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Bernie Ecclestone ist Geschäftsführer der Formel-1-Holding SLEC © getty

Der Formel-1-Boss ist "optimistisch", dass das Rennen in der Eifel eine Zukunft hat. Bisher sei jedoch niemand auf ihn zugekommen.

Vom Nürburgring berichtet Marc Ellerich

Nürburg - Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone hat Hoffnungen auf einen Fortbestand der Königsklasse am Nürburgring geweckt.

"Ich werde mein Bestes geben, damit wir hier bleiben", sagte Ecclestone am Rande des Deutschland-Grand-Prix im Gespräch mit der "Rhein-Zeitung".

"Ich würde gerne für immer hier bleiben", bekräftigte Ecclestone gar am Sonntag gegenüber dem "SID": "Ich würde gerne einen Zehn-Jahres-Vertrag machen."

Ecclestone fordert von den Ausrichtern eines Formel-1-Rennens 20 Millionen Euro Antrittsgeld und sämtliche Werbe- und TV-Rechte (BERICHT: Krise im Vettel-Land - Stirbt der Klassiker?).

Der Kurs in der Eifel macht mit dem Grand Prix indes 13 Millionen Euro Verlust. Dies fällt auf die Landesregierung zurück, die zu 90 Prozent an der Nürburgring GmbH beteiligt ist.

Gewährt Ecclestone einen Rabatt?

Eveline Lemke, seit 18. Mai Wirtschaftsministerin von Rheinland-Pfalz, will die Veranstaltung daher nach Auslaufen des Vertrages in diesem Jahr nicht mehr mit öffentlichen Geldern unterstützen.

In der Diskussion ist ein neuer Vertrag für die Rennstrecke, allerdings zu moderateren Bedingungen, wie sie zuletzt auch die andere deutsche Grand-Prix-Strecke in Hockenheim erhalten hatte.

Noch keine Gespräche

Dort war Ecclestone Ende 2009 mit der Antrittsgage heruntergegangen und hatte auch einen Teil des finanziellen Risikos übernommen. Der damalige Hockenheim-Geschäftsführer Karl-Josef Schmidt ist seit dem 1. Juli in gleicher Position am Nürburgring tätig.

"In Hockenheim waren wir erfolgreich, warum sollten wir hier nicht auch erfolgreich sein?", sagte Schmidt dem englischen Fachmagazin "Autosport": "Es gibt die sehr clevere Methode des Wechsels zwischen Hockenheim und dem Nürburgring. Und alle Argumente sprechen dafür, das fortzusetzen. Ich denke, Bernie würde es genauso sehen."

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Ecclestone behauptet: "Bislang ist von der Landesregierung niemand zu Gesprächen auf mich zugekommen."

Zugleich betonte der Engländer aber: "Der deutsche Markt ist für die Formel 1 sehr wichtig. Nicht nur, weil es neben Michael Schumacher noch andere gute Fahrer gibt." (BERICHT: Vettel: "Das Rennen sticht heraus")

"Uns wird etwas einfallen"

Zur Frage eines möglichen Kostenmodells hält sich der 80-Jährige zurück, gibt sich grundsätzlich aber positiv (EINWURF: Bernie, beweg dich!).

"Wie kann ich einen Rabatt geben, wenn noch gar kein Vertrag besteht", meinte Ecclestone: "Es ist zu früh darüber zu sprechen, aber ich bin mir sicher, dass uns etwas einfallen wird."

Das F1-Oberhaupt verwies auf das Beispiel des Ungarn-GP, wo er zunächst den Basissatz um zehn Prozent gesenkt, später schrittweise aber wieder erhöht hatte.

Er sei "optimistisch" und offen für neue Verhandlungen, "und dabei gibt es nichts, worüber wir nicht reden können".

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