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Lewis Hamilton feierte beim Großen Preis von Abu Dhabi seinen dritten Saisonsieg © getty

Hamilton ist nach seinem Sieg in Abu Dhabi überglücklich. Alonso beißt sich am Briten die Zähne aus. Vettel trifft "ein Schlag".

München - Lewis Hamilton bemühte sich, auf dem Boden zu bleiben.

Der McLaren-Star, der zuletzt vor allem durch seine viele Eskapaden auf und neben der Strecke von sich Reden gemacht hatte, sprach nach seinem Sieg beim Großen Preis von Abu Dhabi (Rennbericht) von einem "guten Anfang".

Mit seinem Rennen war er allerdings hochzufrieden. Den 26-Jährigen erfüllte es vor allem mit Stolz, dass er Fernando Alonso, den er als "einen der besten Fahrer der Welt" bezeichnete, über die gesamte Renndistanz souverän beherrschte.

Auch "eine Qualifying-Runde nach der anderen" half dem Ferrari-Star nicht, den Vorsprung Hamiltons wettzumachen. (481985DIASHOW: Die Bilder des Rennens)

Mit Jenson Button fuhr noch ein zweiter McLaren-Pilot auf das Podium. Nach einem KERS-Ausfall in der Frühphase des Rennens war der Brite mit Platz drei "ganz zufrieden".

Für den großen Aufreger sorgte allerdings Sebastian Vettel, der nach einer Reifenpanne zu Beginn des Rennens erstmals in dieser Saison nicht die Zielflagge sah. "Es war wie ein Schlag", beschrieb der Weltmeister den Moment des Ausscheidens.

Nico Rosberg freute sich über das gewonnene Duell gegen Schumacher, der 42-Jährige beklagt einen "schleichenden Plattfuß". (SERVICE: Das Rennergebnis)

SPORT1 hat die Stimmen zum Rennen in Abu Dhabi zusammengestellt:

Sebastian Vettel (Red Bull), Ausfall:

"Es kam wie ein Schlag. Ich wusste direkt, was los war. Beim ersten Mal konnte ich das Auto noch retten, beim zweiten Mal war einfach keine Luft mehr drin. Ich habe gedacht, ich könnte noch zurückfahren, aber dabei hat es den Reifen auseinandergerissen. Es ist ein bisschen ärgerlich, denn bis auf den Plattfuß haben wir alles richtig gemacht. Aber da hilft nur eines: Schwamm drüber und weiter machen."

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Lewis Hamilton (McLaren), Platz 1:

"Meiner Meinung nach war dies eines meiner besten Rennen. Ich war in der Lage, einen der besten Fahrer in der Welt hinter mir zu halten. Das ist schwierig. Ich habe meine Reifen geschont und den Vorsprung kontrolliert. Das ist definitiv ein Anfang. Ich bin verzückt und sehr glücklich, wieder hier oben zu stehen. Das ist großartig. Heute Abend kann ich in den Flieger steigen und lächeln."

Fernando Alonso (Ferrari), Platz 2:

"Es war ein großartiges Rennen. Ich hatte einen guten Start und eine gute erste Runde. Ich bin eine Qualifying-Runde nach der anderen gefahren, um die Lücke zu schließen. Aber ich konnte immer nur ein paar Zehntel gutmachen. Wir sind dann zwei Runden länger draußen geblieben, aber bei der Einfahrt in die Boxengasse habe ich leider im Verkehr festgesteckt."

Jenson Button (McLaren), Platz 3:

"Mein KERS war ab der 13 oder 14 Runde plötzlich weg. Wenn dir KERS fehlt, dann fehlt es dir auch an der Bremsleistung des Motors. Wenn ich in eine Kurve gefahren bin, wusste ich nicht, wann ich bremsen sollte. Die Zweikämpfe mit Massa und Webber waren interessant, ich konnte mich ohne KERS erfolgreich verteidigen. Deshalb bin ich mit meinem Rennen ganz zufrieden."

Mark Webber (Red Bull), Platz 4:

"Unsere Pace war gut, am Ende des ersten Stints war ich nah an Jenson dran. Dann hatten wir einen schlechten ersten Boxenstopp - das hat uns zurückgeworfen. Wir haben deshalb unsere Position verloren und schließlich auch das Podium verpasst."

Felipe Massa (Ferrari), Platz 5:

"Mit dem fünften Platz kann ich nicht zufrieden sein. Auf den weichen Reifen ist es noch ganz gut gelaufen, aber mit den Mediums hatte ich wirklich zu kämpfen. Ich habe überhaupt keinen Grip gehabt. Deswegen bin ich dann auch in Runde 49 von der Strecke abgekommen und habe so die Chance verloren, vor Webber zu bleiben."

Nico Rosberg (Mercedes), Platz 6:

"Mit Massa ist es genau so gekommen, wie ich es geplant habe. Es war haarscharf, aber leider ist mir der Platz ausgegangen. Deshalb musste ich ausweichen und von der Strecke fahren. So konnte Michael mich überholen. Wir hatten einen spannenden Zweikampf, bevor ich mir die Position zurückgeholt habe."

Michael Schumacher (Mercedes), Platz 7:

"Wenn man bedenkt, dass ich gestern nicht die perfekte Balance gefunden habe, haben wir heute das Maximum herausgeholt. Gegen Ende hatte ich einen schleichenden Plattfuß, deshalb musste ich mein Auto in Kurve zwei abstellen."

Adrian Sutil (Force India), Platz 8:

"Es war ein gutes Rennen. Ich hatte einen harten Kampf mit Michael, wobei wir im zweiten Stint vielleicht etwas zu lange draußen geblieben sind. Ich habe mich nach dem ersten Boxenstopp einmal vorbeigequetscht, das hat recht gut geklappt, aber am Ende hat er mich doch gepackt."

Paul di Resta (Force India), Platz 9:

"Wir haben von Beginn an eine Einstopp-Strategie geplant. Es hat aber nicht ganz funktioniert. Ich glaube, die anderen Teams haben ihre Strategie umgestellt, als sie die Performance der Prime-Reifen an meinem Auto gesehen haben."

Kamui Kobayashi (Sauber), Platz 10:

"Ich bin einfach nur glücklich, dass ich nach langer Zeit mal wieder in die Punkte gefahren bin. Ich hatte einen sehr guten Start und konnte in der ersten Runde fünf Positionen gutmachen."

Timo Glock (Virgin), Platz 19:

"Es war ein ganz gutes Rennen. Nach einem guten Start habe ich eine Zeitlang vor ein paar schnelleren Jungs gelegen, selbst wenn sie mich am Ende wieder eingeholt haben."

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