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Jenson Button wurde 2009 im Brawn-Mercedes Weltmeister © getty

Buttons Start in Spa verläuft "chaotisch", dennoch fährt er furios aufs Podium. Auch Schumacher jagt seine Gegner. Die Stimmen.

München - Von Rang 13 aus musste Jenson Button in den Grand Prix von Belgien gehen.

Eigentlich keine guten Voraussetzungen, und dementsprechend "chaotisch" verlief auch der Start auf dem Circuit de Spa-Francorchamps (447008DIASHOW: Die Bilder des Rennens).

"Paul di Resta beschädigte meinen Heckflügel, in der Eau Rouge traf dann irgendein Teil meinen Frontflügel und riss den rechten Rückspiegel ab", erklärte der britische McLaren-Pilot.

Nach einem unplanmäßigen Boxenstopp verlief der Rest des Rennen jedoch "phänomenal", der Brite fuhr noch auf Rang drei vor und fühlte sich danach "besser als je zuvor" (DATENCENTER: Das Rennergebnis).

Hamilton rauscht mit Kobayashi zusammen

Teamkollege Lewis Hamilton dagegen war in einen Crash mit dem Japaner Kamui Kobayashi verwickelt, der zu einem "ziemlich harten" Einschlag in der Wand führte. Hamiltons Problem war allerdings ein anderes.

Michael Schumacher hätte nach einer sensationellen Aufholjagd "nichts dagegen, immer in Spa zu fahren" (Bericht).

SPORT1 hat die Stimmen zum Rennen in Belgien zusammengestellt (Zusammenfassung, ab 21.30 Uhr im TV auf SPORT1):

Sebastian Vettel (Red Bull), Platz 1:

"Wir hatten schon in der Quali große Probleme mit den Reifen und haben sogar überlegt, einige Einstellungen zu ändern und dafür in Kauf zu nehmen, aus der Box starten zu müssen. Wir sind jedoch ein großes Risiko eingegangen und haben alles beim Alten belassen. Gott sei Dank ist die Strategie aufgegangen, ich bin mit dem Sieg natürlich überglücklich. Der Speed im Rennen war gut, ich habe mich wirklich wohlgefühlt, denn das Auto lief heute brillant."

Mark Webber (Red Bull), Platz 2:

"Der Start war ein Schock für mich und absolut enttäuschend. Komischerweise hat sofort die Antistall-Funktion eingesetzt. Zwischendrin funktionierte außerdem der Funk nicht. Es war ein sehr harter Kampf, vor allem als ich in der Eau Rouge an Fernando (Alonso, Anm. d. Red.) vorbeizog. Unser Abschneiden heute war vielleicht eines der besten Teamergebnisse überhaupt."

Jenson Button (McLaren), Platz 3:

"Der Start war ziemlich chaotisch. Paul di Resta beschädigte meinen Heckflügel, in der Eau Rouge traf dann irgendein Teil meinen Frontflügel und riss den rechten Rückspiegel ab - das war schon ein bisschen unheimlich. Mein Team hat das aber beim ersten Stopp gut hinbekommen. Der Speed und die Balance waren phänomenal, und es hat wahnsinnig Spaß gemacht zu attackieren und zu überholen. Ich fühle mich derzeit besser als jemals zuvor."

[kaltura id="0_0iqq6lvi" class="full_size" title="Eine Runde in Spa"]

Fernando Alonso (Ferrari), Platz 4:

"In der ersten Runde gab es einen Kontakt, aber mein Auto war zum Glück okay. Gegen Button konnte ich mich kurz vor Schluss aber nicht verteidigen. Wenn man drei Runden vor dem Ende das Podium verliert, ist das natürlich schon enttäuschend. Wenn man sieht, wie groß der Vorsprung von Sebastian (Vettel, Anm. d. Red.) ist, dann muss man anerkennen, dass er einen guten Job macht."

Michael Schumacher (Mercedes), Platz 5:

"Ich hatte heute sehr viel Spaß, auch weil ich viele Möglichkeiten hatte, mich in Szene zu setzen. Ich konnte das Feld vor mir praktisch jagen. Beim Überholmänover von Nico (Rosberg, Anm. d. Red.) war ich auf weichen Reifen unterwegs und deshalb viel schneller als er. Insgesamt war die Unterstützung bei diesem Jubiläum riesig, und ich möchte mich bei allen dafür bedanken. Wir haben das Maximum herausgeholt, es war ein wundervolles Ende eines traumhaften Wochenendes. Ich hätte auch nichts dagegen, ab sofort immer in Spa zu fahren (lacht)."

Nico Rosberg (Mercedes), Platz 6:

"Der Start heute war toll, die zwischenzeitliche Führung sehr schön. Kein Mensch vor dir, ein Stau von Red Bull, McLaren und Ferrari hinter mir. Am Ende musste ich leider ein bisschen Sprit sparen, vielleicht haben wir uns da ein bisschen verkalkuliert. Dass Michael (Schumacher, Anm. d. Red.) von hinten mit den besseren Reifen ankam, war schlecht für mich, da konnte ich meinen Platz einfach nicht verteidigen."

Lewis Hamilton (McLaren), Unfall, ausgeschieden:

"Beim Crash mit Kamui Kobayashi war ich vorne und in einer guten Position. Dann wurde ich getroffen. Das war eine normale Rennsituation. Ich weiß gar nicht genau, was passiert ist. Jedenfalls war der Einschlag in die Wand ziemlich hart und das Rennen auf einmal vorbei. Doch schon davor waren wir auf der Geraden einfach wahnsinnig langsam. Mal wieder ein Rennen, das wir nicht beendet haben - aber so ist der Sport."

Adrian Sutil (Force India), Platz 7:

"Nach Rang 15 im Qualifying, müssen wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein. Wir haben heute zum Glück die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit getroffen. Unsere Geschwindigkeit war an diesem Wochenende sehr gut, deswegen ist der siebte Platz verdient. Das sind sehr wichtige Punkte für uns."

Timo Glock (Virgin), Platz 18:

"Der Start ins Rennen war einfach mies. Den Kontakt mit Paul di Resta konnte ich nicht vermeiden und habe dadurch sein Rennen zerstört, dafür muss ich mich entschuldigen - das war mein Fehler. Nach der Strafe und dem Stopp mit dem neuen Frontflügel habe ich mich nur noch darauf konzentriert, das Rennen zu Ende zu fahren."

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