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Lewis Hamilton landete im Qualifying zum Belgien-Grand-Prix auf dem zweiten Rang © getty

Sebastian Vettel freut sich über die Pole beim Belgien-GP. Lewis Hamilton ist erleichtert. Alonso und Webber hadern.

München - Mit einer nahezu perfekten Runde sichert sich Sebastian Vettel beim Großen Preis von Belgien (Rennen, So., ab 13.45 Uhr im LIVE-TICKER) die neunte Pole im zwölften Rennen.

Der Red-Bull-Star ist überglücklich und betont, dass es nach durchwachsenen Trainingsleistungen wichtig war, "im Qualifying zurückzuschlagen". (DATENCENTER: Die Startaufstellung)

Lewis Hamilton ist nach seinem Zusammenstoß mit Pastor Maldonado erleichtert, dass es keinen "heftigen Crash" gab.

Fernando Alonso hadert mit dem Wetter, Mark Webber mit dem eigenen Fahrstil. Jenson Button fällt einem Missverständnis zum Opfer.

SPORT1 hat die Stimmen zum Qualifying in Spa zusammengestellt.

Sebastian Vettel (Red Bull), Platz 1:

"In Q1 und Q2 war es sehr schwierig - am Ende von Q3 ist die Strecke dann aber schnell abgetrocknet. Alles in allem war es eine schwierige Session, wie eine Wundertüte. Ich habe mich in den Trainings im Auto nicht so wohl gefühlt, deshalb war es umso wichtiger, im Qualifying zurückzuschlagen. In gewisser Weise habe ich Spa wiederentdeckt. Ich glaube, wir hatten insgesamt vier gute Runden - es hat alles geklappt."

Lewis Hamilton (McLaren), Platz 2:

"Es war ziemlich ernst. Wir hatten beide Glück, insbesondere er, dass es keinen heftigen Crash gab. Am Ende der Runde hing der Williams vor mir rum, er war sehr langsam. Ich musste versuchen, irgendwie vorbeizufahren. Ich sah dann, wie Maldonado schnell auf mich zukam - er hat mich geschnitten. Ich weiß nicht, ob er es mit Absicht gemacht hat. Ich werde mich jetzt einfach hinsetzen und darauf warten, dass die Stewards mich rufen, bevor ich zu McLaren gehe."

[kaltura id="0_0iqq6lvi" class="full_size" title="Eine Runde in Spa"]

Mark Webber (Red Bull), Platz 3:

"Wir haben bisher ein gutes Wochenende gehabt. Es wäre sicherlich schön weiter vorne zu stehen, aber die Jungs haben einen guten Job gemacht. Ich denke, ich bin einfach etwas zu aggressiv gefahren."

Michael Schumacher (Mercedes), Unfall, ausgeschieden:

"Natürlich habe ich mir ein anderes Ende des Qualifyings gewünscht, aber es ist schwierig, auf drei Rädern zu fahren. Ich war zunächst nicht sicher, was passiert ist, deshalb habe ich mich auch sofort beim Team entschuldigt. Wenn ich versuchen würde, etwas Positives zu finden, würde ich wahrscheinlich sagen, dass ich noch ein frisches Reifen-Set habe. Dass es morgen nach vorne geht, ist klar. Wie weit nach vorne, das wird sich herausstellen."

Felipe Massa (Ferrari), Platz 4:

"Das Ergebnis ist nicht schlecht. Die Autos, die vor mir waren, sind jedoch um einiges schneller gefahren als ich. Die Bedingungen waren aber auch schlecht für uns. Weil wir die Reifen nicht auf die richtige Temperatur bekommen haben, hatten wir von Beginn an wenig Grip."

Nico Rosberg (Mercedes), Platz 5:

"Es war ein typischer Spa-Tag. Die Bedingungen haben sich ständig geändert. Regenreifen, Intermediates und Slicks - heute gab es alles. Aber wir haben das Beste daraus gemacht. Es ist gut zu sehen, dass zwei Autos der drei Top-Teams hinter mir starten. Dass der Wagen bei allen Bedingungen gut funktioniert hat, stimmt mich optimistisch für das Rennen."

Jaime Alguersuari (Toro Rosso), Platz 6:

"Das war die beste Leistung, die ich jemals gezeigt habe. Das Wetter hat uns heute geholfen. Der Wagen lief auf den Intermediates und den Regenreifen sehr gut. Aber auch bei trockenen Verhältnissen waren wir schnell."

Bruno Senna (Lotus Renault), Platz 7:

"Als ich in Q3 mit Trockenreifen auf der feuchten Strecke fahren musste, bin ich ein bisschen nervös gewesen. Bisher konnte ich mit denen noch nicht viel Erfahrung sammeln. Deshalb bin ich von Startplatz sieben geradezu begeistert."

Fernando Alonso (Ferrari), Platz 8:

"Der Verkehr war ein Faktor. Ich hatte keine freie Runde in Q3. Für die Pole hätte es trotzdem nicht gereicht. Bei einem perfekten Ablauf hätten wir vielleicht Vierter oder Fünfter werden können. Es ist kein Geheimnis, dass wir mit kaltem Wetter nicht glücklich sind. Uns fehlt bei diesen Temperaturen noch Leistung. Es waren nur 14 Grad und die Strecke war nass. Das sind die schlimmsten Bedingungen für Ferrari."

Sergio Perez (Sauber), Platz 9:

"Die Verhältnisse verbesserten sich in jeder Runde. In Q1 und Q2 ist es gar nicht so einfach gewesen, mit dem Auto zurechtzukommen. Die Strecke war sehr nass und wir hatten das Auto für trockene Bedingungen abgestimmt. Ich war zum dritten Mal in Q3 und bin gespannt, was ich von meinem bisher besten Formel-1-Startplatz aus erreichen kann."

Jenson Button (McLaren), Platz 13:

"Es war ein Missverständnis. Ich habe nicht gewusst, dass ich keine Zeit mehr für eine Runde habe. Nach meiner ersten Runde habe ich die Reifen abgekühlt. Die Strecke wurde natürlich mit jeder Runde trockener - und schneller, und es waren viele Autos auf der Strecke. Als ich meine Runde gefahren bin, war ich der Zweit- oder Drittschnellste, und ich hatte keine Chance eine weitere Runde zu fahren. Das ist sehr enttäuschend, vor allem weil ich in Q1 fast eine Sekunde schneller war als alle anderen Fahrer."

Adrian Sutil (Force India), Platz 15:

"In Q1 ist es für mich sehr gut gelaufen, aber in Q2 habe ich am Ende von Eau Rouge einen Fehler gemacht. Ich bin auf den Randstein gekommen, danach ist mir das Heck ausgebrochen und ich bin in die Barriere gefahren. Das ist sehr schade, ohne den Unfall hätten wir ein gutes Ergebnis erreichen können. Allerdings musst du auf dieser Strecke auch etwas riskieren."

Timo Glock (Virgin), Platz 19:

"Wir haben das Maximum herausgeholt. Ich bin mit meiner Runde zufrieden. Ich war wieder nah an Jarno Trulli dran. Ich bin der einzige von HRT und uns, der sich direkt fürs Rennen qualifiziert hat. Ich hatte bei den wechselnden Bedingungen meinen Spaß."

Pastor Maldonado (Williams), Platz 21:

"Ich bin nicht absichtlich in ihn reingefahren. Es gab keinen Grund, Kontakt zu haben. Es gab keinen Regen und wir müssen verstehen, was passiert ist."

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