vergrößernverkleinern
Lewis Hamilton (l.) und Jenson Button fahren seit 2010 für McLaren © getty

Der Brite sorgt wieder für Aufregung. In Montreal schießt er seinen Teamkollegen ab. Lauda fürchtet um das Leben der Piloten.

Montreal - Nach einem erneuten "Rambo-Anfall" ist Ex-Weltmeister Lewis Hamilton im Formel-1-Rennen von Montreal frühzeitig ausgeschieden.

Der Brite, vor dem Start WM-Zweiter hinter Sebastian Vettel, kollidierte wenige Sekunden nach dem fliegenden Start direkt mit Vettels Teamkollegen Mark Webber (DATENCENTER: WM-Stand).

Während die Untersuchung der Rennkommission noch lief, rammte Hamilton seinen eigenen Stallrivalen Jenson Button, schied aus und verursachte schon nach neun Runden eine Safety-Car-Phase 417508(DIASHOW: Die Bilder vom Hamilton-Crash).

Hamilton droht Ungemach

Die Krönung: Während Button entsetzt über den Boxenfunk rief "Was macht der denn da?", versuchte Hamilton mit dem zerstörten Auto noch in die Box zu fahren.

Nach dem Aus wurde der Brite von der Rennkommission im "Fall Webber" frei gesprochen, für den Crash mit Button und für zu schnelles Fahren unter Safety-Car-Bedingungen droht ihm aber dennoch Ungemach.

Lauda: "Da kann es Tote geben"

"Was Hamilton da aufführt, geht über alle Grenzen hinaus. Der ist komplett wahnsinnig", sagte der dreimalige Weltmeister Niki Lauda:

"Wenn die FIA ihn jetzt nicht bestraft, verstehe ich die Welt nicht mehr. Irgendwo hört der Spaß auf. So kann man nicht fahren, da kann es Tote geben."

Kritik von Red Bull

Auch im Red-Bull-Team wurde Hamilton nach dem Crash mit Webber heftig kritisiert. "Er scheint in keiner guten Situation zu sein. Er versucht es zu stark und übertreibt ein bisschen. Vielleicht braucht er einfach ein bisschen Abstand", sagte Teamchef Christian Horner.

[kaltura id="0_ag4vs6sj" class="full_size" title="Eine Runde mit Vettel in Kanada"]

Webber erklärte: "Ich wollte ihm etwas Raum machen, aber das war nicht genug für ihn. Da macht er so früh schon solche Geschichten, da fragst du dich, warum wartet der nicht noch drei, vier Kurven."

Mehrere Entschuldigungen

Bereits beim letzten Rennen in Monte Carlo hatte Hamilton für Aufsehen gesorgt, als er gleich drei Rivalen gerammt und anschließend noch Verschwörungstheorien geäußert hatte ("Vielleicht weil ich schwarz bin").

Durch mehrere Entschuldigungen war der McLaren-Pilot einer nachträglichen Strafe entgangen.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel