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Sebastian Vettel gab im Juni 2007 sein Formel-1-Debüt für BMW-Sauber © getty

Vor dem Ungarn-GP peilt der Weltmeister nach den Rückschlag vom Nürburgring die Spitze an. Die Konkurrenz hofft auf ein Tief.

Budapest - Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel hat den Rückschlag vom Nürburgring verdaut und rüstet zum Gegenschlag. (BERICHT: Hamilton triumphiert am Ring)

"Es gibt keinen Grund, etwas schönzureden, die anderen haben große Schritte nach vorne gemacht", sagte der Titelverteidiger, der als Vierter in der Eifel erstmals 2011 das Podium verpasst hatte. (DATENCENTER: Der Rennkalender)

"Aber ich habe keine Bedenken, denn ich weiß ja, was bei uns bald alles kommt. Unsere Leute sind drauf und dran, das Auto schneller zu machen."

"Dauert nicht lange, und die anderen überholen einen"

Sein Team treibt der Red-Bull-Pilot stets an.

"Wir dürfen nicht nachlassen, unser Auto weiter zu verbessern. Wenn man stehen bleibt, dauert es nicht lange und die anderen überholen einen", sagte er und ergänzte mit Blick auf das Budapest-Rennen an diesem Wochenende (Qualifying, Sa. 13.45 Uhr im LIVE-TICKER): "Vierter zu werden, ist kein Desaster. Aber ich bin nicht hier, um Zweiter, Dritter oder Vierter zu werden."

Deshalb will sich Vettel auch gar nicht darauf einlassen, seinen immer noch komfortabelem Vorsprung von 77 Punkten zu verwalten. (DATENCENTER: Der WM-Stand)

"Wenn die WM jetzt bei Null losgehen würde, würde ich sie auch gewinnen wollen", erklärte der 24-Jährige: "Das Ziel ist es einfach, besser zu sein als die anderen. Dass wir das nicht immer sein können, ist klar."

Beim Ungarn-GP geht Vettel zudem mit einem neuen Unterboden an seinem Boliden an den Start. Inwieweit sich diese Änderung positiv auswirkt, wird man sehen.

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Rivalen scharen mit den Hufen

Sein vierter Platz in Deutschland könnten für seine Rivalen ein kleiner Hoffnungsschimmer im Kampf um die WM-Krone gewesen sein.

Lewis Hamilton, der am Nürburgring seinen zweiten Saisonsieg feierte, scharrt auf jeden Fall wieder mit den Hufen.

"Man kann auch nicht erwarten, dass Red Bull immer perfekt ist. Am vergangenen Sonntag haben wir deren Schwäche ausnutzen können. Hoffentlich ergeben sich mehr solcher Chancen", will der McLaren-Fahrer weiter Druck auf den Weltmeister ausüben. "Ich will den Schwung mitnehmen", sagte Hamilton.

"Lewis wird sich nie mit Platz zwei zufrieden geben"

Hamiltons Vater Anthony zieht sogar Parallelel zur vergangenen Saison, sieht aber nun seinen Sohnemann als ersten Verfolger des Red-Bull-Piloten.

"Fernando war letztes Jahr so dicht dran, er gab niemals auf, warf nicht das Handtuch. Lewis wird sich ebenfalls nie mit Platz zwei zufriedengeben"

Und auch Vettels Teamkollege und der mit fünf Punkten Vorsprung vor Hamilton WM-Zweite Mark Webber hofft auf ein Zwischentief und erklärt: "Hoffentlich kann ich Sebastian ein paar Punkte abnehmen und seinen WM-Vorsprung verringern."

Ferrari-Pilot Fernando Alonso dagegen schaut lieber auf sein eigenes Team, Hoffnung mach sich der Spanier allerdings ebenfalls:

"Wir haben im Vergleich zu den ersten Saisonrennen schon viel Boden gutgemacht, aber wir müssen noch einen Schritt nach vorn machen", sagte der zweimalige Weltmeister.

Schumacher glaubt an Vettel und drückt "alle Daumen"

Allerdings könnten diese Hoffnungen schnell wieder Makulatur sein.

Denn siegt Vettel nun wieder am Hungaroring und holt seinen siebten Saisonsieg, wäre die Zuversicht der Konkurrenz schnell wieder eingestampft.

Rekord-Champion Michael Schumacher drückt Vettel derweil "alle Daumen" und hat ebenfalls keine großen Bedenken, dass der erneute Titel noch gefährdet werden könnte.

Vettels Situation sei "eine große Herausforderung. Eigentlich kann man die WM nur noch verlieren. Das ist dann ein Punkt, wo man sich Gedanken macht", sagte der Mercedes-Pilot, bilanzierte aber: "Ich sehe keine großen Probleme auf sie zukommen."

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