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Lewis Hamilton hat in Schanghai seinen einzigen Sieg in dieser Saison eingefahren © getty

Der Brite sprengt in der Quali das Red-Bull-Duo und denkt sogar an den Sieg auf dem Nürburgring. Button hofft auf den "Wettergott".

Nürburg/München - Lewis Hamilton hatte nach den schwachen Freitagstrainings auf dem Nürburgring (Bericht) keiner auf der Rechnung, vielleicht am wenigsten er selbst.

Dass er nun im Qualifying (Bericht) das Red-Bull-Duo sprengte und erstmals in dieser Saison seit dem Malaysia-GP aus der ersten Reihe ins Rennen (So., 13.45 Uhr im LIVE-TICKER) gehen darf, feierte der Brite dementsprechend.

"Es war unglaublich. Die entscheidende Runde war fantastisch und eine der besten, die ich je hatte", schwärmte der Weltmeister von 2008 über seinen zweiten Platz. (Quali-Zusammenfassung ab 23 Uhr im TV auf SPORT1)

McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh erklärte schmunzelnd zu seinem Schützling: "Er ist ein bisschen enttäuscht, nicht von der Pole starten zu können. Aber Lewis denkt, dass er das Rennen aus der ersten Reihe gewinnen kann - er ist eben so." (DATENCENTER: Die Startaufstellung)

Jenson Button im zweiten McLaren war dagegen nach Rang sieben kurz vor der Verzweiflung, und auch Mercedes-Pilot Michael Schumacher hat nach eigenen Angaben "die Erwartungen nicht erfüllt".

Dem einen fehlte der Speed, dem anderen die Balance - verstehen konnte beide die Rückstände auf ihre um gut eine Sekunde schnelleren Teamkollegen nicht. (433522DIASHOW: Das Qualifying)

Button hofft indes auf höheren Beistand: "Morgen muss der Wettergott auf jeden Fall etwas helfen."

SPORT1 hat die Stimmen zum Qualifying am Nürburgring zusammengestellt:

Mark Webber (Red Bull), Platz 1:

"Schon in den letzten Rennen ist es für mich immer besser gelaufen, und diese Strecke am Nürburgring scheint mir wirklich zu liegen. Als ich nach meiner Runde wieder an die Box gefahren bin, dachte ich: 'Wenn mich jetzt noch jemand abfängt, dann hat er es wirklich verdient.' Das Ergebnis ist sehr zufriedenstellend, und ich denke, wir sind gut vorbereitet."

Lewis Hamilton (McLaren), Platz 2:

"Ich muss meinem Team zu dieser fantastischen Leistung gratulieren. Wir hatten einige gute Upgrades dabei, die uns sehr geholfen haben. Ich hatte wirklich unterschätzt, wie gut das Auto sein würde. Es hat sich großartig angefühlt. Die entscheidende Runde war fantastisch - es war eine der besten und angenehmsten, die ich je hatte. Es war unglaublich."

[kaltura id="0_io4sgxqe" class="full_size" title="Eine Runde um den N rburgring"]

Sebastian Vettel (Red Bull), Platz 3:

"Platz drei ist eigentlich keine Enttäuschung. Ich wäre natürlich gerne etwas weiter vorne, aber es war eine schwierige Session. Am Freitag bin ich gar nicht zurechtgekommen, heute war es dann schon besser. Ich habe nun ein viel besseres Gefühl für das Auto und freue mich auf das Rennen. Wenn es am Sonntag trocken ist, dürften wir eine sehr gute Chance haben."

Fernando Alonso (Ferrari), Platz 4:

"Das Resultat heute geht in Ordnung. Hamilton war sehr gut, die McLaren sind auf jeden Fall konkurrenzfähig. Insgesamt gab es heute keine Überraschungen. Wir verbessern unser Auto ständig, aber es ist halt auch nicht so, dass unsere Konkurrenz die zwei Wochen zwischen den Rennen nur Fernsehen schaut. Es ist eben auch ein Wettbewerb neben den Rennen, welches Team das Auto schneller entwickelt."

Nico Rosberg (Mercedes), Platz 6:

"Platz sechs ist eine gute Position. Ob es nun nass oder trocken ist, ich denke, wir können von dort ein gutes Rennen fahren. Ich bin zufrieden mit dem Setup, dass wir an diesem Wochenende gefunden haben und damit, dass die neuen Teile funktionieren. Man sieht, dass es in die richtige Richtung geht. Es sollte ein aufregendes Rennen werden, hoffentlich kann ich vor all den deutschen Fans ein paar Positionen gutmachen."

Jenson Button (McLaren), Platz 7:

"Es ist schon sehr überraschend 1,1 Sekunden hinter Lewis zu sein. Irgendetwas hat nicht gestimmt, die letzte Runde habe ich sogar abgebrochen. Der Speed war nicht da. Heute Morgen war ich noch schnell, daher verstehe ich einfach nicht, was passiert ist. Morgen muss der Wettergott auf jeden Fall etwas helfen."

Adrian Sutil (Force India), Platz 8:

"Meine Runden in Q2 und Q3 waren fast perfekt. Ich habe das Maximum aus dem Auto herausgeholt. Ich mag diese Strecke sehr und gehe jetzt selbstbewusst ins Rennen. Wir müssen nur noch abwarten, was das Wetter macht."

Michael Schumacher (Mercedes), Platz 10:

"Wir haben die Erwartungen nicht erfüllt. Das Auto war nicht dasselbe, das ich bis zum ersten Run im dritten Training in den Händen hatte. Es hat sich so angefühlt, als würde ich nur herumrutschen, und die Balance war nicht gut. Wir hatten ein KERS-Problem am Morgen, von dem ich dachte, es würde die Lücke zu Nico erklären. Aber im Qualifying war ich immer noch fast eine Sekunde weg und hätte seine Zeit nicht erreichen können. Wir müssen jetzt analysieren, was der Grund dafür sein könnte."

Nick Heidfeld (Lotus Renault), Platz 11:

"Ich habe Q3 nur um drei Zehntel verpasst, aber solche Bruchteile kann man immer noch irgendwo herausholen. Es war also bestimmt kein schlechtes Qualifying für mich, auch wenn ich natürlich gerne in Q3 versucht hätte, noch ein paar Positionen gutzumachen. Im Rennen wird viel auf das Wetter ankommen. Silverstone war schwierig für uns, aber wir haben auf jeden Fall einen Schritt nach vorne gemacht und müssen das nun mit einem guten Rennen beweisen. Wir peilen auf jeden Fall die Punkteränge an."

Timo Glock (Virgin), Platz 20:

"Das Auto war heute überhaupt nicht einfach zu fahren. Wir hatten das gleiche Problem in Silverstone bei ebenso windigen Bedingungen. Unser Auto ist sehr anfällig dafür. Wir müssen herausfinden, warum das so ist. Denn ohne die kleinen Fehler, zuviel Übersteuern und das ständige Fahren über dem Limit, um das Maximum herauszuholen, hätten wir vier oder fünf Zehntel schneller sein können."

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