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Sebastian Vettel (l.) war sieben Jahre alt, als Schumacher das erstmals Weltmeister wurde © getty

Der einstige Weltmeister Michael Schumacher hat mit seinen Erfolgen den Weg für die aktuelle deutsche Welle in der F1 geebnet.

Nürburgring - Auf dem Podest für die offizielle Pressekonferenz wurde ausnahmsweise einmal ein sechster Stuhl dazugestellt, so konnte das deutsche Formel-1-Sixpack vor dem Heimspiel auf dem Nüburgring gemeinsam auftreten.

Rekordchampion Michael Schumacher, nach seinem Comeback noch auf der Suche nach alten Erfolgen und momentan klar im Schatten von Weltmeister Sebastian Vettel, war dabei zwar nur noch einer unter vielen, für seine "Erben" ist der 42-Jährige aber immer noch etwas Besonderes.

"Michael ist dafür verantwortlich, dass momentan so viele Deutsche in der Formel 1 sind. Er hat den Boom ausgelöst", sagte Schumachers heutiger Mercedes-Kollege Nico Rosberg über den siebenmaligen Weltmeister.

Schumacher beeinflusst alle

Vettel, Rosberg, Nick Heidfeld, Adrian Sutil und Timo Glock - alle wurden in den Anfängen ihrer Karriere von Schumacher beeinflusst, der mit seinem Formel-1-Einstieg 1991 dafür gesorgt hatte, dass das deutsche Interesse an der Königsklasse förmlich explodierte und Hersteller und Sponsoren in die Nachwuchsförderung investierten.

"Es gibt heute sehr viele Rennfahrer in vielen Kategorien", sagte Schumacher selbst.

"Alle werden mit Michael verglichen"

Schumacher ist für alle anderen deutschen Fahrer auch die Messlatte.

"Wir alle werden mit Michael verglichen, seine Fußstapfen sind sehr groß", sagte Vettel:

"Was er erreicht hat, ist phänomenal. Es ist nicht die Frage, ob ein Deutscher das jemals nochmal erreicht, sondern ob überhaupt jemand das nochmal schafft."

[kaltura id="0_io4sgxqe" class="full_size" title="Eine Runde um den N rburgring"]

Vettel auf Rekord-Kurs

Vettel ist zumindest auf dem Weg, vielleicht den einen oder anderen Schumacher-Rekord mal zu attackieren.

Sollte er am Sonntag seinen erhofften ersten Heimsieg feiern, wäre es bereits der 17. GP-Erfolg für den erst 24 Jahre alten Heppenheimer.

Das wären dann schon 11 Siege mehr als Schumachers jüngerer Bruder Ralf auf dem Konto hat, aber immer noch 74 weniger als der Rekordchampion.

Ruhe nach Regel-Hickhack

Nach dem Regel-Hickhack der letzten Wochen um das Zwischengas hofft Vettel, dass wieder Ruhe eingekehrt ist.

"Wir haben mehr über Regeln als über Rennen gesprochen. Jetzt sollte wieder alles klar sein", meinte der Dominator der laufenden Saison.

Nach sechs Siegen und drei zweiten Plätzen in den bisherigen neun Rennen führt die Gesamtwertung mit 80 Punkten Vorsprung vor seinem Red-Bull-Kollegen Mark Webber an.

Kein besonderer Druck

Einen größeren Druck bei seinem ersten Heimrennen als Weltmeister spürt Vettel nicht.

"Es ist nicht anders als vor zwei Jahren oder im letzten Jahr in Hockenheim", sagte er: "Die Leute auf den Tribünen unterstützen einen."

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