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Fernando Alonso fuhr in der Eifel zum fünften Mal in dieser Saison aufs Podium © getty

Die italienischen Zeitungen lassen ihren Ferrari-Helden hochleben. Der muss sich nur dem "himmlischen Hamilton" geschlagen geben.

München - Das Rennen auf dem Nürburgring begeisterte nicht nur die Zuschauer an der Strecke (BERICHT: Hamilton triumphiert) .

Auch die internationalen Medien zeigen sich beeindruckt von dem spannenden Dreikampf um den Sieg (433842DIASHOW: Die Bilder des Rennens) den die englische "Daily Mail" gar als "Titanenkampf" wahrgenommen hat.

Lewis Hamilton, der sich beim Deutschland-GP gegen Fernando Alonso und Mark Webber durchgesetzt hatte, genießt in den britischen Zeitungen natürlich die größte Aufmerksamkeit.

"Hamilton erteilt Sebastian Vettel eine Lehrstunde", schreibt die "Sun" und gönnt sich dabei auch einen Seitenhieb auf den Weltmeister, der bei seinem Heimrennen nur Vierter wurde (DATENCENTER: Rennergebnis).

Italienische Zeitungen entzückt

Die italienischen Gazetten waren indes entzückt vom anhaltenden Aufschwung ihrer Scuderia mit den Plätzen zwei und fünf für Alonso und Felipe Massa (BERICHT: Die Stimmen zum Deutschland-GP).

"Ferrari wächst, und Alonso ist wieder der alte Riese", heißt es in "La Repubblica".

SPORT1 fasst die Schlagzeilen der Weltpresse zusammen. (DATENCENTER: WM-Stand)

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: Vettel wollte auf der Heimstrecke am Nürburgring vor den deutschen Fans seinen Triumph feiern. Er musste sich jedoch mit dem vierten Platz begnügen, was dem Bravour des Red Bull-Teams zu verdanken ist. Zum ersten Mal nach elf Rennen in Folge besteigt Vettel nicht das Podium. Schumacher bleibt im Rennen auf einer Piste, auf der er einst dominierte. Was für eine Anstrengung!

Corriere dello Sport: Die Weltmeisterschaft hatte bisher einen einzigen Anführer: Vettel. Jetzt sind drei Teams im Rennen. Red Bull ist arg unter Druck geraten. Für Vettel ist eine positive Phase zu Ende gegangen. Alonso ist der Beste, die Fortschritte Ferraris sind unübersehbar. Heute ist Ferrari ein erfolgreiches Auto, auch wenn der WM-Titel angesichts Vettels Punktevorsprung noch in weiter Ferne ist (NACHBERICHT: Vettel stört der Trend).

Tuttosport: Bei Red Bull ertönen die Alarmglocken. Beim Heimrennen, das Vettel besonders am Herzen lag, muss sich der deutsche Pilot mit dem vierten Platz begnügen, während Webber den dritten Platz erreicht. Vettel war nie wirklich im Rennen. Alle Deutschen schneiden schlecht ab. Vettel glänzt nicht, das Mercedes-Duo hinkt hinter den Besten hinterher, Rosberg ist besser als Schumacher."

La Repubblica: Vettel stottert wie es noch nie in dieser Saison der Fall gewesen war. Er war schon seit den ersten Kilometern nervös, vielleicht spürte er schon am Freitag, dass die Dinge nicht gut für ihn laufen würden. Alonso vernichtet Vettel und auch Webber. Er beugt sich nur Hamilton. Ferrari wächst, und Alonso ist wieder der alte Riese."

ENGLAND

Daily Mail: Hamilton im Himmel, als er zur Perfektion fährt. Lewis Hamilton stürmte zu seinem zweiten Saisonsieg und lobte seinen Sieg beim deutschen Grand Prix als seinen perfektesten. Siegreich im Titanenkampf mit Red Bulls Mark Webber und Ferraris Fernando Alonso stellte der Brite sicher, dass die Düsterkeit über McLaren sich verzogen hat.

Daily Star: Lewis Hamilton lässt den heimischen Favoriten und Weltmeister Sebastian Vettel in seinem Kielwasser treiben.

The Express: Hamilton benutzt seinen Kopf, um zu gewinnen. Lewis Hamilton hat anscheinend seinen Kopf genauso benutzt, wie sein Herz ihm geholfen hat, den Sieg beim deutschen Grand Prix zu holen. Hamilton zeigte eine klassische Perfomance, um einen wichtigen Sieg zu holen, der ihn wieder zurück in die Jagd nach dem WM-Titel bringt. Lewis Hamiltons Attacken weisen die Zweifler auf ihre Plätze.

The Sun: Lewis Hamilton erteilt Sebastian Vettel eine Fahrstunde. Er bewies, dass er immer noch der Überhol-Meister ist. Lewis Hamilton befeuert seine Titelhoffnungen mit einem großartigen Sieg in Deutschland. Nach dem Ende einer Niederlagen-Serie von sieben Rennen sagte er: "Dieser Grand Prix war perfekt." Der McLaren-Star sah als Erster die Zielflagge nach einem epischen Drei-Mann-Kampf am Nürburgring. Und Hamilton schlug zurück gegen die Kritiker, die seinen Fahrstil als zu aggressiv bezeichnet hatten.

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