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Lewis Hamilton landete beim Großen Preis von Budapest auf dem sechsten Rang © getty

Lewis Hamilton hadert mit dem Rennverlauf. Webber ärgert sich über einen "verdammt dämlichen" Fehler. An Vettel "nagt es".

München/Budapest - Falsche Reifenwahl, Dreher und Durchfahrtsstrafe: Der Grand Prix von Ungarn (Bericht) entwickelte sich für Lewis Hamilton zu einem Rennen der verpassten Chancen.

Dennoch gratuliert der McLaren-Star Sieger Jenson Button sportlich fair zum Erfolg. Sein Teamkollege sei der "bessere Mann" gewesen. (DATENCENTER: Das Rennergebnis)

Für den verpatzten Wechsel auf Intermediates macht der 26-Jährige Funkprobleme mitverantwortlich.

Mark Webber, der genauso wie Hamilton kurzzeitig auf Regenreifen wechselte, nimmt den Fehler auf seine Kappe und bezeichnet seine Entscheidung als "verdammt dämlich".

Vettel räumt ein, dass Red Bull im Moment "nicht das stärkste Auto" hat, Alonso feiert sich als Juli-Champion.

SPORT1 hat die Stimmen zum Rennen in Budapest zusammengestellt.

Jenson Button (McLaren), Platz 1:

"Das Rennen war brillant ereignisreich. Ich hatte einen harten Kampf mit Lewis, als wir auf den Positionen eins und zwei fuhren. Wir waren beide am Limit, und der Abstand nahm abhängig vom Verkehr zu oder ab. Das hat viel Spaß gemacht. Es tut mir leid, dass wir am Ende nicht zusammen auf dem Podium standen. Für mich war es der perfekte Weg, um meinen 200. Grand Prix zu feiern."

Sebastian Vettel (Red Bull), Platz 2:

"Ich bin zufrieden, wenn auch nicht komplett. Es nagt, wenn man das Gefühl hat, dass man hätte gewinnen können. Das Ziel ist der Sieg und nicht Platz zwei, aber das waren wichtige Punkte. Deshalb war es alles in allem ein gutes Ergebnis und ein großer Schritt. Ich habe alle außer Jenson Button hinter mir gelassen. Im Moment haben wir vielleicht nicht das stärkste Auto, trotzdem gelingt es uns, vorne reinzufahren. Man muss feststellen, dass Ferrari und McLaren sich stark verbessert haben."

Fernando Alonso (Ferrari), Platz 3:

"Ich denke, wir können zuversichtlich in die zweite Saisonhälfte gehen. Das Auto hat sich stark verbessert, wir kämpfen um Podiums und um Pole-Positionen. Der Juli war ein fantastischer Monat. Ich habe unter verschiedenen Bedingungen auf drei verschiedenen Strecken die meisten Punkte geholt."

[kaltura id="0_ku3kxiwr" class="full_size" title="Eine Runde in Budapest"]

Lewis Hamilton (McLaren), Platz 4:

"Gratulation an Jenson. Er hat mich über das gesamte Rennen unter Druck gesetzt. Der bessere Mann hat heute gewonnen. Ich bekam den Funkspruch, ich solle reinkommen. Es gab Probleme am Funk und ich war nicht sicher, welche Info sie hatten und welche nicht. Es war eine schwierige und nicht zwangsläufig die beste Entscheidung. Aber das ist halt Motorsport. Ich bin nicht sauer, aber über mich selbst enttäuscht. Die Durchfahrtsstrafe war okay. Ich hatte lange Zeit keine Strafen."

Mark Webber (Red Bull), Platz 5:

"Bis zu dem Moment, in dem ich die falsche Entscheidung mit den Reifen getroffen habe, war es ein guter Grand Prix. Es war die richtige Entscheidung als Erster auf Slicks zu wechseln, aber es sieht verdammt dämlich aus, wenn du für gerade mal zwei Runden auf Intermediates fährst. Hätte der Regen nur drei, vier Minuten länger angehalten, wäre es die richtige Entscheidung gewesen."

Felipe Massa (Ferrari), Platz 6:

"Ich habe leider früh die Chance verloren, in den Kampf vorne einzugreifen. Ich kam zurück und musste mit den Jungs hinten kämpfen, wodurch ich viel Zeit verloren habe."

Paul di Resta (Force India), Platz 7:

"Es ist toll, mit einem Lächeln auf den Lippen in die Sommerpause zu gehen. Für unsere Platzierung in der Meisterschaft waren das sehr wichtige Punkte."

Nico Rosberg (Mercedes), Platz 9:

"Ich hatte erneut einen guten Start und habe drei Positionen gutgemacht - das war ermutigend. Zur Rennmitte hatte ich leider auf immer feuchter werdender Strecke mit den Prime-Reifen keinen Grip mehr - also entschieden wir uns, auf Intermediates zu wechseln. Leider war der Regenschauer nicht sehr stark und wir mussten auf Slicks zurückwechseln. Das kostete mich einige Positionen."

Adrian Sutil (Force India), Platz 14:

"Mein Rennen war schon in der ersten Runde kaputt. Da musste ich in der Schikane durch den Kies fahren und habe viele Positionen verloren. Beim Anbremsen habe ich leicht übersteuert, die Hinterräder haben blockiert. Danach musste ich ausweichen, sonst wäre ich jemandem reingefahren."

Timo Glock (Virgin), Platz 17:

"Es war ganz schön chaotisch. Die ersten paar Runden nach dem Start waren sensationell - ich hatte richtig viel Spaß und konnte mich lange vor Nick Heidfeld halten. Als es abtrocknete, bekamen sie die Reifen zum Arbeiten und ich konnte sie nicht mehr halten. Trotzdem war es ein gutes Wochenende für uns - ich bin happy mit dem Rennergebnis."

Michael Schumacher (Mercedes), Ausfall:

"Ein unglückliches Rennende durch ein Getriebeproblem. Soweit wir wissen, hatte dies nichts mit meinem Dreher im Zweikampf mit Felipe Massa zu tun - dieser resultierte vor allem daraus, dass ich eine Berührung verhindern wollte. Ich denke nicht, dass mir ohne den Ausfall ein sehr großer Sprung nach vorne hätte gelingen können."

Nick Heidfeld (Lotus Renault), Ausfall:

"Es hat noch extremer gebrannt als in Barcelona. Die Flammen kamen mir noch ein bisschen näher. Beim Boxenstopp haben wir sehr lange gebraucht, der Wagen ist dann sehr heiß geworden und es hat gequalmt. Ich dachte, dass das kleine Feuerchen mit dem Fahrtwind wieder ausgeht. Als ich am Ausgang der Boxengasse gesehen habe, dass es immer mehr wird, musste ich anhalten."

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