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Michael Schumacher feierte 1991 beim Großen Preis von Belgien sein Formel-1-Debüt © getty

In Spa dreht sich alles um Schumacher. Vor allem sein Helm sorgt für Aufmerksamkeit. Webber Bestzeit verkommt zur Randnotiz.

Spa - Ein Goldhelm als Hommage an goldene Zeiten, viele Glückwünsche und zumindest eine vorübergehende Bestzeit am Morgen:

Bei seinem ganz persönlichen Formel-1-Jubiläum stand "Renntier" Michael Schumacher im Mittelpunkt, der zehnte Platz von Weltmeister Sebastian Vettel oder die Tagesbestzeit von Vettels Red-Bull-Kollege Mark Webber blieben Randnotizen. (DATENCENTER: Ergebnis 2. Training)

Aufmerksamkeit erregte vor allem der neue Kopfschutz des Rekordchampions.

Anstelle seines üblichen roten Helmes trägt Schumacher dort, wo er am 25. August 1991 sein erstes Formel-1-Rennen gefahren war, im Silberpfeil einen goldenen Helm. Der wurde eigens für den Großen Preis von Belgien (Qualifying, Sa. ab 13.45 Uhr im LIVE-TICKER) mit 21-karätigem Blattgold belegt.

Das "Renntier schlechthin"

"Ich bin natürlich schwer begeistert davon. Blattgold als Hommage an mein Renndebüt vor 20 Jahren in Spa und die folgenden goldenen Jahre - das ist eine schöne Idee", sagte Schumacher, dessen Name nach Meinung von Mercedes-Sportchef Norbert Haug "das Synonym für das schnellste Lebewesen auf Rädern" ist.

Auch nach zwei Jahrzehnten in der Königsklasse ist für Haug der heute 42 Jahre alte Schumacher weiterhin ein "Renntier schlechthin" und "nach wie vor der Beste, den es je gab".

Knapp hinter Vettel

An Nachmittag verhinderte einsetzender Regen, der Schumacher am Morgen in seinem "Wohnzimmer" noch zu Platz eins verholfen hatte, eine bessere Platzierung des Kerpeners, der am Ende Rang elf belegte.

Einen Platz vor ihm landete Vettel, der im Gegensatz zu den ersten neun Fahrern seine Zeit aber mit den langsameren härteren Reifen gefahren war.

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Webber mit der Top-Zeit

"Für die wenigen Runden, die wir gefahren sind, bin ich gut in den Rhythmus gekommen. Das Auto fühlt sich gut an, über Zeiten kann man bei den Bedingungen natürlich nichts sagen", sagte Vettel, der in der WM-Gesamtwertung vor dem 12. von 19 WM-Läufen mit 234 Punkten komfortable 85 Punkte Vorsprung auf Webber (149) hat. (DATENCENTER: Der WM-Stand)

Dahinter folgen Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes/146), Fernando Alonso (Ferrari/145) und Jenson Button (McLaren-Mercedes/134).

Diese Drei belegten in der Reihenfolge Alonso, Button, Hamilton am Freitag in Spa die Plätze hinter Webber.

Rosberg bester Deutscher

Schumachers Mercedes-Kollege Nico Rosberg war als Sechster bester Deutscher.

Force-India-Testfahrer Nico Hülkenberg wurde Achter. Adrian Sutil, der Hülkenberg am Nachmittag sein Auto überlassen hatte, kam mit seiner Zeit vom verregneten ersten Trainingsteil nur auf Gesamtrang 25.

Virgin-Pilot Timo Glock belegte Platz 19.

20 Goldhelme

Von Schumachers goldenem Jubiläums-Helm will sein Lieferant insgesamt 20 Exemplare herstellen, einen pro Schumacher-Jahr in der Formel 1, alle versehen mit einer von Schumacher unterschriebenen Urkunde.

Einer davon wird zu Gunsten der Verkehrssicherheitskampagne des Automobil-Weltverbandes FIA versteigert, für die Schumacher als Botschafter tätig ist.

Kappe für Freunde und Weggefährten

Passend zum Jubiläum gibt es auch eine neue Kappe: Nicht in Rot wie früher zu Ferrari-Zeiten oder Silber wie jetzt bei Mercedes, sondern in Schwarz mit goldener Schrift.

Zudem wird Schumacher am Wochenende ein T-Shirt mit sieben Sternen tragen, von dem 281 Exemplare - eins für jedes seiner Rennen - hergestellt wurden.

Die will er am Samstag bei einer Feier in der Boxengasse an Freunde und Weggefährten verschenken.

Hommage vom Ferrari-Boss

Einige davon werden sicher auch bei Ferrari ihre Abnehmer finden, immerhin holte Schumacher mit der Scuderia fünf seiner insgesamt sieben WM-Titel und hat dort noch immer viele Freunde.

"Michael ist und wird immer ein Protagonist in der langen Ferrari-Geschichte bleiben. Er wird immer in den Herzen der Tifosi und aller Mitarbeiter Maranellos sein", sagte Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo.

Und weiter: "Ein Großteil seiner 20 Jahre in der Formel 1 hat er bei uns verbracht. Gemeinsam haben wir Resultate erreicht, die schwer zu übertreffen sind."

"Seine Leidenschaft für diesen Sport ist unglaublich, auch sein Engagement, seine Entschlossenheit und der Mut, den er immer bewiesen hat. Damit hat er die Liebe von uns allen gewonnen. Im Namen Ferraris will ich ihm für alles danken, was er uns gegeben hat."

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