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Der Brite Ross Brawn ist seit 2010 Teamchef von Mercedes Grand Prix © imago

Ross Brawn fände es "seltsam, wenn Sebastian die WM nicht gewinnt". Auch das Zwischengas-Verbot werde Vettel nicht aufhalten.

Silverstone - Die Verfolger hoffen, aber Dominator Sebastian Vettel will sich auch durch die Regelanpassungen des Automobil-Weltverbandes FIA nicht aus der Erfolgsspur bringen lassen.

"Wir gehen davon aus, dass wir sowie McLaren, Ferrari und Mercedes in etwa gleich betroffen sein werden", sagte Vettel vor dem britischen Grand Prix in Silverstone (Freies Training Fr, ab 10 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER) über das neue Verbot, mit einem künstlichen Zwischengas (Bericht) den Diffusor besser anzuströmen. ( DATENCENTER: WM-Stand Fahrer).

Nach sechs Siegen und zwei zweiten Plätzen in den ersten acht Rennen hat Red-Bull-Pilot Vettel seinen zweiten Titel weiter fest im Visier.

"Ich denke, es wäre schon sehr seltsam, wenn Sebastian die Meisterschaft nicht gewinnen würde", sagte auch Mercedes-Teamchef Ross Brawn.

Brawn sieht Vettel im Vorteil

Der Brite kennt Vettels Situation aus dem Jahr 2009, als sein damaliger Schützling Jenson Button mit sechs Siegen in den ersten sieben Rennen den Grundstein für den WM-Titel gelegt hatte.

Für das "Superhirn" hat Vettel jetzt sogar noch einen entscheidenden Vorteil.

"Der Unterschied in diesem Jahr ist, dass es diesmal mehrere Konkurrenten gibt und nicht nur einen einzelnen Verfolger wie 2009. Damals hatten wir nur ein Team hinter uns, das uns sehr zugesetzt hat und alle Punkte holte, die wir nicht gesammelt hatten. In diesem Jahr werden die Punkte aufgeteilt, und Sebastian zieht weiter davon", sagte Brawn.

Konkurrenz weit zurück

Vettel hat in der Gesamtwertung mit 186 von 200 möglichen Punkten bereits ein Polster von 77 Punkten auf seine schärfsten Verfolger.

Die sind derzeit McLaren-Pilot Button und sein eigener Teamkollege Mark Webber (Australien/beide 109 Punkte).

[kaltura id="0_gy2fwvyj" class="full_size" title="Eine Runde mit Vettel in Silverstone"]

Buttons britischer Landsmann und Teamkollege Lewis Hamilton (97) hat schon 89 Zähler Rückstand, Ferrari-Pilot Fernando Alonso (Spanien/87) bereits 99 Punkte.

"Top-Teams werden verlieren"

Brawn stützt auch Vettels Ansicht, dass die Regelanpassung die Spitzenposition von Red Bull kaum schmälern wird. (BERICHT: Wie schlimm wird die Regel-Reform)

"Ich denke, die meisten Top-Teams werden ein bisschen von ihrer Performance verlieren. Natürlich verliert man etwas, sonst würden wir ja mit den Strategien weiterfahren, die wir hatten. Aber ich glaube nicht, dass die Veränderungen dramatisch sein werden, und ich glaube auch nicht, dass es die Reihenfolge verändern wird", sagte der Mercedes-Teamchef.

"Alle Top-Teams werden ein paar Defizite haben, und wir alle arbeiten schon an der Aerodynamik, um einen Teil der verlorenen Leistungsfähigkeit zurückzugewinnen."

Was hat Newey in petto?

Red Bulls Stardesigner Adrian Newey wäre nicht der erfolgreichste Konstrukteur der letzten Jahre, wenn er nicht schon entsprechende Anpassungen in petto hätte, um die drei bis fünf Zehntelsekunden Zeitverlust pro Runde, die Red-Bull-Teamchef Christian Horner nach Simulatortests erwartet, abzufangen.

Hamilton beispielsweise hat daher auch keine großen Hoffnungen, näher an die "Bullen" heranzurücken.

"Wir sind einfach nicht schnell genug", klagte der Brite zuletzt und fürchtete, durch die Regelanpassung selbst vielleicht sogar noch mehr Boden zu verlieren.

"Eine große Herausforderung"

Zumal die Traditionsstrecke in Silverstone mit ihren vielen schnellen Kurven das perfekte Revier für Vettels Red Bull ist, weshalb sich der Weltmeister auch ganz besonders auf das Rennen freut.

"In Silverstone zu fahren, kann unglaublich aufregend sein. Man kann die Strecke mit einem einzigen Wort beschreiben: Schnell", sagte Vettel: "Der Bereich Maggots/Becketts, eine Serie von Hochgeschwindigkeitskurven, ist superschnell und eine große Herausforderung."

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