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Für Michael Schumacher dauert die Qualifikation in Spa nur 67 Sekunden © dpa Picture Alliance

Pech beim Jubiläum. Michael Schumacher verliert im Spa-Qualifying ein Rad und crasht. Im Interview spricht er über den Unfall.

Spa - Vor 20 Jahren begann für Michael Schumacher in Spa eine Welt-Karriere, das Qualifying am Samstag (Bericht) war für den Mercedes-Star nach 67 Sekunden beendet.

Der Rekord-Weltmeister verlor 67 Sekunden nach Beginn des ersten Qualifikationsdurchgangs ein Hinterrad. Er geriet ins Schlingern und krachte in die Leitplanke - Aus für den Mann mit dem Goldhelm, und das ausgerechnet beim vielumjubelten Jubiläums-GP (So. ab 13.45 Uhr im LIVE-TICKER) .

Im Interview spricht Schumi über sein Ausscheiden (DATENCENTER: Die Startaufstellung).

Frage: "Wie ist es zum dem Unfall schon nach wenigen hundert Metern im Qualifying gekommen?"

Michael Schumacher: "Es hat sich angefühlt, als wenn ein Schalter umgelegt worden ist und dann das Heck ausbricht. Ich hatte keine Vorwarnung. Plötzlich habe ich das Rad an mir vorbeirollen sehen. Ich habe ich mich gewundert, warum das Rad an der Seite, die in die Leitplanke eingeschlagen ist, noch da ist, und das andere fehlt."

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Frage: "Gab es schon eine Erklärung, wie es dazu kommen konnte?"

Schumacher: "Das kann man in der Kürze der Zeit noch nicht feststellen. Eigentlich habe ich ja Erfahrung damit. Das ist mir ja in der Vergangenheit auch schon passiert. Damals war es aber das Vorderrad, nicht das Hinterrad. Warum auch immer, es hat so sollen sein."

Frage: "Wenn so etwas in der Hektik während eines Rennens geschieht, ist das vielleicht zu verstehen, aber wie kann so etwas vor einem Qualifying passieren?"

Schumacher: "Das werden wir versuchen herauszufinden, um für die Zukunft sicher zu sein, dass so etwas nicht wieder passiert. Aber die Autos sind Prototypen, wir alle arbeiten auf höchstem Niveau. Aber wir sind letztlich alle nur Menschen."

Frage: "Sie hatten sich über Funk zunächst von sich aus beim Team entschuldigt."

Schumacher: "Weil ich zunächst der Meinung war, dass ich einen Fehler gemacht hätte. Räder verliert man selten. Ich war eigentlich weit genug von der weißen Begrenzungslinie entfernt, die ein Grund dafür sein kann, wenn man so einen Dreher hinlegt. Ich habe mir erst später Gedanken darüber gemacht, dass vielleicht das Hinterrad der Grund war."

Frage: "Was ist im Rennen jetzt noch möglich? Sie sind in Spa ja auch schon mal von Startplatz 16 auf Platz eins gefahren."

Schumacher: "Das es nach vorne geht, ist klar. Wie weit nach vorne, das wird sich herausstellen. Mal schauen, wie wir vielleicht noch halbwegs in die Punkte fahren können."

Frage: "Ihr Jubiläum haben Sie sich aber sicher anders vorgestellt."

Schumacher: "Das ist definitiv wahr. Aber man kann es nicht ändern."

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