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Adrian Sutils bestes Karriere-Ergebnis ist ein 4. Platz 2009 in Monza © getty

Mit taktischem Geschick wird der Force-India-Pilot am Nürburgring zweitbester Deutscher. Er schickt eine Kampfansage an die Konkurrenz.

Von Rainer Nachtwey

München/Nürburgring - Als "einsam" bezeichnete Adrian Sutil sein Rennen am Nürburgring.

Doch wo normalerweise ein negativer Beigeschmack mitschwingt, fand der Force-India-Pilot bei seinem Heimspiel nichts auszusetzen.

Der 28 Jahre alte Bayer fuhr beim Sieg von Lewis Hamilton (Bericht) in der Eifel fehlerfrei auf Platz sechs zu seinem besten Saisonergebnis. (DATENCENTER: Das Rennergebnis)

Dem entsprechend euphorisch war Sutil nach der Zieldurchfahrt: "Das war ein großartiges Rennen. Ich freue mich sehr für das Team, denn wir haben uns das wirklich verdient. Das Auto war das gesamte Wochenende großartig und alles lief perfekt."

Zweitbester Deutscher

Zumal seine Strategie mit nur zwei Stopps aufging. Von Platz acht gestartet ließ er die beiden Mercedes von Michael Schumacher und Nico Rosberg hinter sich und war der beste Deutsche hinter dem bisherigen Formel-1-Dominator Sebastian Vettel.

"Wir haben jetzt so zwar kein unbedingt spektakuläres Rennen gehabt, aber immer freie Fahrt. Deswegen konnte ich immer pushen und meine Reifen für das Rennen einteilen", fasste Sutil zusammen. (433842DIASHOW: Die Bilder vom Rennen)

"Mit dieser Strategie haben wir Nico geschlagen."

Aggressives Fahren

Neben dem taktischen Vorgehen spielten Sutil die Strecke und Neuerungen am VJM04 in die Karten. "Wir haben ein paar Updates mit hierher gebracht und die haben gut funktioniert", sagte er und führte weiter aus:

"Es war das erste Mal, dass ich wirklich wieder so fahren konnte, wie früher mit dem Bridgestone-Reifen. Das Auto war sehr stabil und ich konnte bisschen aggressiver fahren."

Lob vom Teamchef

Auch Teamchef Vijay Mallya war äußerst zufrieden.

"Das war eine wunderbare Teamleistung. Ich bin so glücklich über Adrians fünften Platz - wir haben dafür so hart gearbeitet", meinte der Inder. (DATENCENTER: WM-Stand Fahrer)

"Wir hatten in den letzten Rennen etwas Pech, aber dieses Ergebnis zeigt das wahre Potenzial des Autos", führte Mallya weiter aus.

[kaltura id="0_io4sgxqe" class="full_size" title="Eine Runde um den N rburgring"]

Erfolg über den Teamkollegen

Den Grundstein zum erfolgreichsten Abschneiden der Saison hatte Sutil bereits im Qualifiying gelegt, als er zum zweiten Mal in diesem Jahr nach Valencia den dritten Abschnitt der Zeitenjagd erreichte und sich erst zum dritten Mal vor Teamkollege Paul di Resta schob (STATISTIK: Die Qualifying-Duelle).

"Das beste Saisonergebnis im Heimrennen zu erreichen, ist schon besonders", sagte Sutil, fand aber wie Mallya tröstende Worte für seinen Teamkollegen, der wenige Kurven nach dem Start von Nick Heidfeld abgeschossen wurde.

"Ich bin mir sicher, dass wir ohne diesen Crash beide Autos in die Punkte gebracht hätten", so der Teamchef.

Sutil bläst zum Angriff

Dennoch durfte sich der Inder über die acht Zähler seiner Nummer eins freuen. Denn mit nun 20 Zählern rückte Force India auf Rang sieben in der WM-Wertung vor. "Das bringt uns vor Toro Rosso", jubelte Mallya. (DATENCENTER: WM-Stand Teams)

Diesen wollen die Inder beim nächsten Rennen, dem Großen Preis von Ungarn in Budapest auf dem Hungaroring (1. Freies Training Freitag ab 10 Uhr LIVE im TV und im LIVE-TICKER) verteidigen.

"Wir haben noch viel Arbeit vor uns und ich hoffe, dass wir in den nächsten Rennen nachlegen und viele Punkte sammeln können, um die vor uns liegenden Teams einzuholen", meinte Sutil.

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