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Fernando Alonso holte in den letzten drei Rennen 51 Punkte © getty

Den Spanier beflügelt die Konstanz der Ferrari. Hamilton fährt "so präzise wie nie". Die Bullen beschweren sich über den Speed.

Nürburg/München - Zweiter Platz in Valencia, Sieg in Silverstone und nun der zweite Rang auf dem Nürburgring - das ist die Erfolgsbilanz Fernando Alonsos aus den vergangenen drei Rennen.

"Wir haben eine Konstanz erreicht, die uns positiv für die restlichen Rennen stimmt", erklärte der glückliche Spanier nach Lewis Hamiltons Sieg beim Deutschland-Grand-Prix (Bericht).

Gerade wegen des nicht unproblematischen Wochenendes sei die Performance der Ferrari "fantastisch" gewesen. (Quali-Zusammenfassung ab 23 Uhr im TV auf SPORT1)

Dass Weltmeister Sebastian Vettel, der bei seinem Heim-Rennen lediglich Vierter wurde und zum ersten Mal in dieser Saison das Podium verpasste, nun nervös wird, glaubt Alonso aber nicht. (DATENCENTER: Das Rennergebnis)

Hamilton "noch nie so präzise gefahren"

Für Sieger Hamilton war es ein "sehr spezieller" Tag.

"Ich glaube, ich bin noch nie so präzise gefahren", beurteilte der Brite seine Leistung im Dreikampf mit Alonso und Mark Webber.

SPORT1 hat die Stimmen zum Rennen am Nürburgring zusammengestellt: (433842DIASHOW: Das Rennen)

Lewis Hamilton (McLaren), Platz 1:

"Ein Sieg ist immer etwas besonderes, aber nach diesem emotionalen Tag ist der Triumph heute schon sehr speziell. Durch den Dreikampf an der Spitze war ich gezwungen, keinen Fehler zu machen und ich glaube, ich bin noch nie so präzise gefahren. Der Kampf um die Weltmeisterschaft wird sehr, sehr, sehr schwer, aber wir sind wieder dabei und ich hoffe wir können unseren Schwung mitnehmen."

Fernando Alonso (Ferrari), Platz 2:

"Ich bin extrem happy mit dem Resultat. Obwohl wir an diesem Wochenende einige Probleme hatten, konnten wir um den Sieg mitfahren, das war fantastisch. Auf drei verschiedenen Strecken waren wir zuletzt immer Erster oder Zweiter. Wir haben eine Konstanz erreicht, die uns positiv für die restlichen Rennen stimmt. McLaren hat einen Schritt nach vorne gemacht, und auch Red Bull wird sehr stark sein. Ich glaube aber nicht, dass Sebastian Vettel jetzt nervös wird. Irgendetwas hat nicht gestimmt und wie er so lange hinter Felipe (Massa, Anm. d. Red.) feststecken konnte, verstehe ich auch nicht."

Mark Webber (Red Bull), Platz 3:

"Ich habe alles getan, was ich konnte, aber wir waren nicht schnell genug. Ich bin ein bisschen enttäuscht, dass ich nicht gewonnen habe. In den letzten drei Rennen habe ich zu Sebastian (Vettel, Anm. d. Red.) aufschließen können. Allerdings konnten wir im letzten Rennen nicht gewinnen und heute auch nicht - wir müssen uns weiter verbessern, dafür muss man kein Einstein sein."

[kaltura id="0_io4sgxqe" class="full_size" title="Eine Runde um den N rburgring"]

Sebastian Vettel (Red Bull), Platz 4:

"Mit meinem Start war ich eigentlich recht zufrieden, und auch die ersten zwei, drei Runden waren ganz gut. Dann wurden die anderen aber schneller, und ich konnte einfach nicht mitziehen. Bei meinem Dreher in Runde neun war der Anschluss an die Spitze eh schon abgerissen. An Felipe (Massa, Anm. d. Red.) bin ich im Rennen nicht vorbeigekommen. Unser Speed war nicht gut genug. Zum Glück haben die Jungs am Ende beim Boxenstopp alles richtig gemacht, das war ein tolles Duell. Als ich wieder losgelassen wurde, war es schön zu sehen, dass die Ferrari-Jungs noch beschäftigt waren."

Adrian Sutil (Force India), Platz 6:

"Ich hatte ein großartiges Rennen, und bin wirklich froh für das Team, denn wir haben es wirklich verdient. Alles hat perfekt funktioniert. Ich hatte das Glück, die meiste Zeit alleine zu fahren und konnte so alles aus dem Auto herausholen. Dass gerade der Heim-Grand-Prix so gut funktionierte ist natürlich fantastisch. Das kann aber erst der Anfang gewesen sein, denn wir haben noch viel vor."

Nico Rosberg (Mercedes), Platz 7:

"Ich hatte einen guten Start und konnte einige Positionen gutmachen. Das Setup war heute aber nicht perfekt, und das Auto war nicht so gut wie im Qualifying. Es gab einige heikle Duelle und obwohl ich hart gepusht habe, konnte ich Felipe Massa nicht hinter mir halten. Er war einfach sauschnell und auch Adrian (Sutil, Anm. d. Red.) war einfach ein bisschen besser unterwegs. Der siebte Platz ist okay, aber wir wissen, dass noch viel Arbeit vor uns liegt. Ich bin überzeugt, dass wir das schaffen werden, denn ich habe ein großartiges Team hinter mir."

Michael Schumacher (Mercedes), Platz 8:

"Ich habe auf Regen gehofft, vor allem zum Schluss, als es ganz leicht nieselte. Der Hoffnungsschimmer war da, aber es sollte nicht sein. Mein Dreher kam völlig überraschend, auch wenn dieser Stelle dafür prädestiniert ist. Ohne den Dreher hätten wir mit unserem Tempo vor Adrian bleiben können. Unser Auto hat sich insgesamt wieder verbessert - nur leider nicht genug. Alles in allem bin ich aber mit dem Rennverlauf zufrieden."

Timo Glock (Virgin), Platz 17:

"Nach der guten Nachricht mit meiner Vertragsverlängerung (Bericht), war das Rennen doch sehr schwierig. Irgendwann bekam ich Probleme mit meinen Bremsen und konnte keinen Druck mehr machen."

Jenson Button (McLaren), Ausfall:

"Mein Start und die erste Runde waren schlecht - ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, an welcher Position ich rausgekommen bin. Dann bin ich lange nicht an Petrow vorbeigekommen. Er war schwer zu überholen, weil er dort die Linie gewechselt hat, wo man es eigentlich nicht sollte, nämlich in der Bremszone. Das Tempo war im Vergleich zu Massa und Vettel gut, aber dann gab es ein Hydraulikproblem und wir haben das Auto aus Sicherheitsgründen abgestellt. Die Top 3 hätte ich aber nie eingeholt."

Nick Heidfeld (Lotus Renault), Ausfall:

"Buemi hat mir beim Crash einfach keinen Platz gelassen. Er machte die linke Seite zu, was völlig okay ist. Wenn ich dann aber rechts neben ihm bin, kann er nicht einfach nach rechts herüberfahren, und mich in die Wiese drängen. Keine Ahnung, was da in ihm vorgegangen ist, aber das konnte nicht gut gehen. Es war dumm und nicht ungefährlich, zum Glück ist nichts passiert."

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