auf die Startplätze zwei und drei.

Für den 23 Jahre alten Red-Bull-Pilot war es insgesamt bereits die 21. Pole seiner Karriere. Alonso war dennoch sehr zufrieden. "Das ist unser bestes Resultat in diesem Jahr, und es ist besser als erwartet", meinte er.

Rosberg zufrieden

Nico Rosberg landete im Mercedes auf Startplatz sechs, Rekordweltmeister Michael Schumacher im zweiten Silberpfeil auf Position acht.

"Sechster Platz, darauf kann man aufbauen, zumal wir uns mehr als sonst auf das Rennen konzentriert haben", sagte Rosberg: "Ein Platz unter den ersten Drei wird schwierig, aber wir sind auf jeden Fall näher dran."

Nick Heidfeld wurde im Renault Neunter. Adrian Sutil schied im Force-India-Mercedes in der zweiten Qualifikationsrunde aus und belegte Rang 14. Timo Glock startet im Virgin von Platz 22.

Frust bei Hamilton

Vor dem siebten WM-Lauf führt Vettel in der Gesamtwertung nach fünf Siegen und einem zweiten Platz mit 143 Punkten deutlich vor McLaren-Mercedes-Pilot Lewis Hamilton (85) und seinem eigenen Teamkollegen Mark Webber (79) an.

[kaltura id="0_ag4vs6sj" class="full_size" title="Eine Runde mit Vettel in Kanada"]

Hamilton kam nicht über Startplatz fünf hinaus, Webber wurde lediglich Vierter. "Keine Ahnung, was mit dem Auto los war. Wenn ich das nur wüsste", sagte Hamilton frustriert: "Aber wir verlieren auf den Geraden Zeit. Das ist echt hart. Sebastian fährt wie auf Schienen, er ist einfach schneller als anderen."

Keine Paradestrecke für Red Bull

In Montreal peilt Vettel jetzt seinen ersten Erfolg in Kanada an, obwohl die Strecke auf einer Insel im St.-Lorenz-Strom mit ihren vielen langen Geraden seiner "Kinky Kylie" nicht unbedingt liegt.

"Das Ziel ist der Sieg, aber es ist ein langes Wochenende und es kann hier viel passieren", sagte Vettel: "Es ist wichtig, ins Ziel zu kommen und das Bestmögliche herauszuholen, was immer das auch ist."

Vettel auf prominenten Pfaden

Im Freien Training am Freitag hatte Vettel schon - fast standesgemäß als neuer Weltmeister - Bekanntschaft mit der "Wall of Champions" gemacht. Er krachte an der gleichen Stelle eingangs der Zielgeraden in die Begrenzungsmauer wie 1999 im Rennen nacheinander die Weltmeister Damon Hill, Michael Schumacher und Jacques Villeneuve.

Am Abend zuvor hatte man bei Red Bull noch Bilder davon angeschaut. "Seb wollte es wohl so schnell wie möglich hinter sich bringen", meinte Red-Bull-Teamchef Christian Horner.

Mit der Bestzeit am Samstagmorgen im dritten Freien Training hatte Vettel dann aber schon seinen Frieden mit dem Circuit Gilles Villeneuve geschlossen.

Enttäuschung bei Glock

Sutil war bei seinem erneuten Aus in der zweiten Qualifikationsrunde zum vierten Mal im siebten Rennen langsamer war als Teamkollege Paul di Resta, der auf Position elf landete. Glock fuhr im Virgin nur auf Platz 22 und war ein wenig enttäuscht.

"Leider haben sich die Wolken verzogen, deshalb ist unser Poker nicht aufgegangen. So sind wir zwar reingerutscht, aber leider hinter einem Hispania. Den müssen wir nun eben im Rennen überholen", sagte er.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel